miniatur|Atelierhaus mit Skulptur von Hermann Focke an der Erwin-von-Witzleben-Straße miniatur|Atelierhaus mini|Bassin des Atelierhaus mit Großer Venus (Schreitender) von Robert Ittermann (1937), im September 2016

Das Atelierhaus für „junge noch unverheiratete Maler und Bildhauer“ an der Else-Gores-Straße 12 (bis 2025 Franz-Jürgens-Straße) in Düsseldorf-Golzheim wurde 1936/37 nach einem Entwurf von Hans Junghanns im Stil der Heimatschutzarchitektur erbaut. Das als „Künstlergemeinschaftshaus mit 12 Ateliers und einem Ausstellungsraum“ konzipierte Gebäudeensemble befindet sich im Eigentum der Stadt DüsseldorfAntwort des Beigeordneten Hans-Georg Lohe im Kulturausschuss der Stadt Düsseldorf am 21. Juni 2012 auf eine Anfrage der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema „Ateliersituation“, Drucksache 41/84/2012 () und ist Bestandteil einer bis heute bestehenden „Künstlersiedlung“ mit Musterbauten der Reichsausstellung Schaffendes Volk von 1937, die unter Einschluss des heutigen Nordparks sowie weiterer Anlagen auch den Namen „Siedlung Schaffendes Volk“ und dann „Schlageterstadt“ führte. Im Zuge der Reichsausstellung wurde das nordwestlich gelegene Gelände der sogenannten „Neuen Kunstakademie“ mit 52 Künstlerwohnungen und -ateliersVgl. Das Ausstellungsgebiet und dessen Anschluss an das Stadtzentrum im Jahre 1935, Webseite im Portal schaffendesvolk1937.de, abgerufen am 5. Juni 2016 zugunsten von Ausstellungshallen überplant. Die „Künstlersiedlung“ an der heutigen Else-Gores-Straße (1936 Sodenstraße, ab 1937 Ernst-Schwarz-StraßeErnst-Schwarz-Straße, benannt nach Professor Ernst Schwartz (* 1883 in Breslau; 1932 in Berlin), deutscher Maler und Grafiker, SA-Truppenführer, ermordet durch Kommunisten am 19. Januar 1932 in Berlin-Frohnau, siehe Adressbuch der Stadt Düsseldorf 1938 und 1940; bis 2025 Franz-Jürgens-Straße) bot einen Ersatz für nur 22 der Künstler.Vgl. Denkmalgutachten des Landschaftsverbandes Rheinland – Elke Janßen-Schnabel – vom 4. Oktober 2011, S. 5 Sie steht als Teil des Denkmalbereichs „Golzheimer Siedlung“ seit 2014 unter Denkmalschutz., Webseite im Portal duesseldorf.de, abgerufen am 5. Juni 2016

Beschreibung Das zweigeschossige Gebäude mit U-förmigem Grundriss zeigt geschlämmtes weißes Mauerwerk und ein ziegelgedecktes Walmdach. An der Nord- und Ostseite zeigen sich gebäudehohe Atelierfenster. Die Ateliers besitzen eine Galerie. Unter der Galerie befinden sich die Nebenräume und die Küche. Im Hof befindet sich ein Wasserbecken mit der Skulptur Große Venus von Robert Ittermann. Es wurde als „bemerkenswertes Beispiel einer besonderen Bauaufgabe“ 13 in die Denkmalliste aufgenommen. Teil des Denkmals ist auch der Innenhof mit Wasserbecken und Skulptur.

Bewohner/Nutzer

Als erste bezogen folgende Künstler Ateliers:Vgl. Nr. 98 in Liste der Häuser, Bauherren und Architekten, Webseite im Portal schaffendesvolk1937.de, abgerufen am 5. Juni 2016

Joseph Pieper, Kunstmaler, 1937–1945, Atelier 1 Hermann Gockel, Maler, 1937–1952, Atelier 2 Hans Vilz, Kunstmaler, 1937–1946, Atelier 3 Fritz Peretti, Bildhauer, 1937–~1972, Atelier 10 Wilhelm Hartz, Kunstmaler, 1937–1945 Adolf Dell, Maler und Schauspieler, 1937–1943 Walter Rall, Architekt, 1937–1940 Christ. Siegel, Bildhauer Anneliese Schlosser, Malerin, 1938–? Ernst Brand-Pagés, Maler, 1937–1938 Paul Goebels, Architekt, 1937–1938 Robert Ittermann, 1937–1943 Fritz Klaszius († 1970), Maler, 1937–1947

Später wohnten und/oder arbeiteten dort u. a.: Marcus Schwier und Renata Jaworska, Atelier 11 Alice Koch-Gierlichs Carl Vilz, 1942–1945, Atelier 12 Thomas Häfner, Maler, 1961–1985, Atelier 4 Bruno Goller, Atelier 3 Peter Janssen, 1948–1956, Atelier 7

Literatur Jörg A. E. Heimeshoff: Denkmalgeschützte Häuser in Düsseldorf, mit Garten- und Bodendenkmälern. Nobel, Essen 2001, S. 96.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Baudenkmal in Düsseldorf Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren Kategorie:Bauwerk in Golzheim (Düsseldorf) Kategorie:Denkmalgeschütztes Bauwerk in Düsseldorf Kategorie:Künstlerhaus Kategorie:Reichsausstellung Schaffendes Volk