Ian Millar, CM (* 6. Januar 1947 in Halifax, Nova Scotia) ist ein ehemaliger kanadischer Springreiter, Weltmeister und Olympiasilbermedaillengewinner.

Aufgrund seiner langen Sportlerkarriere und seiner Leistungen bekam er den Spitznamen „Captain Canada“. Er hält seit den Olympischen Spielen 2012 den Rekord für die meisten Teilnahmen bei Olympischen Spielen mit zehn Teilnahmen.

Karriere mini|Ian Millar und Dixson, Sieger im Großen Preis des CSIO Spruce Meadows Masters 2014 Millar wuchs in Ottawa als Sohn eines Militärangehörigen auf. Früh interessierte er sich für Pferde. Als er zehn Jahre alt war, wurde sein Vater nach Alberta verlegt. Die Familie verbrachte einen Sommer am Gull Lake in der Nähe von Lacombe. Dort lieh Ian Millar sich ein Pferd bei einem Rancher, der hier Pferde zum Reiten vermietete. Über den Sommer hinweg half er dem Rancher bei seinem Geschäft und konnte im Gegenzug so viel reiten wie er wollte. Im Herbst desselben Jahres begann er in Edmonton Reitunterricht zu nehmen.In Conversation with Ian Millar, Jeremy Freeborn / The Canadian Encyclopedia, 9. September 2014The Millars pack a punch, Kristina Rutherford / CBC Sports, 4. Juli 2008Rider Biographies: Ian Millar, horse-canada.com

Seinen ersten Start in einem Nationenpreis im Springreiten hatte Millar im Jahr 1971. Von 1972 an war er bis auf zwei Ausnahmen (Weltreiterspiele 2002, Olympische Spiele 2016) Mitglied in jeder kanadischen Springreitermannschaft bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Panamerikanischen Spielen. Zwischen 1983 und 2014 war Ian Millar elf Mal kanadischer Meister im Springreiten, von 1986 bis 1991 gewann er den Titel durchgängig.Canadian Show Jumping Championships – 1976 to present, Equestrian Canada, abgerufen am 7. Januar 2018

Seine größten Erfolge feierte Millar mit dem Wallach Big Ben: Siege in weltweit mehr als 40 Große Preisen, darunter zwei Mal der Gewinn des Großen Preises des Spruce Meadows Masters und sechs Derbysiege in Spruce Meadows.Big, Big Ben, Leslie Threlkeld / eventingnation.com, 23. Juni 2010 In jene Zeit fallen die Siege der Weltcupfinals 1988 und 1989, drei Teilnahmen an drei Olympischen Spielen sowie der Gewinn der Einzel-Goldmedaille bei den Panamerikanischen Spielen 1987.

Nachdem Ian Millar bereits 1980 bei den von den boykottierenden Staaten ausgerichteten Olympia-Ersatzwettbewerben Mannschaftsgold gewonnen hatte, dauerte es bis 2008, bis er erstmals eine richtige olympische Medaille überreicht bekam: Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 gewann er im Team mit Jill Henselwood, Eric Lamaze und Mac Cone die Silbermedaille. Gleiches gelang bei den Panamerikanischen Spielen 2015 in Toronto, wo Ian Millar Dixson ritt. (englisch)

Zum dritten Mal gewann Millar den inzwischen mit 1,5 Millionen kanadischen Dollar dotierten Großen Preis des Spruce Meadows Masters 2014, er ritt hier Dixson.CSIO5* - Calgary, Spruce Meadows AB (CAN) (10/09/2014 - 14/09/2014), Grand Prix Two Rounds Im Vorfeld der Olympischen Spiele 2016 musste Dixson operiert werden. Er stand mit seinem Zweitpferd Teddy du Bosquetiau zwar auf der Longlist der Kanadier, wurde jedoch anders als seine Tochter Amy nicht nominiert.Olympia ohne Kanadas Rekordolympionike Millar, sport.de, 15. Juli 2016

Im Jahr 1986 wurde er Member of the Order of Canada und 1996 wurde er in die Hall of Fame des kanadischen Sports aufgenommen., Canada's Sports Hall of Fame

Am 1. Mai 2019 beendete Millar seine aktive Karriere.

Privates Im März 2008 starb seine Frau Lynn an Krebs. Millars Kinder Jonathon und Amy sind als Springreiter ebenfalls international für Kanada am Start.CSIO**** Wellington (USA): Lauren Hough gewinnt 150.000 Dollar-Springen, St. Georg, 8. März 2011. Gemeinsam betreiben sie eine Farm in Perth in der kanadischen Provinz Ontario.

Wichtige Pferde Big Ben (1976–1999), Belgischer Fuchs-Wallach, Vater: Etretat, Muttervater: Flevo Ivar (* 1990), brauner KWPN-Wallach, Vater: Maykel, Muttervater: Pastrocio; 2001 aus dem Sport verabschiedetFEI-Pferdedatenbank: Ivar Dorincord (* 1991), brauner Hannoveraner-Wallach, Vater: Drosselklang II, Muttervater: DaimyoFEI-Pferdedatenbank: Dorincord Promise me (* 1994), KWPN-Fuchswallach, Vater: Lauriston, Muttervater: Ahorn; später von Maja Friberg gerittenFEI-Pferdedatenbank: Promise me In Style (1995–2015), brauner Holsteiner Wallach, Vater: Acord II, Muttervater: LordFEI-Pferdedatenbank: In StyleIn Memoriam - In Style - 1995-2015, horsejournals.com, 5. October 2015 Star Power (* 2001), brauner KWPN-Wallach, Vater: Quick Star, Muttervater: Calvados; zuletzt 2016 im Sport eingesetztFEI-Pferdedatenbank: Star Power Dixson (* 2003), brauner Belgischer Wallach, Vater: Vigo d'Arsouilles, Muttervater: OliscoFEI-Pferdedatenbank: Dixson

Erfolge Olympische Sommerspiele: 1972, München: mit The Shoeman 6. Platz mit der Mannschaft 1976, Montreal/Bromont: mit Count Down 5. Platz mit der Mannschaft 1984, Los Angeles: mit Big Ben 14. Platz im Einzel und 4. Platz mit der Mannschaft 1988, Seoul: mit Big Ben 15. Platz im Einzel und 4. Platz mit der Mannschaft 1992, Barcelona: mit Big Ben 54. Platz im Einzel und 9. Platz mit der Mannschaft 1996, Atlanta: mit Play it Again 47. Platz im Einzel und 16. Platz mit der Mannschaft 2000, Sydney: mit Dorincord 13. Platz im Einzel und 9. Platz mit der Mannschaft 2004, Athen: mit Promise me 22. Platz im Einzel 2008, Hongkong: mit In Style 22. Platz im Einzel und 2. Platz mit der Mannschaft 2012, London: mit Star Power 9. Platz im Einzel und 5. Platz mit der Mannschaft

Olympia-Ersatzwettbewerbe der boykottierenden Staaten: 1980, Rotterdam: mit Brother Sam 1. Rang in der Mannschaftswertung

Weltmeisterschaften/Weltreiterspiele: 1978, Aachen: mit Brother Sam 9. Platz im Einzel und 4. Platz mit der Mannschaft 1982, Dublin: mit Wunderbar 49. Platz im Einzel und 5. Platz mit der Mannschaft 1986, Aachen: mit Big Ben 10. Platz im Einzel und 4. Platz mit der Mannschaft 1994, Den Haag: mit Future Vision 27. Platz im Einzel und 7. Platz mit der Mannschaft 1998, Rom: mit Mont Cenis 38. Platz im Einzel und 10. Platz mit der Mannschaft 2006, Aachen: mit In Style 90. Platz im Einzel und 13. Platz mit der Mannschaft 2014, Caen: mit Dixson 36. Platz im Einzel und 8. Platz mit der Mannschaft

Panamerikanische Spiele: 1979, San Juan: mit Brother Sam 3. Platz im Einzel und 2. Platz mit der Mannschaft 1983, Caracas: mit Foresight 5. Platz im Einzel und 2. Platz mit der Mannschaft 1987, Indianapolis: mit Big Ben 1. Platz im Einzel und 1. Platz mit der Mannschaft 1991, Havanna: mit Future Vision 22. Platz im Einzel und 2. Platz mit der MannschaftThe Show Jumping Team won a silver medal at the 1991 Pan Am Games, horse-canada.comTeam Millar: Ian Millar, millarbrookefarm.com 1995, Mar del Plata: mit Mistral 26. Platz im Einzel und 7. Platz mit der MannschaftThe Show Jumping Team won a silver medal at the 1991 Pan Am Games, horse-canada.com, toronto2015.org 1999, Winnipeg: mit Ivar 1. Platz im Einzel und 3. Platz mit der Mannschaft 2003, Santo Domingo: mit Promise me 7. Platz im Einzel und 5. Platz mit der Mannschaft 2007, Rio de Janeiro: mit In Style 4. Platz im Einzel und 2. Platz mit der Mannschaft 2011, Guadalajara: mit Star Power 24. Platz im Einzel und 4. Platz mit der Mannschaft 2015, Toronto: mit Dixson 16. Platz im Einzel und 1. Platz mit der Mannschaft

Weltcupfinale: 1980, Baltimore: 14. Platz mit Year of the Cat 1984, Göteborg: 18. Platz mit Wotan 1985, West-Berlin: 8. Platz mit Big Ben 1986, Göteborg: 2. Platz mit Big Ben 1987, Paris: 5. Platz mit Big Ben 1988, Göteborg: 1. Platz mit Big Ben 1989, Tampa: 1. Platz mit Big Ben 1990, Dortmund: 12. Platz mit Czar 1991, Göteborg: 15. Platz mit Czar 1992, Del Mar: 40. Platz mit Big Ben 1993, Göteborg: 37. Platz mit Future Vision 1997, Göteborg: 28. Platz 2000, Las Vegas: 30. Platz mit Ivar 2007, Las Vegas: 15. Platz mit In StyleWichtige Erfolge von Ian Millar, fei.org

Weblinks

Internetpräsenz von Ian Millar

Einzelnachweise

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