Alexander Willy Grunwald,Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Charlottenburg I, Nr. 240/1898 (kostenpflichtig abrufbar auf Ancestry.com) auch Willi Grunwald (* 14. Februar 1870 in Lingen; † 8. Mai 1945 in BerlinLandesarchiv Berlin, Sterberegister Standesamt Schöneberg von Berlin, Nr. 2197/1945 (kostenpflichtig abrufbar auf Ancestry.com)), war ein deutscher Schauspieler, Filmregisseur und Theaterintendant.

Leben Willy Grunwald wurde in Lingen geborenBöttcher, S. 139; bei Mlynek-Röhrbein (1994), S. 468, wird fälschlicherweise Hannover als Geburtsort angegeben. Nach Schulausbildung und Schauspielausbildung in Hannover hatte er 1890 sein Debüt in einem Theater der Stadt. Nach Engagements in Gera, Görlitz, Krefeld und Göttingen ging er 1900 an das Lessingtheater in Berlin. 1912 gründete er mit Gerhart Hauptmann das Deutsche Künstlertheater in Berlin, dessen Direktor er wurde. Von 1921 bis 1924 war er Intendant in HannoverKatenhusen S. 70ffMlynek-Röhrbein (1991) S. 157 und übernahm 1923/24 zugleich die Leitung der dortigen Schauburg.Hugo Thielen: Grunwald, Willy (Wilhelm). In: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 139, online über Google-Bücher 1924 wurde er Intendant am Drei-Städte-Theater Oberhausen-Hamborn-Gladbeck.Lepges S. 24 und 211Böttcher S. 139 Aber bereits im März 1925 wurde als Folge der Weltwirtschaftskrise der Theaterverbund aufgelöst und Grunwald verließ Oberhausen.

Von 1917 bis 1941 war Grunwald als Filmregisseur, Darsteller und Drehbuchautor tätig. Er verstarb am letzten Tag des Zweiten Weltkriegs an den Folgen eines Treppensturzes.

Filmografie Regie 1917: Frau Lenes Scheidung 1918: Opfer der Gesellschaft 1918: Haben Sie Fritzchen nicht gesehen? (auch Drehbuch) 1918: Der falsche Demetrius 1918: Die Vase der Semirames (auch Drehbuch) 1919: Die Hochzeitsreise 1919: Die siebente Großmacht 1919: Die schwarze Locke 1919: Das Ende vom Liede 1919: Nach dem Gesetz 1920: Graf Sylvains Rache

Darsteller 1928: Schinderhannes 1936: Schabernack 1941: Ohm Krüger

Literatur Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9 (Google Books). Ines Katenhusen: Kunst und Politik. Hannovers Auseinandersetzungen mit der Moderne in der Weimarer Republik. Band 5. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1998, ISBN 3-7752-4955-9. Gerd Lepges: Weiterspielen – 90 Jahre Theater Oberhausen 1920–2010. Verlag Karl Maria Laufen, Oberhausen 2010, ISBN 978-3-87468-256-5. Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.): Geschichte der Stadt Hannover. Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Schlütersche Verlagsanstalt und Druckerei, Hannover 1994, ISBN 3-87706-364-0 (Google Books) Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.): Hannover Chronik. Von den Anfängen bis zur Gegenwart: Zahlen, Daten, Fakten. Schlütersche Verlagsanstalt und Druckerei, Hannover 1991, ISBN 3-87706-319-5.

Weblinks

Willi Grunwald bei cyranos.ch

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Person (Stummfilm) Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Theaterintendant Kategorie:Intendant (Hannover) Kategorie:Ensemblemitglied des Schauspiels Hannover Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1870 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann