Carl Friedrich Wilhelm August von Ziegler und Klipphausen (* 2. April 1770; † 7. Februar 1841 in NiedercunewaldeNeues Lausitzisches Magazin. Neue Folge VI. Band, Nachrichten aus der Lausitz. Stück 1, Hrsg. Leopold Haupt, G. Heintze & Comp. Görlitz 1841, S. 27. (Digitalisat)) war ein deutscher Rittergutsbesitzer in der Oberlausitz und Politiker.
Von seinem Vater Friedrich Wilhelm von Ziegler und Klipphausen († 1792) erbte er das Rittergut Niedercunewalde in der Oberlausitz, über das er Erb-, Lehn- und Gerichtsherr war. Seine Mutter hieß Anna Elisabeth Bömschen.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser 1888, Jg. 38, Justus Perthes, Gotha 1887, S. 990. (Digitalisat) Er besaß zudem Pielitz und war Großherzoglich Sachsen-Weimarischer Kammerherr. Ab 1830 gehörte Ziegler und Klipphausen für die Rittergutsbesitzer der Oberlausitz dem zweiten Corpus der Sächsischen Landstände an.Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Die Mitglieder der (kur-)sächsischen Landstände (1763–1831). Dresden 2009, S. 164 f. Nach Einführung der Sächsischen Verfassung von 1831 gehörte er von 1833 bis zu seinem Tod als auf Lebenszeit gewählter Rittergutsbesitzer der I. Kammer des konstitutionellen Sächsischen Landtags an.Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952. Dresden 2001, S. 54. In seiner politischen Funktion stritt er auf den Landtagen 1833/34, 1836/47 und 1839/40 zumeist im Alleingang, aber letztlich jedoch erfolglos für die Zulassung von Frauen als Zuschauer bei den Landtagssitzungen.Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte - Formierungen und Brüche des Zweikammerparlaments (1833-1868). Dresden 2007, S. 116 f.
Ziegler und Kliphhauses heiratete 1797 in Krischa Johanna Eleonora von CarlowitzJohann Samuel Ersch, Johann Gottfried Gruber, Moritz Hermann Eduard Meier: Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste. 1. Sektion, 22. Teil, S. 12. (Digitalisat), die nach seinem Tod den Besitz an dem Rittergut Niedercunewalde übernahm. Er war Mitglied der Dresdner Freimaurerloge Zum goldenen Apfel.
Literatur Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Die Mitglieder der (kur-)sächsischen Landstände (1763–1831). Hrsg. Sächsischer Landtag, Selbstverlag, Dresden 2009, S. 164 f.
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied der Ersten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen Kategorie:Person (Oberlausitz) Carl Friedrich Wilhelm August Kategorie:Freimaurer (18. Jahrhundert) Kategorie:Freimaurer (19. Jahrhundert) Kategorie:Freimaurer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1770 Kategorie:Gestorben 1841 Kategorie:Mann