mini|Alois von Liechtenstein (2024) Erbprinz Alois Philipp Maria von und zu Liechtenstein, Graf zu Rietberg (* 11. Juni 1968 in Zürich) ist amtsausführender Stellvertreter des Fürsten von Liechtenstein und Thronfolger. Die offizielle Titulatur des Erbprinzen lautet Seine Durchlaucht (S. D.) Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein.Vgl. offizielle Internetpräsenz des Fürstenhauses
Leben Kindheit und Ausbildung Erbprinz Alois ist der älteste Sohn von Fürst Hans-Adam II. (* 1945) und der Fürstin Marie (1940–2021). Er wuchs im Schloss Vaduz auf. Wie sein Vater besuchte er die Primarschule von Vaduz und schloss das Gymnasium mit der Matura ab. Anschliessend absolvierte er eine Offiziersausbildung an der Militärakademie Sandhurst in Großbritannien. Nach der Brevetierung zum Second Lieutenant leistete er während eines halben Jahres Dienst bei den Coldstream Guards in Hongkong und London. Anschliessend studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg und schloss 1993 mit dem Magisterdiplom ab. Von September 1993 bis Mai 1996 arbeitete er bei einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen in London.
Ehe und Familie Am 3. Juli 1993 heiratete er in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Florin zu Vaduz die 1967 geborene Sophie Herzogin in Bayern (protokollarisch Prinzessin von Bayern, Herzogin in Bayern), Tochter von Max Emanuel Herzog in Bayern und Nichte des derzeitigen wittelsbachischen Familienoberhauptes Franz Herzog von Bayern.
Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Prinz Joseph Wenzel Maximilian Maria von und zu Liechtenstein, Graf zu Rietberg, * 24. Mai 1995 Prinzessin Marie Caroline Elisabeth Immaculata von und zu Liechtenstein, Gräfin zu Rietberg, * 17. Oktober 1996, verheiratet am 30. August 2025 mit Leopoldo Maduro Vollmer (* 28. Oktober 1990 in Caracas)Gregor Meier: Prinzessin Marie Caroline von und zu Liechtenstein hat sich verlobt. Landesspiegel, 22. Oktober 2024, abgerufen am 5. September 2025Traumhochzeit in Liechtenstein: Prinzessin Marie Caroline sagt "Ja". In: SWR, 30. August 2025. Prinz Georg Antonius Constantin Maria von und zu Liechtenstein, Graf zu Rietberg, * 20. April 1999 Prinz Nikolaus Sebastian Alexander Maria von und zu Liechtenstein, Graf zu Rietberg, * 6. Dezember 2000
Offizielle Aufgaben Nachdem er 1996 nach Vaduz zurückkehrte, verwaltete Erbprinz Alois das fürstliche Privatvermögen. Am 16. August 2004 übernahm er als amtsausführender Stellvertreter des Landesfürsten die Regierungsgeschäfte.gesetze.li: Fürstliche Verordnung vom 15. August 2004 betreffend die Einrichtung einer Stellvertretung (aus dem Landesgesetzblatt)
Titel, Anrede und Wappen mini|links|140px| Fürstliches Wappen Der volle Titel des Erbprinzen gemäß dem liechtensteinischen Hausgesetz ist Erbprinz von und zu Liechtenstein, Graf zu Rietberg.gemäß Hausgesetz des Fürstlichen Hauses Liechtenstein vom 26. Oktober 1993, Artikel 2, Absatz 3. In: Liechtensteinisches Landesgesetzblatt, Jahrgang 1993, Nr. 100 (Online als PDF und ).
Alle Mitglieder des Fürstenhauses Liechtenstein haben die Anrede Durchlaucht und führen das Wappen der Fürstlichen Familie.gemäß Hausgesetz 1993, Artikel 2, Absatz 5.
Seine Gattin hat abweichend vom Hausgesetz die Höflichkeitsanrede Ihre Königliche Hoheit (Schriftform I. K. H.), da sie aus dem vormals regierenden königlichen Haus Wittelsbach (Könige von Bayern, 1806–1918) stammt und daher protokollarisch in höherem Rang steht.
Auszeichnungen 8. Juni 2000: Großes Goldenes Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik ÖsterreichAufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)eliechtensteinensia 16. September 2011: Collane Verdienstorden Pro Merito Melitensi 2022: Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies (Österreichischer Zweig)
Vorfahren Ahnentafel Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein UrurgrosselternPrinzAlfred von und zu Liechtenstein(1842–1907) ⚭ 1865 PrinzessinHenriette von und zu Liechtenstein(1843–1931)ErzherzogKarl Ludwig von Österreich(1833–1896) ⚭ 1873 PrinzessinMarie Therese von Braganza(1855–1944)GrafJoseph von Wilczek(1861–1929) ⚭ 1884 GräfinElisabeth Kinsky von Wchinitz und Tettau(1865–1941)GrafZdenko Kinsky von Wchinitz und Tettau(1844–1932) ⚭ 1877 GräfinGeorgine Festetics von Tolna(1856–1934)FürstFerdinand Bonaventura Kinsky von Wchinitz und Tettau(1834–1904) ⚭ 1856 PrinzessinMarie von und zu Liechtenstein(1835–1905)FürstAdolf von Auersperg(1821–1885) ⚭ 1857 GräfinJohanna Festetics von Tolna(1830–1884)GrafJohann von Ledebur-Wicheln(1842–1903) ⚭ 1868 GräfinKaroline Czernin von und zu Chudenitz(1847–1907)GrafHeinrich Larisch von Moennich(1850–1918) ⚭ 1871 GräfinHenriette Larisch von Mönnich(1853–1916) UrgrosselternPrinz Alois von und zu Liechtenstein(1869–1955) ⚭ 1903 Erzherzogin Elisabeth Amalie von Österreich (1878–1960)Graf Ferdinand von Wilczek(1893–1977) ⚭ 1921 Gräfin Norbertine Kinsky von Wchinitz und Tettau (1888–1923)Graf Ferdinand Vincenz Rudolf Kinsky von Wchinitz und Tettau (1866–1916) ⚭ 1892 Prinzessin Aglaë Franziska von Auersperg(1868–1919)Graf Eugen von Ledebur-Wicheln(1873–1945) ⚭ 1910 Gräfin Eleonore Larisch von Moennich(1888–1975) Grosseltern30px Fürst Franz Josef II. (1906–1989) ⚭ 1943 Gräfin Georgina von Wilczek (1921–1989)Graf Ferdinand Carl Kinsky von Wchinitz und Tettau (1907–1969) ⚭ 1933 Gräfin Henriette von Ledebur-Wicheln (1910–2002) Eltern30px Fürst Hans-Adam II. (* 1945) ⚭ 1967 Gräfin Marie Kinsky von Wchinitz und Tettau (1940–2021)Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein (* 1968)
Literatur
Wer ist wer. Wer tut was. Handbuch für das Fürstentum Liechtenstein. Frank P. van Eck Verlagsanstalt 1995, Seiten VII-IX Biografien der fürstlichen Familie. Deutsches Adelsarchiv e. V. (Hrsg.): Genealogisches Handbuch des Adels (GHdA). Genealogisches Handbuch der Fürstlichen Häuser. Fürstliche Häuser Band XIV. C.A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1991, (GHdA Band 100), S. 65–84. Detlef Schwennicke (Hrsg.): Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der europäischen Staaten. Neue Folge (EST NF), Band III / 1. J.A.Stargardt Verlag, Marburg, (EST NF III/1) Tafeln 30–39. Harald Wanger: Die regierenden Fürsten von Liechtenstein. Frank P.van Eck Verlagsanstalt, Triesen 1995, ISBN 3-905501-22-8. Verfassung des Fürstentums Liechtenstein vom 5. Oktober 1921. In: Liechtensteinisches Landesgesetzblatt, Jahrgang 1921, Nr. 15, Ausgabe vom 24. Oktober 1921. Verfassungsgesetz vom 28. Juni 1984 über die Ergänzung und Abänderung der Verfassung vom 5. Oktober 1921 (Einrichtung einer Stellvertretung) . In: Liechtensteinisches Landesgesetzblatt, Jahrgang 1984, Nr. 28, Ausgabe vom 18. August 1984. Hausgesetz des fürstlichen Hauses Liechtenstein vom 26. Oktober 1993. In: Liechtensteinisches Landesgesetzblatt, Jahrgang 1993, Nr. 100, Ausgabe vom 6. Dezember 1993.
Weblinks
Erbprinz Alois beim Portal des Fürstentums Liechtenstein Die Fürstenfamilie Liechtenstein ORF 2 (15. August 2017)
Einzelnachweise
Kategorie:Thronfolger Kategorie:Prinz (Liechtenstein) Kategorie:Familienmitglied des Hauses Liechtenstein Kategorie:Absolvent der Universität Salzburg Kategorie:Träger des fürstlich liechtensteinischen Verdienstordens (Grossstern) Kategorie:Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich Kategorie:Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies (Österreich, 21. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Verdienstordens Pro Merito Melitensi (Collane) Kategorie:Liechtensteiner Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Mann