mini|257x257px|Martin Tajmar, 2001 Martin Tajmar (* 2. Juli 1974 in Wien) ist ein österreichischer Physikingenieur, Professor für Raumfahrtsysteme und Direktor des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität Dresden sowie Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Wien.Neubesetzung der Professur für RaumfahrtsystemePorträt Tajmar tu-dresden.de, abgerufen am 5. Juli 2012Universitä[email protected]

Leben Tajmar begann seine Arbeit auf dem Gebiet der elektrischen Raumfahrtantriebe an der Technischen Universität Wien in Österreich. Nach einem Aufenthalt am Jet Propulsion Laboratory in Kalifornien bei der NASA und der Tätigkeit als Geschäftsführer von Austrospace folgte eine Forschungstätigkeit am ESTEC der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

Ab 2000 zunächst als Senior/Principal Scientist leitete Martin Tajmar von 2005 bis 2010 das Geschäftsfeld Space Propulsion (später „Space Propulsion and Advanced Concepts“) des Austrian Institute of Technology (AIT) in Seibersdorf. Dort entwickelte Tajmar mit seiner Abteilung eine Form von Ionenantrieb, sogenannte Feep-Thruster (Field Emission Electric Propulsion-Thruster) für Satelliten und Sonden, wie z. B. für SMART-1SMART-1, Europas erste Mondmission, startet am 28. September wienerzeitung.at, 6. April 2005 und LISA Pathfinder. profil.at, 16. Dezember 2006, abgerufen am 11. Dezember 2010Triebwerke, Sonden und Kommunikation diepresse.com, 18. Juli 2009, abgerufen am 6. Dezember 2010STANDARD-Interview derstandard.at, 24. September 2007 Von 2010 bis 2012 forschte und lehrte er als Associate Professor für Aerospace Engineering am KAIST in Daejeon, Südkorea und war Leiter der Stabsstelle Aerospace Engineering an der FH Wiener Neustadt.Auf dem Mars erwarte ich mir große Entdeckungen derstandard.at, abgerufen am 18. April 2011

Weitere Forschungsaktivitäten von Martin Tajmar waren u. a. auf dem Gebiet des Biefeld-Brown-Effekts und des Casimir-Effekts.

Nicht wiederholbare Experimente zur Gravitation Tajmar behauptete, in seinen Experimenten mit schnell rotierenden Supraleitern aus Niob ein Äquivalent zum Magnetismus für Gravitation nachgewiesen zu haben. Daher wurde über diese Arbeiten in überregionalen Medien berichtet.Artikel aus Die Zeit von Ralf Krauter 17. Mai 2007:„Das Ende der Schwere“, abgerufen am 22. März 2011Artikel aus „Deutschlandfunk“, 16. November 2006: „Gravitation auf Knopfdruck“, abgerufen am 22. März 2011 Der gemessene gravito-magnetische Effekt schien um viele Größenordnungen größer zu sein, als nach der bekannten Theorie des Lense-Thirring-Effekts zu erwarten war (Faktor ). Tajmar hat auch eine Theorie des behaupteten Effekts entwickelt; diese steht jedoch im Widerspruch zu Ergebnissen eines Experiments mit einem rotierenden Zylinder aus supraleitendem Blei und Laser-Gyroskopen an der University of Canterbury, Neuseeland.

Neuere Arbeiten von Tajmar deuten auf eine Fehlinterpretation seiner Messresultate hin. Möglicherweise beeinflusste das zur Kühlung verwendete flüssige Helium die Messapparatur.

Akademische Grade 1997 Dipl.-Ing., Fachrichtung Technische Physik, Technische Universität Wien, Österreich 1998 Master in Space Studies (MSS), International Space University, Frankreich 1999 Promotion zum Dr.-Ing. an der Fakultät für Elektrotechnik der Technischen Universität Wien.

Auszeichnungen 2001: ARC-Award des Austrian Research Centers (heute Austrian Institute of Technology), erster Preis in der Kategorie Wissenschaft 2001 und 2000: Förderung durch das Programm “Window on Science” Factsheet, abgerufen am 26. Januar 2011. der US Air Force 1999: Förderung durch das Programm „Internationale Kommunikation“ Beschreibung des Forschungsförderungsprogramms, abgerufen am 26. Januar 2011. der österreichischen Forschungsgemeinschaft

Schriften Martin Tajmar: Advanced space propulsion systems. Springer, Wien 2003, ISBN 3-211-83862-7. Nembo Buldrini, Martin Tajmar: Experimental Results of the Woodward Effect in a Micro-Newton Thrust Balance. in: Marc G.Millis et al.: Frontiers of propulsion science. American Inst. of Aeronautics and Astronautics, Reston 2009, ISBN 978-1-56347-956-4, S. 373–389. M. Tajmar et al.: (PDF; 2,1 MB), AFRL-MN-EG-TR-2007-7012, Air Force Research Laboratory, Eglin AFB, 2007, abgerufen am 9. Dezember 2010 M. Tajmar et al.: (PDF; 2,1 MB), AFRL-MN-EG-TR-2007-7013, Air Force Research Laboratory, Eglin AFB, 2007, abgerufen am 9. Dezember 2010

Weblinks Webpräsenz Martin Tajmars, ilsb, TU Wien Towards a new test of general relativity?, (gravitomagnetisches Feld Experiment) Europäische Weltraumorganisation, 23. März 2006 Publication List Tajmar@ Astrophysics Data System (abgerufen am 18. September 2012)

Einzelnachweise

Kategorie:Elektroingenieur Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Dresden) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Mann