mini|Weihnachtsgruß in Ebels Gesammelten Gedichten von 1895 Eduard Ebel (* 7. August 1839 in Preußisch Stargard; † 30. Januar 1905 in Halle (Saale)Gerhard Lüdtke (Hrsg.): Nekrolog zu Kürschners Literatur-Kalender 1901–1935. Walter de Gruyter, Berlin 1936, Sp. 145 ().) war ein deutscher evangelischer Pfarrer, Superintendent und Dichter. Bekannt wurde er vor allem als Verfasser des noch heute populären Winterliedes Leise rieselt der Schnee, dessen Text er 1895 unter dem Titel Weihnachtsgruß veröffentlichte.

Leben Ebel studierte Theologie in Königsberg (Preußen) und wurde dort im Sommersemester 1857 Mitglied der Burschenschaft Germania. 1863/1864 war er Oberhelfer (Pfarramtskandidat) am Rauhen Haus in Hamburg, 1866–69 Pastor an der französisch-deutschen evangelischen Gemeinde Beirut.Peter Meinhold (Hrsg.): Der Briefwechsel (zur Brüdergeschichte). Luth. Verlag-Haus, Hannover 1980, ISBN 3-7859-0468-1, S. 234 (= Johann Hinrich Wichern: Sämtliche Werke. Band 8); Anschließend wurde er Prediger und Seelsorger im Diakonissenhaus zu Königsberg. 1872 wurde er Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Graudenz und ab 1901 evangelischer Superintendent. 1904 ging er in den Ruhestand und zog nach Halle (Saale) um.

Er war verheiratet mit Anna geb. Roethe, einer Schwester des Mediävisten Gustav Roethe.Dorothea Ruprecht, Karl Stackmann (Hrsg.): Regesten zum Briefwechsel zwischen Gustav Roethe und Edward Schröder. Teil 2. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-82509-9, S. 959 ()

Für Leise rieselt der Schnee erhielt die Tochter Eduard Ebels 1955 noch fast 10.000 DM jährliche Tantieme von der GEMA ausbezahlt (die Regelschutzfrist betrug damals noch 50 Jahre nach Tod des Autors).Gustav Ermecke: Die soziale Bedeutung des geistigen Eigentums. Vahlen, Berlin / Frankfurt am Main 1963, S. 25 (= Gesellschaft für Urheberrecht e. V., Schriftenreihe, Band 30); Erich Schulze: Urheberrecht in der Musik: Stand vom 1. Juni 1965. De Gruyter, Berlin 1965, S. 13 ().

Werke Weihnachten im Johanniterhospital zu Beirut in Syrien. In: Wochenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg, Band 10 (1869), Nr. 5, 3. Februar 1869, S. 27–28 (). Morgenland und heilige Schrift: zwei Vorträge. Königsberg 1873. Kurze Geschichte der evangelischen Gemeinde Graudenz. Zur Feier des 100jährigen Bestehens der Friedrichskirche. 1885. Die soziale Frage und das Evangelium. 1892. Ein Weihnachtsmärchen. 1893. Gesammelte Gedichte. Gaebel, o. O. [Graudenz] 1895; Scans (Wikimedia Commons).

Literatur Eduard Ebel, ein Theologe aus Preußisch Stargard. In: Der Westpreuße, 68, 2016, Nr. 12, S. 17 f., (der-westpreusse.de; PDF; 5,3 MB). Ebel, Eduard. In: Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. 6. Auflage. Band 2. Reclam, Leipzig 1913, S. 85 (). Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band II: Künstler. Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6813-5, S. 156.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Person des Christentums (Halle (Saale)) Kategorie:Autor Kategorie:Lyrik Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Absolvent der Albertus-Universität Königsberg Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1839 Kategorie:Gestorben 1905 Kategorie:Mann