mini|Jacek Żakowski (2006) mini|hochkant|Jacek Żakowski (2007) Jacek Wojciech Żakowski () (* 17. August 1957 in Warschau) ist ein polnischer Journalist und politischer Schriftsteller.

Werdegang Żakowski absolvierte 1981 die Fakultät für Journalistik und Politische Wissenschaften an der Warschauer Universität. Noch vor der Einführung des Kriegsrechtes am 13. Dezember 1981 wurde er bei der Pfadfinderzeitschrift „Na przełaj“ (querfeldein) angestellt.

Gemäß dem Kriegsrecht wurde das Erscheinen der Zeitschrift eingestellt. Żakowski wirkte bei dem illegalen Pressebüro der Solidarność. Offiziell wurde er Mitarbeiter der katholischen Monatsschrift „Powściągliwość i Praca“ (Selbstbeherrschung und Arbeit) herausgegeben von der Kongregation vom Heiligen Erzengel Michael.

Für seine Verdienste um die Pressefreiheit zu Wendezeiten wurde ihm 2014 der Orden Polonia Restituta in der Klasse Offizier verliehen.https://isap.sejm.gov.pl/isap.nsf/download.xsp/WMP20140000923/O/M20140923.pdf

Nach der Wende 1989 wurde er Mitbegründer von Gazeta Wyborcza. Er war bis August 2025 langjähriger Mitarbeiter des Nachrichtenmagazins Polityka, lieferte bis 2024 Kommentare für Gazeta Wyborcza und moderiert weiterhin freitags Morgensendungen bei Tok FM. Außerdem ist er Lehrstuhlinhaber für Journalismus am Collegium Civitas in Warschau. Żakowski ist nunmehr regelmäßiger Kommentator im Dziennik Gazeta Prawna.

Positionen und Kritik Żakowski gilt als linker Journalist und Kritiker der neoliberalen Systemtransformation in Polen sowie als Vertreter von Wohlfahrtsstaat, Minderheitenschutz, Umweltschutz und Flüchtlingshilfe. Zu diesen Themen legte er auch zahlreiche Buchpublikationen vor. In der polnischen Debatte um dziadersi (vergleichbar Boomer, von dziad – „Alter“) ergriff er Partei für die Gen Z, wie zuvor auch für Millennials. Zur Zeit der Regierung von Zjednoczona Prawica war er einer der führenden Kritiker der staatlichen Medien wie TVP. Mitunter wird er als sogenannter „Symmetrist“ angegriffen, da er sowohl das rechte wie auch das liberale Lager kritisiert. Er selbst lehnt diese Bezeichnung unter Verweis auf unverhandelbare Grundwerte ab, die er mit den Liberalen teilt, und spricht sich gegen Äquidistanz als politische Strategie aus. Dennoch kam es zum Bruch mit der Polityka; außerdem verließ er die Wyborcza.

Privates Zwei Kinder aus erster Ehe zog er alleine auf. Aus zweiter Ehe wurde er noch einmal Vater. Er überlebte Bauchspeicheldrüsenkrebs, der im Frühstadium im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt wurde.

Schriften (Auswahl)

Między Panem a Plebanem (1995, mit A. Michnik und J. Tischner).

Quellen

ZNAK Ksiazka.pl

Einzelnachweise

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