mini|Logo von Tiësto mini|Tiësto auf dem Airbeat One Festival 2024 Tiësto [] (* 17. Januar 1969 in Breda; bürgerlicher Name Tijs Michiel Verwest []) ist ein niederländischer DJ, Musikproduzent und Grammy-Preisträger, der im Jahr 2000 seinen Durchbruch feierte und seither als einer der bekanntesten DJs weltweit gilt. Tiësto gilt für viele Musiker auch als eine Art Mentor. Während ihres Aufstiegs unterstützte er unter anderem Martin Garrix, Hardwell, Mike Williams und KSHMR.Timo Büschleb: 10 Star-DJs, die Tiësto ihre Karriere verdanken auf Dance-Charts
Karriere Bis 2001: Musikalische Anfänge Tiësto begann sich schon als Achtjähriger für die Arbeit des Disc Jockeys (DJ) zu interessieren. In seiner Jugend legte er dann als Resident-DJ des kleinen Clubs Spock in Breda, wo auch sein späterer Freund und ebenfalls DJ Hardwell aufwuchs, auf. Dort wurde er von Trendscouts aus Rotterdam entdeckt.
Mitte der 1990er Jahre veröffentlichte er selbstproduzierte Tracks unter mehreren Künstlernamen und bei verschiedenen Labels. Im Jahr 1997 gründete er mit seinem Freund und Produktionspartner Arny Bink das in der Szene mittlerweile legendäre Label Black Hole Recordings. Der große Durchbruch kam für Tiësto im Jahr 2000 mit dem Remix von Deleriums Silence (mit der Stimme von Sarah McLachlan), der Platz drei der Billboard-Charts erreichte.
Nach einigen Mix-CDs kam 2001 sein Debütalbum In My Memory auf den Markt. Das Album war ein großer Erfolg, auch in den USA. In den niederländischen Album-Charts rückte es bis ins obere Viertel vor und erreichte Gold-Status.
2002–2004: Nummer-eins-DJ und steigende Popularität mini|links|Tiësto beim Arnhem’s Gelre Dome 2004 2002 wurde er erstmals von den Lesern des britischen DJ Mag zum besten DJ der Welt gewählt. 2003 und 2004 verteidigte er seinen ersten Platz. Im Jahr 2003 war er mit Tiësto In Concert der erste DJ, der allein in einem Stadion (GelreDome in Arnheim, Niederlande) vor 25.000 Zuschauern Platten auflegte.
Am 13. August 2004 begleitete er bei den Olympischen Sommerspielen in Athen den Einmarsch der Athleten ins Stadion. Dies ist mit Millionen von Zuschauern in aller Welt wahrscheinlich der bis dato größte Gig eines DJs. Im Zuge des Auftritts veröffentlichte Tiësto das Album Parade of the Athletes, das ein Mix-Album aktueller sowie vergangener kommerzieller Erfolge darstellt.
Am 6. April 2004 veröffentlichte er sein zweites Studioalbum Just Be. Dieses erreichte die Spitze der niederländischen Album-Charts und hatte auch über die Grenzen hinaus Erfolg. Die Single-Auskopplungen Love Comes Again, Traffic und Just Be erreichten Top-drei-Platzierungen in den Niederlanden und platzierten sich in weiteren europäischen Single-Charts. Zudem entwickelten sich diese Tracks zu Trance-Hymnen.
Des Weiteren veranstaltete er Tiësto In Concert 2, wo er vor 70.000 Fans eine gewaltige Show ablieferte. Tiësto hatte 2004 über 100 Gigs, darunter auch regelmäßige Auftritte in bekannten Clubs wie dem Amnesia auf Ibiza und Gatecrasher in Sheffield. Ebenfalls 2004 ehrte Königin Beatrix ihn wegen seiner Verdienste um die niederländische Dance-Szene mit der Verleihung des Ordens von Oranien-Nassau im Range eines Offiziers. Die Ehrung ist ähnlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes in Deutschland.
2005–2008: Clublife-Tournee und -Podcast mini|Tiësto während seiner Elements of Life Tour 2007 2005 hatte er einen Soloauftritt im Disneyland Paris und vier Konzerte in den USA (Los Angeles, Washington, D.C., Miami und New Orleans) im Rahmen der Tiësto In Concert USA-Tour. Im selben Jahr folgte die Tiësto CEE Tour 2005, während er Städte wie Prag, Bratislava, Zagreb, Belgrad und Budapest besuchte. 2006 war Tiësto bei der Neuauflage der Loveparade dabei.
Vom 6. April 2007 bis kurz vor Ende des Jahres 2025 hatte Tiësto eine wöchentliche Radiosendung beim niederländischen Radiosender Radio 538. In „Tiësto’s Club Life“ präsentierte er aktuelle elektronische Tanzmusik und gab in den „15 Minutes of Fame“ Nachwuchs-DJs eine Plattform, um sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Ursprünglich sollte die Sendung „Club Nouveau“ heißen, wurde aber aufgrund von Namensstreitigkeiten nach fünf Shows umbenannt. Eine internationale Version auf Englisch wurde auch als Podcast angeboten. Im April 2011 wechselte Tiësto den Radiosender und verlegte seine Show „Club Life“ zu 3FM. Diese erscheint seit längerer Zeit auch in einzelnen einstündigen Versionen auf Internetplattformen wie Soundcloud und YouTube.
Im Jahr 2008 legte Tiësto zwischen dem 7. Juli und dem 22. September im Privilege jeden Montag als neuer Resident-DJ auf.: „Tiësto announces residency at Privilege, Ibiza, for summer 2008“ (vom 15. April 2008, abgerufen am 3. Dezember 2015) 2008 und 2009 wurde Tiësto bei den International Dance Music Awards (IDMA) auf der Winter Music Conference in Miami zum besten DJ der Welt gewählt.Liste der Awards von Tiësto Seine Einstellung zu seiner Arbeit als DJ beschreibt er mit: „Ich fühle die Energie der Menge und versuche sie zurückzugeben, um eine Gemeinschaft zu bilden.“
2009 bis 2010: Musical Freedom & The Greatest DJ Of All Time mini|links|Logo seines Musical-Freedom-Labels Im August 2009 startete er sein eigenes Label „Musical Freedom“, nachdem er sich von seinem früheren Label „Black Hole Recordings“ getrennt hatte. Tiësto war der Meinung, dass seine Musik in eine neue Richtung geht, nämlich viel mehr in den Bereich des Progressive- und Electro-House anstelle von Trance, die nicht mehr mit der Richtung von Black Hole Recordings übereinstimmte. Bei diesem Plattenlabel veröffentlichte er auch die Singles anderer Künstler, darunter Dzeko & Torres und MOTi.
Am 6. Oktober 2009 veröffentlichte er sein fünftes Studioalbum Kaleidoscope. Mit diesem erreichte er ein weiteres Mal die Charts zahlreicher europäischer Länder. Bereits vorab wurden die Lieder I Will Be Here mit Sneaky Sound System und Feel It in My Bones mit Tegan and Sara ausgekoppelt. Beide konnten die Single-Charts mehrerer Länder erreichen. Parallel zum Album erschien der Song Escape Me als Single. Weitere Kollaborationen für das Album erfolgten unter anderem mit Dizzee Rascal und Calvin Harris.
Im März 2010 erschien das Lied Who Wants to Be Alone als letzte Single-Auskopplung aus Kaleidoscope. Diese wurde zusammen mit der kanadischen Sängerin Nelly Furtado aufgenommen und konnte in Polen bis auf Platz eins vorrücken. Im August 2010 veröffentlichte Tiësto eine Remix-Version des Albums auf dem unter anderem Remixe von Künstlern wie Avicii, Mysto & Pizzi und Ferry Corsten.
Im April 2010 veröffentlichte er zusammen mit der Three 6 Mafia, Sean Kingston und Flo Rida den Track Feel It. Im Gegensatz zu seinem vorher eher Trance-lastigen Stil ließ sich dieser viel eher in den Bereich des Electro-House einordnen. Der Track entwickelte sich zu einer seiner bis dato erfolgreichsten Veröffentlichungen. Während in seiner Heimat eine Chartplatzierung ausblieb, konnte Feel It in Deutschland Platz 21 und in Österreich Platz 20 erreichen. Des Weiteren erreichte Tiësto erstmals eine Platzierung in den USA.
mini|hochkant|Tiësto bei einem Interview 2011 Im Jahr 2010 legte er auf der Loveparade in Duisburg auf. Er galt bis zum Jahre 2015 zu den bestverdienenden DJs der Welt mit einem Jahreseinkommen von 22 Millionen Dollar.Forbes: The World’s Highest-Paid DJs 2012 2015 übertraf Calvin Harris ihn mit einem Einkommen von 60 Millionen US-Dollar. Im Februar 2011 wurde er von dem weltweit größten DJ-Magazin MixMag zum „The Greatest DJ Of All Time“ gewählt. Viele weitere Auszeichnungen folgten. Bis heute zählen diese über 50.
2011 bis 2012: C’mon (Catch ’Em by Surprise) Am 19. Februar 2011 erschien der Track C’mon (Catch ’Em by Surprise). Diesen produzierte er bereits vorher als Instrumental-Track gemeinsam mit dem US-amerikanischen Musiker Diplo. Die Vocal-Version entstand in Zusammenarbeit mit dem Rapper Busta Rhymes. Das Lied entwickelte sich zu einem seiner erfolgreichsten Tracks und konnte unter anderem in Deutschland, dem Vereinigten Königreich sowie einer Reihe weiterer Länder hohe Chartplatzierungen erreichen.
Parallel veröffentlichte Tiësto gemeinsam mit Hardwell, der ihn als Idol bezeichnet, das Lied Zero 76. Ausschlaggebend für den Titel war die Telefonvorwahl „076“ ihrer Heimatstadt Breda. Tiësto ermöglichte ihm einen Gastauftritt bei einem seiner Konzerte. Zudem traten sie im Jahr 2014 auf dem Tomorrowland Festival in Belgien auf. Ihr gemeinsames Set wurde auf YouTube innerhalb kürzester Zeit mehrere Millionen Male aufgerufen. Kurz darauf erschien Maximal Crazy. Dieser entwickelte sich zu einem maßgebenden Erfolg in der EDM-Szene.
Im Folgejahr veröffentlichte er den zweiten Teil seiner Club-Life-Kompilations-Reihe mit dem Zusatz Volume Two Miami. Auf diesem war eine neue Produktion mit dem Titel We Own the Night zu finden. Das Lied entstand mit dem US-amerikanischen DJ und Produzenten Wolfgang Gartner. Eine Vocal-Version wurde gemeinsam mit der britischen Sängerin Luciana Caporaso. Chasing Summer stellt eine weitere Neuproduktion dar.
Gegen Ende 2012 veröffentlichte Tiësto das Lied Make Some Noise, mit dem er sich weiter von seinem früheren Trance-Stil abgrenzte. Insbesondere ein Remix von Dyro konnte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Eine Vocal-Version entstand mit dem Sänger Ben McInerney der Musikgruppe New Navy. Parallel kollaborierte er mit Showtek an dem Lied Hell Yeah. Ein Remix zu ihrem Lied Get Loose erreichte eine Platzierung in den niederländischen Singlecharts.
2013 bis 2014: A Town Called Paradise mini|Tiësto (2012) Im Frühjahr produzierte er gemeinsam mit den DJs und Produzenten Quintino und Alvaro das Lied United als Hymne für das Ultra Music Festival 2013. Im Laufe des Jahres erschien eine Reihe weiterer Produktionen über sein Plattenlabel. Hinter diesen verbergen sich unter anderem Kollaborationen mit unter anderem MOTi, Dyro und Nari & Milani. Allesamt vertraten sie den Bereich des Electro-House. Ebenfalls produzierte er unter anderem mit Blasterjaxx und Moska mehrere Remixe.
Im Sommer des Jahres 2013 gab Tiësto bekannt, dass für 2014 die Veröffentlichung eines neuen Studioalbums geplant sei. Der Musikstil bewege sich zwischen Dance-Pop und Progressive-House. Hierzu sagte er, dass er in einem Interview mit DJ Mag erzählte, dass er seine Rolle als Tiësto Trance-Guy als auserzählt ansehen würde und mit den neuen, jungen Nachwuchs-Größen der Szene, die ihn als eine Art „Godfather“ sehen würden, in Verbindung stehen wolle. Beim Tomorrowland-Festival 2013 spielte er erstmals ausgewählte Lieder des Albums.
Als erste Vorab-Single wurde Red Lights im Februar 2014 veröffentlicht. Gesungen wird das Lied von Michel Zitron, dem Studiopartner von John Martin. Der Track erreichte die Charts in einer Vielzahl von Ländern. In Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden und Australien erreichte er die Top 10.Chartstatistik für „Red Lights“ auf acharts.us Des Weiteren erschienen im Internet Studioversionen einiger weiterer Lieder, die auf dem Album vorhanden sein werden. Darunter sind eine Zusammenarbeit mit Icona Pop sowie das Lied Footprints (Around the World), das von Cruickshank gesungen wird und lange als zweite Single-Auskopplung gehandelt wurde. Als zweite Auskopplung erschien letztlich der Track Wasted zusammen mit dem Sänger Matthew Koma als Single. Am 25. April 2014 wurde dann auch das offizielle Musikvideo zu Wasted, das Erscheinungsdatum von A Town Called Paradise und die Titelliste veröffentlicht.