Antenne Brandenburg ist die Popwelle des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), die auf das gleichnamige Programm des Rundfunks der DDR zurückgeht, das wiederum aus dem Sender Potsdam hervorgegangen ist.

Programm mini|Logo bis Oktober 2019 mini|Älteres Logo Antenne Brandenburg sendet hauptsächlich Musik, aber auch regionale Information für das Land Brandenburg. Die Musikauswahl bewegt sich zwischen Soft-Pop, Oldies, deutschen und auch aktuellen Hits. Schon seit der Wende ist Antenne Brandenburg der meistgehörte Sender Brandenburgs. Das Programm wird auseinandergeschaltet, um immer zur halben Stunde (:30) für die Regionen Cottbus, Frankfurt (Oder), Potsdam, Perleberg und Prenzlau (letztere nur 05:30–11:30 Uhr) regionale Nachrichten und Service-Informationen auszustrahlen.Sendeschema, Regionen mit Link auf die aktuellsten Nachrichtenausgaben; Antenne Brandenburg. Von Montag bis Freitag gibt es zwischen 14 Uhr und 17 Uhr regionale Magazine (nicht aus Perleberg und Prenzlau). Abends von 22 Uhr bis 24 Uhr gibt es Musik ohne Unterbrechung unter dem Namen „Die schönste Musik“. Bis 2. Juli 2023 produzierte Antenne Brandenburg an dieser Stelle im wöchentlichen Wechsel (zwischen Potsdam und Berlin) zusammen mit rbb 88,8 die Sendung Pop nach zehn. Die ARD-Hitnacht wird täglich vom MDR in der Zeit von 0 Uhr bis 5 Uhr, am Wochenende und Feiertagen bis 6 Uhr, übernommen.

Geschichte Nach Ende des Zweiten Weltkriegs begann in der Sowjetischen Besatzungszone am 8. August 1945 der Provinzfunk Mark Brandenburg als Regionalprogramm des Berliner Rundfunks, bald umbenannt in Mark Brandenburg Funk. Am 20. Juni 1946 erhielt Brandenburg mit dem Landessender Potsdam einen eigenen Sender (564 kHz), dessen Redaktion sich in der Kapellenbergstraße 4 (heute Puschkinallee) in Potsdam befand.Karl-Heinz Mosgraber: Das 1000-jährige Potsdam und der Rundfunk. In: Mit uns zieht die neue Zeit … 40 Jahre DDR-Medien. 1994, S. 48; books.google.de radioeins.de, 2015. Im Mai 1948 ging der 20-kW-Sender Golm in Betrieb. 1949 wurde ein Studio in Cottbus eingerichtet (Haus des Kulturbundes, Wilhelm-Külz-Straße 11). radioeins.de, 2015. Intendant des Landessenders Potsdam war Roland Beutner.World-Radio Handbook for Listeners. 1950–1951, S. 27.

Im Zuge der Auflösung der Länder und Schaffung der Bezirke im Jahr 1952 wurden alle Sender und Studios in der DDR dem Staatlichen Rundfunkkomitee unterstellt.Verordnung über die Bildung des Staatlichen Rundfunkkomitees vom 14. August 1952. GBl. S. 733. (PDF; 0,2 MB). Verordnung über das Staatliche Rundfunkkomitee vom 18. Oktober 1956. GBl. I S. 1181. (PDF; 0,2 MB) mit Statut. Cottbus erhielt einen eigenen MW-Sender in Groß Gaglow und übernahm 1957 aus Görlitz die sorbische Redaktion, dazu den UKW-Sender Landeskrone.Programmbeispiel: Rundfunk- und Fernsehprogramm (), 1958 Heft 9. (PDF; 9,0 MB). Auch Potsdam gestaltete ab 1956 wieder Eigenprogramme, die bald von Radio DDR in den Berliner Rundfunk und die Berliner Welle reintegriert wurden.Programmbeispiel: Funk und Fernsehen der DDR (), 1960 Heft 33. (PDF; 46 MB). S. 11 ff., Montag bis Freitag. 1963 nahm das 1953 in der Bezirksdirektion der Deutschen Post eingerichtete Studio in Frankfurt (Oder) Eigenprogramme auf. Die Sendungen aus Potsdam und Frankfurt liefen bis 1970 auf den Frequenzen des Berliner Rundfunks,Programmbeispiel: Funk und Fernsehen der DDR (), 1969 Heft 13. (PDF; 19 MB). S. 11 ff., Montag bis Freitag/Samstag. dann – wie zuvor schon die der anderen Bezirkssender – auf den Frequenzen von Radio DDR II. Mitte der 1970er Jahre zog das Studio Frankfurt in die Wildenbruchstraße 12.

Nach der Wende bildeten die Sender Potsdam, Frankfurt und Cottbus das Hörfunkprogramm Antenne Brandenburg, das am 6. Mai 1990Mitschnitt im radioeins-Medienmagazin vom 1. Mai 2010 zu den Kommunalwahlen als erstes der Landesprogramme für die sich bildenden neuen Länder auf Sendung ging (die übrigen folgten am 1. Juli zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion). Brandenburger Landesrundfunkdirektor wurde Alexander Jereczinsky. Nach der Wiedervereinigung wurde Antenne Brandenburg in Trägerschaft der Einrichtung nach Art. 36 Einigungsvertrag fortgeführt. Kurzzeitig wurde dessen Brandenburger Fernsehbereich, der Landessender Brandenburg (LSB), von August bis Dezember 1991 ebenfalls Antenne Brandenburg genanntFF dabei (), 1991 Heft 32, ab 12. August 1991 (dann ORB Fernsehen). Im Januar 1992 ging der Hörfunksender auf den Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB), im Mai 2003 auf den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) über. Neue Studios wurden 1993 in Prenzlau (Ahornweg 3) Chronik der ARD, 21. April 1993. und 1995 in Perleberg (Berliner Straße 1) Chronik der ARD, 23. Mai 1995. eröffnet. 1998 zog das Studio Cottbus in die Berliner Straße 155, Chronik der ARD, 31. Januar 1998. 2001 das Funkhaus Potsdam in die Marlene-Dietrich-Allee 20 (Babelsberg),Potsdam. Über den RBB, 11. Mai 2018) 2007 das Studio Frankfurt in die Logenstraße 8 (Oderturm) Chronik der ARD, 5. September 2007. und das Studio Prenzlau auf den Marktberg 13. Chronik der ARD, 24. September 2007.

Persönlichkeiten Aktuelle Moderatoren bei Antenne Brandenburg sind Marcus Asmus, Monique Ehmke, Marie Günther, Andreas Flügge, René Hausmann, Olaf Kosert, Inez Lang, Christian Matthée, Franziska Maushake, Christofer Hameister, und Sarah Schiwy (Stand 2020). Für die Regionalstudios sind außerdem Anke Blumenthal und Jasmin Schomber für Cottbus, Dilan Polat für Frankfurt (Oder) und Catarina Zanner für Potsdam tätig. Die zusammen mit rbb 88,8 ausgestrahlte Sendung Pop nach Zehn wurde u. a. von Monique Ehmke, Claudia Heber und Sarah Schiwy moderiert. Alle drei Moderatoren sind nun zu verschiedenen Zeiten und aus verschiedenen Studios im Tagesprogramm zu hören.

Sendungen +Montag bis Freitag:UhrzeitSendungModerationBesonderheiten00:00–05:00 UhrARD-Hitnachtwechselnde Moderatoren vom Mitteldeutschen Rundfunk05:00–10:00 UhrGuten Morgen BrandenburgMarie Günther & Christofer Hameister oder Anneli Rienecker & Marcus Asmuswöchentlicher Wechsel der Moderatoren10:00–14:00 UhrHallo BrandenburgCatarina Zanner oder René Hausmannwöchentlicher Wechsel der Moderatoren14:00–17:00 UhrAntenne am Nachmittagwechselnde Moderatoren aus den rbb-Studios Potsdam, Cottbus oder Frankfurt (Oder)17:00–20:00 UhrAntenne am Abendwechselnde Moderatoren19:00 Uhr: Das Sandmännchen20:00–00:00 UhrDie schönste Musik!vollautomatisiertes MusikprogrammDienstags: Brandenburger Begegnungen oder Antenne Gespräch (20:00–21:00 Uhr) Donnerstags: Antenne Szene (20:00–21:00 Uhr) +Samstag und SonntagUhrzeitSendungModerationBesonderheiten00:00–06:00 UhrARD-Hitnachtwechselnde Moderatoren vom Mitteldeutschen Rundfunk06:00–10:00 UhrGuten Morgen Brandenburgwechselnde Moderatoren10:00–15:00 UhrHallo BrandenburgCatarina Zanner oder René Hausmann15:00–20:00 UhrSamstag: Das Wochenende Sonntag: Die Antenne Chartswechselnde Moderatoren Karsten Minnich19:00 Uhr: Das Sandmännchen20:00–00:00 UhrDie schönste Musik!vollautomatisiertes Musikprogramm

Sendegebiet / Empfang Das Sendegebiet ist das Land Berlin und Brandenburg.

Antenne Brandenburg kann terrestrisch über UKW und das Digitalradio DAB+ in Brandenburg und Berlin empfangen werden. In Berlin und Potsdam ist es auch über das analoge Kabelnetz empfangbar. In Deutschland wird es über das digitale Kabelnetz (DVB-C) von Kabel Deutschland verbreitet. Europaweit sendet der Radiosender sein Programm digital über Satellit ASTRA 1H (DVB-S). Außerdem kann man Antenne Brandenburg über einen Livestream (Internet- oder Webradio) hören.

Seit 30. August 2021 wird die Sendung „Guten Morgen Brandenburg“ auch als Visual Radio im RBB Fernsehen ausgestrahlt.

+ Analog (Ultrakurzwelle) Frequenz[MHz] Region / Welle Sendestandort Leistung[kW] 99,7 Berlin und Havelland Berlin, Alexanderplatz 100 106,6 Prignitz Pritzwalk 100 99,4 Uckermark Prenzlau 0,5 91,1 Casekow 20 87,6 Märkisch-Oderland Booßen (Frankfurt(Oder)) 10 106,2 Teltow-Fläming Belzig 100 98,6 Oberspreewald und Lausitz Calau 100 100,9 Spree-Neiße Guben 6,3

mini|Antenne Brandenburg auf DAB+ + Digital (DAB+) Kanal Region / Welle Sender Leistung[kW] 7D Berlin Berlin, Alexanderplatz 10Berlin, Scholzplatz 10 10B 25 Märkisch-Oderland Booßen (Frankfurt(Oder)) 10 Prignitz Pritzwalk 10 Cottbus Cottbus 1 Oberspreewald und Lausitz Calau 10 Uckermark Casekow 10 Templin 5 Potsdam-Mittelmark Belzig 10 Von 1990 bis 1993 wurde Antenne Brandenburg zudem vom Sender Königs Wusterhausen über der Mittelwellen-Frequenz 693 kHz als Nachfolger des Berliner Rundfunks ausgestrahlt.

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Einzelnachweise

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