mini|hochkant=1.5|Karte von Berlin-Hellersdorf(aus: OpenStreetMap)

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Hellersdorf beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Hellersdorf des Bezirks Marzahn-Hellersdorf mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung eine der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick Der heutige Ortsteil untergliedert sich in zwei Grundbereiche: das alte Dorf mit dem späteren Gut Hellersdorf und die ab Ende der 1970er Jahre auf stillgelegten früheren Rieselfeldern entstandenen Neubaugebiete. Die Namen der neuen Straßen orientierten sich zu großen Teilen an Orten aus den DDR-Bezirken, aus denen die Bauarbeiter herangezogen wurden, einige Hauptverkehrsstraßen erhielten die Namen von DDR-Politikern wie Heinz Hoffmann, Albert Norden oder Paul Verner. Letztere Straßennamen wurden auf Beschluss des Berliner Senats ab den 1990er Jahren durch andere ersetzt. Nach der Wende entstanden weitere Neubaugebiete östlich und südlich der zuerst errichteten.

Die älteste noch erhaltene Straße ist die ursprünglich nach ihrer Richtung benannte ehemalige Kaulsdorfer Straße (seit 1937 Hellersdorfer Straße) nach Süden. Die Landsberger Chaussee (ursprünglich Chaussee nach Alt-Landsberg) im Norden gab es ebenfalls bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Als drittälteste Straße gilt die Cecilienstraße als frühe Verbindung der Dörfer Marzahn und Kaulsdorf, die zwischen 1984 und 1992 Albert-Norden-Straße hieß.

In den 1940er Jahren gab es erste Erschließungspläne jenseits der östlichen Berliner Stadtgrenze, denn auf einer Karte des Jahres 1943 sind östlich der Wuhle einige (noch namenlose) Straßenzüge angedeutet. Diese Straßenzüge waren in der Regel allerdings Wirtschaftswege der Rieselfelder.

Hellersdorf hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12619, 12627 und 12629.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAdele-Sandrock-Straße ()650 (1863–1937), Schauspielerinalign=right Bei der Erstanlage der Wohngebietsstraße 1987 hieß sie Erich-Wichert-Straße nach dem zwei Jahre vorher verstorbenen MfS-General Erich Wichert. Entlang der zweifach abgewinkelten und sich durch das Wohngebiet schlängelnden Straße stand u. a. eine Kinderkombination, die um 2007 abgetragen wurde. Stattdessen ließ das Bezirksamt aus dem Fonds Stadtumbau Ost für rund 147.000 Euro eine Grünfläche mit geschwungenen Wegen, Spielplätzen und Ruhepunkten anlegen. Diese ist Teil der in Nord-Süd-Richtung geplanten ,Hellersdorfer Parktrilogie’. Sie erhielt bei ihrer Fertigstellung die eigenständige Bezeichnung Mascha-Kalekó-Park.Bepflanzung an der Adele-Sandrock-Straße 25–27; Information auf stadtumbau.de; abgerufen am 3. Januar 2011 (siehe auch unter Parks und Gewässer) Darüber hinaus befindet sich hier das Melanchthon-Gymnasium.140px140px|Schulen in der Adele-Sandrock-StraßeAdorfer Straße ()440Adorf, Stadt in Sachsenalign=right In dieser kurzen Verbindungsstraße zwischen Oelsnitzer und Nossener Straße befinden sich die Kita des Evangelischen Gemeindezentrums Hellersdorf und eine Ausgabestelle der Berliner Tafel (,Laib und Seele’).140pxAlbert-Kuntz-Straße ()520 (1896–1945), Politiker, Widerstandskämpfer gegen das NS-Regimealign=right Sie umschließt leicht eingerollt ein Wohnkarree und verläuft von der Louis-Lewin-Straße westwärts bis zur Adele-Sandrock-Straße.140pxAlice-Salomon-Platz ()120 × 90 (1872–1948), Politikerin, liberale Sozialreformerin in der deutschen Frauenbewegungalign=right Der versiegelte und teilweise mit Gehwegplatten ausgelegte Platz wird vom Nord-Süd-Straßenzug Stendaler / Riesaer Straße durchzogen, westlich zweigt die Hellersdorfer Straße ab. Am Alice-Salomon-Platz Nr. 3 befindet sich das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf (früheres Rathaus Hellersdorf), unter Nummer 5 die Alice-Salomon-Hochschule (Studium der Sozialarbeit sowie Gesundheits- und Pflegemanagement).Homepage der AS-Hochschule Ein weiterer Großbau ist das MarktPlatzCenter (Stendaler Straße 94; in Bildmitte) am Platz. Der Platz soll ab 2026 grundlegend umgestaltet werden. Den dafür ausgeschriebenen Wettbewerb gewann die Bruun & Möllers GmbH & Co. KG aus Hamburg mit einem Preisgeld von 28.000 Euro. Der Entwurf sieht eine teilweise Entsiegelung des Platzes und reichhaltige Bepflanzungen in den Randbereichen vor. Geschwungene Bank- und Tischelemente entlang der Grünanlagen sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen. Der innere, offene Platzbereich bietet Raum für Veranstaltungen, Märkte und temporäre Kunstinstallationen. Für die Realisierung werden rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt, die aus dem Senats-Baufonds des Programms Sozialer Zusammenhalt sowie über EU-Fördergelder bereitgestellt werden sollen.Jens Blankennagel: Viel Grün, schönere Pausen; Berliner Zeitung (Printausgabe), 20. Oktober 2025, S. 7. 140pxAlt-Hellersdorf ()440 Alt-Hellersdorf, der Kern des im 14. Jahrhundert im Landkreis Niederbarnim der Mark Brandenburg entstandenen Dorfesalign=right Bei ihrer Entstehung wurde sie als Dorfstraße bezeichnet, der Name selbst taucht erstmals im Jahr 1926 in einem Dokument auf. Unter den Hausnummern 6–27 ist ein Teil der Bebauung des Vorwerks zum Gutshof erhalten, darunter Scheunen, Arbeitshäuser und Stallungen, die etwa zwischen 1890 und 1900 errichtet wurden. Ställe und Speicher wurden bis in die 1960er Jahre von der LPG weiter für Pflanzen- und Tierzucht genutzt. Später zog der Dorfkonsum in ein Gebäude und die LPG stellte sich auf die Champignonzucht um. Nach der Wende haben sich andere Firmen wie eine Fahrschule, Transportunternehmen oder Handwerker in den historischen Gebäuden angesiedelt.Volkmar Draeger: Wie geht’s altes Haus? Auf Schatzsuche zu Berliner Baudenkmalen., S. 127–131: Einstige Rieselfelder ohne Odeur. Das geschichtsträchtige Gut Hellersdorf möchte sich als Gewerbestandort profilieren, Neues Deutschland Druckerei und Verlag GmbH, Berlin 2006, ISBN 3-9807073-7-7 Die genannten Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Die Straße ist eine Sackgasse und schlängelt sich zwischen Alte Hellersdorfer und Cottbusser Straße herum.140px|Straße Alt-Hellersdorf140px|Einige Baudenkmale auf dem Gelände des Gutes HellersdorfAlte Hellersdorfer Straße ()1810 Hellersdorf, ein im 14. Jahrhundert in der Mark Brandenburg entstandenes Dorf mit Gutshof, heute Ortsteil des Bezirks Marzahn-Hellersdorfalign=right Die Straße verläuft in Nord-Süd-Richtung zwischen Landsberger Chaussee und Hellersdorfer Straße. Sie wurde Mitte der 1920er Jahre benannt und hieß in ihrem nördlichen Teil bis zur Straße Alt-Hellersdorf Eichestraße (nach der Richtung zum Dorf Eiche), im südlichen Teil Kaulsdorfer Straße, ebenfalls nach der Richtung. 1937 wurden beide Straßen zur Hellersdorfer Straße zusammengefasstLuise Berlin: Kaulsdorfer Straße, die nun bis zur Hönower Straße im Ortsteil Kaulsdorf verlief (seit 1991: Heinrich-Grüber-Straße). Mit der Errichtung der neuen Großwohnbauten wurde der südliche Teil der Hellersdorfer Straße 1985 in ihrem Verlauf verändert und nach Nordosten zur Kreuzung mit der Stendaler/Riesaer Straße geführt. Der in Richtung Landsberger Chaussee verbleibende Teil erhielt den Namen Alte Hellersdorfer Straße.140px|Frühere Hellersdorfer Straße, 1986 140px|Historische Bauten in der alten Hellersdorfer Straße, 2011Altentreptower Straße ()340(im Ortsteil)Altentreptow, Stadt in Mecklenburg-Vorpommernalign=right Die Straße wurde im Zusammenhang mit dem Bau des S- und U-Bahnhofs Wuhletal angelegt. Sie verläuft vom Blumberger Damm in Biesdorf im Westen parallel zur S-Bahn-Trasse bis zur Parchimer Straße und setzt sich als Gülzower Straße fort. Der Abschnitt von der Brücke über die Wuhle bis zur Parchimer Straße liegt im Ortsteil.140pxAm Baltenring ()170(im Ortsteil)Balten, Sammelbezeichnung für die Bewohner von Ländern an der auch ‚Baltisches Meer‘ genannten Ostseealign=right Nur der westliche Zipfel zwischen Lily-Braun-Straße und Uckermarkstraße (Hausnummern 1 und 74–83) gehört zum Ortsteil.140pxAnnaburger Straße ()260Annaburg, Stadt in Sachsen-Anhaltalign=right Die Straße verbindet die Adele-Sandrock- mit der Louis-Lewin-Straße und setzt sich östlich als Forster Straße fort.140pxArneburger Straße ()200Arneburg, Stadt in Sachsen-Anhaltalign=right Zuerst war es ein Querarm der Stendaler Straße mit den Hausnummern 44–60 und 76–86 (gerade). Die von der Stendaler nach Osten abgehende Straße erschließt den Wohnbereich und erhielt einen eigenen Namen.140pxAuerbacher Ring ()440Auerbach, Stadt in Sachsenalign=right Der Auerbacher Ring zweigt in nördlicher Richtung von der Kreuzung Maxie-Wander-/Klingenthaler Straße ab und endet nach U-förmigem Verlauf an der Kreuzung Maxie-Wander-/Schneeberger Straße.140pxBansiner Straße ()710Bansin, Seebad auf Usedom, Mecklenburg-Vorpommernalign=right Die Bansiner Straße verläuft sehr verschlungen zwischen Ludwigsluster und Heringsdorfer Straße. Sie besitzt eine teilweise parallele Straßenführung (ein Arm gerade Hausnummern, ein weiterer die ungeraden). Diese Straße war ein Teil des zuerst angelegten und benannten Straßennetzes in der Großwohnsiedlung Hellersdorf. Dieser Abschnitt der Siedlung wurde von Rostocker und Schweriner Baufirmen errichtet.140pxBodo-Uhse-Straße ()220 (1904–1963), Schriftstelleralign=right Sie verbindet die Peter-Huchel- mit der Cecilienstraße in Nord-Süd-Richtung, außerdem besitzt sie einen Querarm. Auf der früheren Fläche einer Kita wurde unter Einbeziehung weiterer unbebauter Areale im Auftrag der Stadt-und-Land-Wohnbauten-Gesellschaft mit rund 106.000 Euro aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost der Stadtteilpark Bodo-Uhse-Straße auf 5617 Quadratmeter angelegt. 22 verschiedene Bäume wurden gepflanzt und einige künstliche Palmen aufgestellt, die dem neuen Park den Namen ,Palmenhof’ verliehen.Information zum Palmenhof auf stadtumbau.de Außerdem wurde entlang der Bodo-Uhse-Straße ein Garagenkomplex errichtet, dessen Äußeres mit Graffiti künstlerisch gestaltet wurde.140px140px|im Vordergrund: eine Garagenbox, dahinter ein Teil des PalmenhofsBöhlener Straße ()1040Böhlen, Stadt in Sachsenalign=right Sie ist eine West-Ost-Straße zwischen Louis-Lewin-Straße und Mahlsdorfer Straße im Ortsteil Hönow der brandenburgischen Gemeinde Hoppegarten, nördlich parallel zur U-Bahn-Trasse, die hier zu ebener Erde bis zum U-Bahnhof Hönow verläuft. Westlich setzt sich die Böhlener Straße als Weißenfelser Straße fort.140pxBoizenburger Straße ()540Boizenburg, Stadt in Mecklenburg-Vorpommernalign=right Der Boulevard ist eine in Nord-Süd-Richtung angelegte Straße (Sackgasse), die südlich auf der Ludwigsluster Straße endet. Etwa auf halber Länge besitzt sie einen Querarm, der die Parchimer mit der Gadebuscher Straße verbindet. Diese Straße ist Teil des zuerst angelegten und benannten Straßennetzes in der Großwohnsiedlung Hellersdorf. Im ,Grünen Haus’, Boizenburger Straße 52 befindet sich das ,Geomuseo Edelsteinplanet’. Die hier zusammengetragene Sammlung geht auf Initiativen des Geologen und Umweltberaters Herbert Schlegel zurück, der privat im Thüringer Wald an einer Goldwäsche teilgenommen hatte. Er wurde Mitglied im Verein ,Deutsche Gesellschaft für geologische Schüler- und Volksbildung’ und begann dann selbst in Berlin und Brandenburg nach Steinen, Mineralien und Fossilien zu suchen. Aus den zahlreichen geführten Exkursionen kamen rund 300 besondere Fundstücke zusammen, darunter ein Wirbelknochen eines eiszeitlichen Nashorns. Der Verein richtete auch das kleine Museum ein, das kostenlos besucht werden kann.Birgitt Etzel: Goldsplitter und andere Schätzchen. In: Berliner Zeitung, 11. April 2013140pxBoulevard Kastanienallee