Der Landtagswahlkreis Dessau-Roßlau-Wittenberg (Wahlkreis 27) ist ein Landtagswahlkreis in Sachsen-Anhalt. Er umfasste zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021 von der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau folgende Stadt- und Ortsteile sowie Stadtbezirke: Brambach, Innerstädtischer Bereich Nord, Meinsdorf, Mildensee, Mühlstedt, Rodleben, Roßlau, Streetz/Natho und Waldersee. Außerdem gehören vom Landkreis Wittenberg die Städte Coswig (Anhalt) und Oranienbaum-Wörlitz zum Wahlkreis.Gesetz zur Änderung des Wahlgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt und des Volksabstimmungsgesetzes vom 27. November 2019 (GVBl. LSA, 30. Jg., Nr. 31, 4. Dezember 2019, S. 930–937) (Online beim Landtag von Sachsen-Anhalt [PDF; 657 kB]).

Der Wahlkreis wird in der achten Legislaturperiode des Landtages von Sachsen-Anhalt von Karin Tschernich-Weiske vertreten, die das Direktmandat bei der Landtagswahl am 6. Juni 2021 mit 35,6 % der Erststimmen erstmals gewann. Davor wurde der Wahlkreis von 2011 bis 2021 von Reiner Haseloff vertreten, der bei der Wahl 2021 das Direktmandat im Landtagswahlkreis Wittenberg gewann.

Wahl 2026

Wahl 2021

Im Vergleich zur Landtagswahl 2016 wurde der Zuschnitt des Wahlkreises nicht verändert. Auch Name und Nummer des Wahlkreises wurden nicht geändert.

Es traten sieben Direktkandidaten an. Von den Direktkandidaten der vorhergehenden Wahl traten Holger Hövelmann und Michael Marks erneut an. Karin Tschernich-Weiske gewann mit 35,6 % der Erststimmen erstmals das Direktmandat. Margret Wendt zog über Platz 20 der Landesliste der AfD ebenfalls in den Landtag ein.

+ Vorläufiges Ergebnis der Landtagswahl am 6. Juni 2021 Erst- stimmen Zweit- stimmen Bewerber Partei Anzahl % Anzahl % Wahlberechtigte 39.652 100,0 39.652 100,0 Wähler 24.131 60,9 24.131 60,9 Ungültige Stimmen 557 2,3 421 1,7 Gültige Stimmen 23.574 97,7 23.710 98,3 davon Karin Tschernich-Weiske CDU 8.395 35,6 9.300 39,2 Margret Wendt AfD 5.252 22,3 4.983 21,0 Stine Rummel-Strebelow DIE LINKE 2.515 10,7 2.281 9,6 Holger Hövelmann SPD 2.860 12,1 1.779 7,5 Marek Boeck GRÜNE 1.136 4,8 1.507 6,4 Lea-Charlotte Kus FDP 1.471 6,2 1.477 6,2 Michael Marks FREIE WÄHLER 1.945 8,3 808 3,4 – NPD – – 98 0,4 – Tierschutzpartei – – 309 1,3 – Tierschutzallianz – – 80 0,3 – LKR – – 9 0,0 – Die PARTEI – – 170 0,7 – Gartenpartei – – 159 0,7 – FBM – – 8 0,0 – TIERSCHUTZ hier! – – 143 0,6 – dieBasis – – 319 1,3 – Klimaliste ST – – 12 0,1 – ÖDP – – 21 0,1 – Die Humanisten – – 21 0,1 – Gesundheitsforschung – – 99 0,4 – PIRATEN – – 84 0,4 – WiR2020 – – 43 0,2

Wahl 2016

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016 waren 42.134 Einwohner wahlberechtigt; die Wahlbeteiligung lag bei 64,4 %. Reiner Haseloff gewann das Direktmandat für die CDU.

Bewerber Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Reiner Haseloff CDU 32,9 29,5 Frank Hoffmann LINKE 15,6 15,3 Holger Hövelmann SPD 11,9 10,1 Ines Oehme GRÜNE 4,9 6,2 Michael Marks Freie Wähler 4,6 3,2 - NPD - 3,0 Detlef Herrig FDP 4,7 5,4 Carola Marx AfD 25,4 23,3 – Sonstige – 4,0

Wahl 2011 Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2011 waren 45.412 Einwohner wahlberechtigt; die Wahlbeteiligung lag bei 53,0 %. Reiner Haseloff gewann das Direktmandat für die CDU.Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Landtagswahl 2011

Bewerber Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Reiner Haseloff CDU 39,9 33,5 Frank Hoffmann LINKE 22,2 22,3 Holger Hövelmann SPD 19,8 19,7 Cornelia Lüddemann GRÜNE 6,7 8,7 Michael Marks Freie Wähler 5,6 4,3 Matthias Heyder NPD 4,1 4,5 Burker-Wieland Jüngling FDP 1,7 3,3 Klaus Fuchs MLPD 0,3 0,2 – Tierschutzpartei – 1,5 – Piraten – 1,4 – SPV – 0,4 – KPD – 0,1 – ödp – 0,1

Wahl 2006 Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2006 traten folgende Kandidaten an:

Name Partei Anteil der Erststimmen Kurt Brumme CDU 39,7 % Frank Hoffmann Die Linke 23,6 % Kuno Wendt SPD 21,4 % Manfred Böttcher FDP 6,3 % Iris Brunar GRÜNE 5,1 % Edmund Meier MLPD 0,7 % Rainer Gerdung Off D-STATT-DSU 1,3 % Kurt Schröter EB 1,9 % Wahlberechtigte: 48606 Einwohner Wahlbeteiligung: 47,2 %

Einzelnachweise

Kategorie:Politik (Dessau-Roßlau) Dessau-Rosslau Kategorie:Politik (Landkreis Wittenberg)