mini|Alte Synagoge nach dem Umbau 1873/1875 mini|Hatzfeld’sches Palais mini|hochkant|Kapelle im Kunstgewerbemuseum mini|hochkant|Florentiner Halle im Kunstgewerbemuseum

Franz Deckers (* 1. März 1826 in Düsseldorf; † 3. Juni 1908 ebenda) war ein deutscher Architekt, der in Düsseldorf lebte und arbeitete. Bekannt wurde er durch den Um- und Erweiterungsbau der Alten Synagoge in Düsseldorf.

Leben Franz Deckers wurde als Sohn eines Baumeisters in Düsseldorf geboren. Er verbrachte längere Zeit in Frankreich. Dann kehrte er nach Düsseldorf zurück. 1859 wohnte Deckers in der Bahnstraße 21.Adreßbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf auf das Jahr 1859. Teil I, S. 15. Dann wohnte er im Jahre 1865 an der Grünstraße 19.Adreßbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf 1865. Teil I, S. 28. In den Jahren 1878 bis um 1900 wohnte er im Eigentum am Alexanderplatz 14.Adreßbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf für 1878. Teil I, S. 29.Adreßbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf für 1887. Teil I, S. 35.Adreßbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1891. Teil I, S. 57.Adreßbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1899. Teil II, S. 805.Adreßbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1900. Teil I, S. 75. Der Alexanderplatz lag am Endpunkt der Grünstraße, ungefähr dort, wo sich heute der Platz (ohne Namen) mit den Einmündungen der Stresemannstraße und der Kreuzstraße in die Berliner Allee befindet.

Im Jahre 1898 wurde Franz Deckers zum Ehrenmitglied des Architekten- und Ingenieurvereins Düsseldorf ernannt. Im Kunstleben der Stadt Düsseldorf spielte Deckers „keine geringe Rolle, u. a. erwarb er sich große Verdienste um die Künstlergesellschaft Malkasten“.

Familie Sohn des Architekten war der Maler Vincent Deckers, der im Jahre 1897 bei seinem Vater wohnte.Adreßbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1897. Teil II, S. 467.

Werk Deckers erbaute in Düsseldorf das Hatzfeld’sche Palais, verschiedene Privatbauten, Kasinos und Hotels. Als Mitarbeiter von Karl Hecker war er am Entwurf des Düsseldorfer Kunstgewerbemuseums beteiligt.Kurzbiographien der Architekten und Baumeister. In: Eduard Trier, Willy Weyres (Hrsg.): Kunst des 19. Jahrhunderts im Rheinland, Band 2: Architektur, Teil II: Profane Bauten und Städtebau. Schwann, Düsseldorf 1980, ISBN 3-590-30252-6, S. 529.

Bekannt wurde Deckers durch den Um- und Erweiterungsbau der Alten Synagoge in Düsseldorf. Da die jüdische Gemeinde im 19. Jahrhundert stark anwuchs, gab sie im Oktober 1873 eine Erweiterung der Synagoge in Auftrag,Düsseldorfer Geschichtsverein (Hrsg.): Geschichte der Stadt Düsseldorf in zwölf Abhandlungen. Festschrift zum 600jährigen Jubiläum. Band 3, C. Kraus, Düsseldorf 1888, S. 244. (online bei Google Bücher) die von 1873 bis 1875 ausgeführt wurde.Architekten- und Ingenieur-Verein zu Düsseldorf (Hrsg.): Düsseldorf und seine Bauten. L. Schwann, Düsseldorf 1904, S. 141 f. Dieser war im maurischen Stil gehalten: Bei der Einweihung der erweiterten Synagoge überreichte Franz Deckers dem jüdischen Gemeindevorstand den Schlüssel mit den Worten:

Die Rede Deckers wurde von Genger und Griese in Aspekte jüdischen Lebens in Düsseldorf und am Niederrhein kontrovers diskutiert:

Einzelnachweise

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