Lore Plietzsch (* 18. September 1930 in Altenburg) ist eine deutsche Bildhauerin.

Leben Lore Plietzsch studierte von 1947 bis 1952 an der Hochschule für Baukunst und bildende Künste Weimar, unter anderem bei Siegfried Tschierschky. Anschließend war sie Meisterschülerin von Fritz Cremer an der Akademie der Künste der DDR. Ab 1956 arbeitete sie freischaffend in Berlin.

Bereits 1962 wurde geplant, ein Mahnmal für das KZ Ravensbrück durch Lore Plietzsch ausführen zu lassen;Peter Fibich: Dissertation (PDF; 8,6 MB); abgerufen am 29. Mai 2010. der Auftrag ging aber schließlich an Will Lammert und Fritz Cremer.

Werkbeispiele 1956: Büste Franz Mehring, Bronze (Guss Seiler & Siebert, Schöneiche bei Berlin), 57 × 50 × 30 cm, Kunstbesitz der Universität Leipzig Inv.-Nr. 3089/90 1959/1962: Stehende (mehrere Abgüsse); Plastik-Park Leuna, 38,5 cm hochLore Plietsch auf artnet.de; abgerufen am 29. Mai 2010. 1960: Ungarischer Brunnen auf dem Hof einer Schule im Rosenfelder Ring, Berlin-FriedrichsfeldeSylva Brösicke-Istok, Gabriela Ivan, Romy Köcher, Hans Schlegel: Plastiken, Denkmäler, Brunnen in Berlin. Katalog 1993, Bezirk Lichtenberg; Luisenstädtischer Bildungsverein Berlin 1993, ISBN 3-89542-012-3. 1964: Mutter mit Kind. Bronze, Höhe 1,50 cm; Berlin-Prenzlauer Berg, vor dem Haupteingang des Kindergartens Pieskower Weg 1970: Bronzefigur Schwimmerin, Bernau bei Berlin, Ausstellung „Kunstraum Innenstadt – Skulpturensammlung der Waldsiedlung Bernau“; abgerufen am 29. Dezember 2018. 1979: Spielende Kinder, Rostock bei der Marienkirche 1982, 1991: Mutter mit Kind, 1982 Fertigstellung der Gussmodelle; 1991 Aufstellung; Fichtelbergstraße 18, 20, Berlin-MarzahnKunst in der Großsiedlung. Dokumentation, BezirksamtMarzahn-Hellersdorf (Hrsg.); ISBN 978-3-00-026730-7. 1983: Mädchenstatuette, Bronze, Höhe: 37 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR 1991: Sitzende, Fichtelbergstraße, Berlin-MarzahnFotografie der Plastik am Standort, Aufnahme 2017 1982, 1992: Flötenspielende Kinder, 1982 Fertigstellung der Gussmodelle; 1992 Aufstellung; Fichtelbergstraße 28, Berlin-Marzahn Flötenspielerin, Elsa-Brändström-Straße 33–36, Berlin-Pankow 2015: Büsten Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy, Bronze (Guss Bildgießerei Seiler, Schöneiche bei Berlin), Jägerstraße 51, vor der Mendelssohn-Remise, Berlin-Mitte

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

1962: Eisenach, Thüringer Museum 1965: Berlin, Galerie im Turm (mit Ingeborg Millies-Flierl) 1982: Weimar, Galerie im Cranachhaus (mit Horst Jährling) 2018: Rangsdorf, Galerie Kunstflügel (mit Karla Woisnitza)

Ausstellungsbeteiligungen

1952: Bautzen, Görlitz und Zittau („Berliner Künstler“)

1957: Berlin, Ausstellungspavillon Werderstraße („Junge Künstler der DDR“) 1958 bis 1988: Dresden, Vierte Deutsche Kunstausstellung bis X. Kunstausstellung der DDR 1970: Linz, Galerie der Stadt Linz („Berliner Bildhauer“; mit weiteren 14 Bildhauern) 1975: Wanderausstellung „Kleinplastik und Grafik“ 1975 bis 1989: Berlin, sechs Bezirkskunstausstellungen 1979: Weimar, Kunsthalle am Theaterplatz („SPEKTRUM“) 1980: Berlin, Ausstellungszentrum am Fernsehturm („Retrospektive Berlin“) 1987: Dresden, Galerie Rähnitzgasse („Wirklichkeit und Bildhauerzeichnung“) 2006: Berlin, Galerie am Gendarmenmarkt („Fünf Meisterschüler der Akademie der Künste Berlin“)

Literatur

Eckart Krumbholz: Gedanken zu Plastiken von Lore Plietzsch. In: Junge Kunst, Berlin, 5/1960, S. 65–72

Elfriede Howard: Im Widerstreit von Form und Gehalt. Zum Schaffen der jungen Bildhauerin Lore Plietzsch. In: Bildende Kunst, Berlin 12/1960, S. 824–827 Jutta Schmidt: Besuch bei zwei Berliner Bildhauerinnen. In: Bildende Kunst, Berlin, 3/1967, S. 121–125 Plietzsch, Lore. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 713

Weblinks

Einzelnachweise

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