Nachtblut ist eine deutsche Dark-Metal-Band aus Osnabrück, die 2007 gegründet wurde.
Geschichte 2005–2009: Die Anfänge Nachtblut entstammt der Idee Askeroths, um auf soziale Missstände in der Gesellschaft hinzuweisen. Nachdem er eine Reihe Texte konzipiert hatte, machte er sich auf die Suche nach gleichgesinnten Mitgliedern, die bis Anfang 2007 gefunden wurden.Interview mit Nachtblut. Website des AMBOSS Online Magazins. Die ersten Konzerte spielte Nachtblut in Norddeutschland.
Am 23. Juni 2007 veröffentlichten sie ihr erstes, in Eigenregie produziertes Studioalbum Das Erste Abendmahl und eroberten sich unmittelbar danach durch Gewinnen eines Wettbewerbs auf Rockhard.de einen Platz als Vorband der Dark-Metal-Band Eisregen.Konzertreview Terrorverlag. Konzertreview zum 22. Dezember 2007 vom Terrorverlag Es folgten die ersten internationalen Konzerte in Wien sowie einige Auftritte als Vorband von Szenegrößen wie Immortal, Sodom und Watain. Die Band nahm an den Hellflame Festivals in Osnabrück und in Lichtenfels teil, sowie beim Devils Revenge Festival in Schwerte. Am 30. Januar 2009 veröffentlichte die Band das zweite, ebenfalls in Eigenregie produzierte Studioalbum Antik, welches von Ingo Hampf, dem Gitarristen der Folk-Metal-Band Subway to Sally, mitproduziert wurde. Am 17. Januar 2009 startete die Band ihre Antik-Tour, von der zwei Auftritte in Österreich und einer in der Schweiz stattfanden. Sie endete am 6. September 2009.
Seit 2011: Vertrag mit Napalm Records und Dogma Im Februar 2011 unterzeichnete die Band einen Plattenvertrag beim österreichischen Label Napalm Records und veröffentlichte am 30. September 2011 das Album Antik neu. Meldung bei blacksins.de, abgerufen am 22. September 2020. Bei der Neuveröffentlichung handelte es sich um eine Limited Edition. Unter anderem vertreiben EMP und Amazon das Album in Deutschland. Auf dieser Limited Edition befinden sich die 10 Tracks des Albums, sowie eine griechische Version des Titels Gedenket der Toten, sowie die Lieder Alles nur geklaut, Ketzer und Nie gefragt, die bereits teilweise auf dem Debütalbum vertreten sind.
Während der Dogma-Tour 2012 verließ Bassist Sacerdos aus beruflichen Gründen die Band, und Trym trat in die Band ein.
Am 1. Oktober 2011 spielte Nachtblut auf dem Night Warriors Festival im österreichischen Ried. Als Headliner wurden Heidevolk und Grailknights bestätigt. Auch Vroudenspil und Mambo Kurt traten dort auf.
Mit dem Lied Antik ist Nachtblut auf dem Sampler Maximum Metal Vol. 176 des Metal-Hammer-Magazins vertreten.Metal Hammer, Ausgabe Oktober 2011. Die Band wurde auch bereits im Zillo, Sonic Seducer und Orkus interviewt. mini|Nachtblut auf dem Rockharz Open Air in Ballenstedt, 2017. 2012 soll Nachtblut auf dem Metalfest in Deutschland und Österreich zu sehen sein und eine Headliner-Tournee durch Deutschland antreten. Der Veröffentlichungstermin des dritten Studioalbums Dogma war in Deutschland auf den 25. Mai 2012 datiert, es wurde unter anderem in ganz Europa, den Vereinigten Staaten und in Kanada vertrieben. Zudem erschien ein neues Musikvideo der Band zu dem Song „Ich trinke Blut“.Stormbringer.at: NACHTBLUT – neuer Videoclip 'Ich trinke Blut' online!
2013 spielte die Band auf dem Wacken Open Air. 2014 veröffentlichten sie ihr viertes Album Chimonas. 2015 wurde bekanntgegeben, dass Lymania die Band verlassen werde.
2016 verließ der Bassist Trym die Band und wurde durch AblaZ ersetzt, welcher als Bassist der Band Stahlmann bekannt ist.Spirit of Metal: https://www.spirit-of-metal.com/en/band/Nachtblut_(GER-1)
Nach der Veröffentlichung ihres fünften Albums Apostasie, welches Platz 41 in den deutschen Album-Charts erreichte, spielten Nachtblut neben einer ausgiebigen Deutschlandtour auch die erste China-Tour.
Am 21. Februar 2025 veröffentlichte Nachtblut ihr siebtes Album Todschick. Dieses Album schaffte es, am 28. Februar auf den 11. Platz der Offiziellen Deutschen Albumcharts zu steigen, und hielt eine Woche lang diese Position. Es erfolgte in dem darauffolgenden Monat eine Tour durch Deutschland, Österreich und der Schweiz mit der Pagan- und Folk-Metal-Band Sagenbringer.
Tim Karow vom Webzine Hellfire-Magazin bewertete das Album als sehr hochwertig produziert, es sei immer wieder beim Durchhören beeindruckend. Es wurde mit 10 von 10 Punkten ausgezeichnet. 7 von 10 Punkten wurden für Metal.de verliehen. Die Musiker „holen alte Fans mühelos ab und könnten manche Zweifler überzeugen“ schrieb Jannik Kleemann.
Musikstil und Texte Die oft blasphemisch oder menschenfeindlich wirkenden Texte der Band schildern bei genauem Hinhören oft gesellschaftliche Missstände (Augenschein, Des kleinen Herzens letzter Schlag, Schreckenschor) oder antichristliche (Kreuzritter, Ketzer) bzw. antiislamistische Themen (Heiliger Krieg, Des Menschen Kunst Blindheit zu säen). Der Text Die Blutgräfin handelt von der Legende um die ungarische Gräfin Erzsébet Báthory, die dem Mythos nach Anfang des 17. Jahrhunderts Mädchen in ihr Schloss bringen ließ und sie dort zu Tode folterte. Auch andere realgeschichtliche, aber auch mythologische Geschichten sind Themen der Texte (Gedenket der Toten, Hexe; Sturz des Ikarus und Ijobs Botschaft).
Dazu Askeroth:
In Des kleinen Herzens letzter Schlag wird das Rechtssystem in Deutschland kritisiert:
In dem Lied Heiliger Krieg geht es um Nicholas Berg, der im Mai 2004 von islamistischen Extremisten hingerichtet wurde.
Die Band spielt melodischen Dark Metal, wobei manche Stücke in ihrer Spielweise an Rammstein erinnern lassen. Metalglory bezeichnet den Gesang als eine Mischung aus Michael Roth und Dani Filth. Bei ihren Auftritten und in ihrem Musikvideo zum Lied Antik verwenden die Musiker Corpsepaint, was hauptsächlich von Musikern in der Black-Metal-Szene verwendet wird.
Diskografie
Alben 2007: Das Erste Abendmahl (Eigenveröffentlichung) 2009: Antik (Eigenveröffentlichung, 2011 von Napalm Records mit Bonusmaterial wiederveröffentlicht) 2012: Dogma (Napalm Records) 2014: Chimonas (Napalm Records) 2017: Apostasie (Napalm Records) 2020: Vanitas (Napalm Records) 2025: Todschick (Napalm Records)
Musikvideos 2011: Antik 2012: Ich trinke Blut 2014: Wie Gott sein 2014: Wien 1683 (Lyric-Video) 2016: Kalt wie ein Grab 2017: Amok (Lyric-Video) 2017: Lied Für die Götter 2017: Multikulturell 2020: Das Puppenhaus 2020: Leierkinder 2020: Meine Grausamkeit kennt keine Grenzen 2020: Die Toten vergessen nicht (Lyric-Video) 2025: Todschick 2025: Das Leben Der Anderen 2025: Stirb Langsam
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Einzelnachweise
Kategorie:Deutsche Band Kategorie:Dark-Metal-Band