Bruno Griesel (* 17. Februar 1960 in Jena) ist ein deutscher Maler, Zeichner und Druckgrafiker.
Leben Bruno Griesel ist als zweiter von drei Söhnen des Agrarwissenschaftlers Alois Griesel und seiner Ehefrau Hildegard (geb. Germar) geboren. Die Familie war zunächst in Jena ansässig, ist jedoch später nach Kleingera ins Voigtland umgezogen, wo der Vater eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft leitete. Im Jahr 1971 zog die Familie weiter nach Leipzig, wo der Vater das Hopfenkontor leitete. Bruno Griesel besuchte die Polytechnische Oberschule und wechselte 1975 in die EOS Humboldt Leipzig, wo er wegen politischer Nichttragbarkeit 1976 relegiert wurde. Er begann danach eine Lehre als Modelltischler in Leipzig.
Im Anschluss studierte er Malerei an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst: (1981–1986) bei Volker Stelzmann, Wolfgang Peuker und ab dem 3. Studienjahr in der Fachklasse bei Bernhard Heisig. Von 1986 bis 1989 war er im Meisterschülerstudium bei Bernhard Heisig. Er arbeitet seit 1989 als freischaffender Künstler in Leipzig und ist ein Vertreter der Neuen Leipziger Schule.Claus Baumann: Die Leipziger Schule – blick in die sammlung/6. Sächsische Kunstwerk, 2005. 1985 schuf Griesel als Auftragswerk der FDJ für die Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“ das Gemälde Diskussion (Öl, 141 × 170 cm).Petra Roettig: Junge Kunst im Auftrag. Die Jugendhochschule „Wil-helm Pieck“. In: Monika Flacke (Hrsg.): Auftragskunst der DDR 1949 – 1990. Klinkhardt & Biermann, München/Berlin, 1995; Abbildung S. 346
Griesel lebt in seinem Atelierhaus in Straguth bei Zerbst in Sachsen-Anhalt. Er war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Griesels (unvollständig)
Leipzig: Museum der bildenden Künste Leipzig: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Weiteres Werkbeispiel
Stadtlandschaft Leipzig (1987; Öl, 140 × 95 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR)
Ausstellungen und Messen 2024: „Im Reich der Diana“ (27. April bis 3. November 2024) / Schloss MoritzburgJulian Wolf: Leipziger Maler stellt in seinem Sehnsuchtsort Moritzburg aus. In: samstagSZ (Landkreis Meißen) vom 4. Mai 2024, S. 1. 2013: Art Karlsruhe / Kunstmühle Salzburg 2012: Art Karlsruhe / Kunstmühle Salzburg 2011: munich contempo / Kunstmühle Salzburg 2010: „Bruno Griesel – 50“, Galerie am Sachsenplatz, Leipzig 2009: „Selection Art Fair 2009“, Basel, Jörg Heitsch Galerie 2009: ART.FAIR, Köln, Jörg Heitsch Galerie 2009: „Zeitgenössischer Barock“, Jörg Heitsch Galerie, München 2008: Art Karlsruhe / Galerie ARTHUS 2008: „Nach Tiepolo“, Kunstraum Gerdi Gutperle 2008: „Aufbruch der Moderne“, Jörg Heitsch Galerie, München 2007: ART.FAIR Köln / Soloshow Alp Galleries 2007: Art Karlsruhe / Galerie ARTHUS 2007: Liste Köln / Galerie ARTHUS 2007: „GRIESEL – Aufbruch der Moderne“, Alp Galleries, Frankfurt 2007: „Festival-Satyra ist 30“, Galerie Satyra, Kronberg 2006: art miami / Alp Galleries 2006: Art Karlsruhe / Galerie ARTHUS 2006: Galerie „VNG“ Leipzig 2004: „Arbeiten auf Papier“ Stadtbau AG, Leipzig 2003: Shanghai SPRING ART SALON / Alp Galleries 2003: „Annunciation“, Alp Galleries, New York 2000: „Die Farbe Gelb“, Deutsche Post, Bonn 2000: „The 90th“, Alp Galleries, New York 1999: „Rencontres“, Jas de la Rimade, Frankreich 1999: „Gemälde und Arbeiten auf Papier der Neunziger I“, Hotel Königshof, Bonn 1999: „Gemälde und Arbeiten auf Papier der Neunziger II“, Bahnhof Oberkassel, Bonn 1996: „Hommage à Marguerite Duras“, Jas de la Rimade, Frankreich 1996: „Solemnis“, Galerie Satyra, Kronberg 1993: „Les chants de Maldoror“, Galerie Peter Lang, Leipzig 1993: „West-Östlicher Diwan 1993“, Galerie Satyra, Kronberg 1990: Group Show „Das Wesen des Schönen“, Shiseido Art Space Gallery, Tokyo, Japan 1989: Group Show „225 Jahre Kunstakademie“, Leipzig 1986: Beteiligung an der Ausstellung Duisburger Akzente 1987/1988: Beteiligung an der X. Kunstausstellung der DDR in Dresden 1986: Beteiligung an der Ausstellung „Anzeichen. Junge Künstler im Bezirk Leipzig“ im Lindenau-Museum Altenburg
Literatur Günter Bauer (Hg.): Bruno Griesel. Neue Leipziger Schule. Retrospektive, Petersberg: Imhof 2019, ISBN 978-3-7319-0775-6. Griesel, Bruno. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 279 Claus Baumann: Die Leipziger Schule – blick in die sammlung/6. Sächsische Kunstwerk, 2005, ISBN 3-9809160-4-9. Das neue Jahrhundert, Katalog zur gleichnamigen Ausstellung Große Sächsische Kunstausstellung. Ars Avanti, 2005, ISBN 3-00-016811-7. 77 Kuenstlerwege, Kunst Werk Material. ars momentum Kunstverlag GmbH, 2004, ISBN 3-938193-01-8. Shanhai Spring Art Salon. Shanhai Bookstore Publishing House, 2003, ISBN 7-80678-139-0. Neuer Leipziger Kunstverein: Bildende Künstler in Leipzig, Leipzig: Passage Verlag 1994, ISBN 3-9803465-3-6. Peter Lang: Specks Hof – Kunst und Geschichte, Leipzig: Passage Verlag 1996, ISBN 3-928833-42-1.
Einzelnachweise
Weblinks Bruno Griesel – Homepage des Künstlers
von Matthias Weidemann, Artikel vom 8. Juli 2010 in der Leipziger Internet Zeitung
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