mini|Elisabeth Max-Theurer – Moskau 1980 Elisabeth „Sissy“ Max-Theurer (* 20. September 1956 in Linz als Elisabeth Theurer) ist eine österreichische Sportfunktionärin, Olympiasiegerin und ehemalige Dressurreiterin.
Leben Elisabeth Theurer wurde 1956 in Linz geboren. Sie begann im Alter von zehn Jahren zu reiten und spezialisierte sich auf Dressur. Elisabeth Max-Theurer ist die Tochter von Josef Theurer, dem Miteigentümer des Gleisbaumaschinenunternehmens Plasser & Theurer.Dressur-Olympiasiegerin Elisabeth Max-Theurer wird 60, Salzburger Nachrichten, 20. September 2016 1968 begegnete sie erstmals dem Ampflwanger Reitlehrer Hans Max, welcher 1974 ihr Trainer und 1983 ihr Ehemann wurde. Sie haben zwei Kinder, Tochter Victoria Max-Theurer ist ebenfalls Dressurreiterin und mehrmalige Olympiateilnehmerin (2004, 2008, 2012, 2016). Hans Max starb im August 2019 im 77. Lebensjahr.nachrichten.at: Pferdesport: Hans Max-Theurer mit 76 Jahren gestorben
Elisabeth Max-Theurer lebt mit ihrer Familie auf Schloss Achleiten in Kematen an der Krems, wo sie einen Zucht- und Ausbildungsbetrieb mit zwanzig Pferden führt.
Sportliche Laufbahn Moskau 1980|mini Als Dressurreiterin wurde Elisabeth Theurer 1978 österreichische Staatsmeisterin, im Jahr darauf Europameisterin und 1980 Olympiasiegerin. Alle diese Erfolge feierte sie auf dem Schimmelwallach Mon Cherie.
Elisabeth Theurer holte bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau die einzige Goldmedaille für Österreich. Ihr Sieg wurde relativiert. Da die Sommerspiele 1980 von vielen Nationen boykottiert wurden und dadurch viele Medaillenfavoriten nicht teilnehmen konnten, sei Max-Theurer zwar 1980 die beste Teilnehmerin im olympischen Wettbewerb gewesen, doch seien die Wettkämpfe in Moskau eben nicht unter den besten Dressurreitern der Welt ausgetragen worden.
Zwischen 1983 und 1992 wurde sie noch drei weitere Male österreichische Staatsmeisterin. 1994 trat sie vom aktiven Wettbewerb zurück.Sonst wäre es ein Russe gewesen, in: Der Standard, Zugriff am 2. September 2016
Wichtigste Erfolge 1978: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten mit Mon Cherie 1979: Europameisterin im Dressurreiten in Aarhus, Dänemark mit Mon Cherie 1979: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten mit Mon Cherie 1980: Olympiasiegerin in Moskau mit Mon Cherie 1980: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten mit Mon Cherie 1983: 10. Platz Europameisterschaften in Aachen mit Acapulco 1983: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten 1984: 11. Platz Olympische Spiele in Los Angeles mit Acapulco 1984: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten Wettkampfpause nach der Geburt ihrer Kinder 1992: 8. Platz Einzelwertung Olympische Spiele in Barcelona mit Liechtenstein 1992: Österreichische Staatsmeisterin im Dressurreiten 1994: 12. Platz Weltmeisterschaften in Den Haag mit Liechtenstein
Sportfunktionärin Seit 2002: Präsidentin des Bundesfachverbands für Reiten und Fahren im Österreichischen Pferdesportverband (OEPS) 2005: Mitglied des Vorstandes des Österreichischen Olympischen Comités (Beirat für Frauenfragen) Seit 2005: Vizepräsidentin und Sprecherin des Aufsichtsrates der Spanischen Hofreitschule Wien Seit 6. November 2012: Vizepräsidentin des Österreichischen Olympischen Comités
Ehrungen 1996: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 2010: Konsulentin für Sportwesen, verliehen vom Land Oberösterreich zum 30-jährigen Jubiläum ihres Olympiatitels, Landeskorrespondenz Nr. 161 vom 20. Juli 2010, Internetpräsenz des Landes Oberösterreich
Kritik Das österreichische Nachrichtenmagazin „News“ berichtete in der Ausgabe vom 26. April 2012 vom Vorwurf, dass „Verbandsgelder vergeudet und die Bilanz 2010 geschönt worden sei.“ Max-Theurer wurde in ihrer Funktion als Präsidentin des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) dem Vorwurf der Bilanzschönung und der Geldvergeudung ausgesetzt.Zoff beim Reitsportverband. In: News.at 17/12 vom 26. April 2012, abgerufen am 22. Mai 2012. Aufgrund dieser Vorwürfe prüfte die Bundessportorganisation die korrekte Verwendung der öffentlichen Gelder. Bei der Prüfung konnte die Bundessportorganisation keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Die Bilanzen des OEPS werden weiters von externen, unabhängigen Wirtschaftsprüfern erstellt und geprüft.Falscher, anonymer Vorwurf gegen OEPS, Pressemitteilung des Österreichischen Pferdesportverbandes, 12. Juni 2012 Die Anzeige wurde zurückgelegt, da keinerlei Verdachtsmomente vorlagen. In "heute.at" vom 12. Juni 2012, abgerufen am 10. Juni 2012 In "heute.at" vom 11. Juni 2012. Der OEPS ließ daher gegen diese Vorwürfe juristische Schritte einleiten. Am 21. August 2012 verurteilte das Landesgericht für Strafsachen Wien die AHVV Verlags GmbH (Periodische Druckschrift HEUTE), wegen übler Nachrede (§ 6 MedienG) und Verletzung des Identitätsschutzes (§ 7a MedienG), zur Zahlung einer Entschädigung und zur Urteilsveröffentlichung (in HEUTE) verurteilt.
Zivilrechtliche Verfahren gegen die AHVV Verlags GmbH und Verlagsgruppe News sowie gegen die vermeintlichen Initiatoren der negativen Medienkampagne endeten im Vergleich.
Im Jahr 2026 wurde der King of the Lake am Attersee gegenüber dem üblichen Termin um eine Woche verschoben. Medien brachten die Verschiebung mit einer Feier anlässlich Max-Theurers 70. Geburtstags in Verbindung.
Weblinks
Elisabeth Max-Theurer auf der Webpräsenz von Victoria Max-Theurer
Einzelnachweise
Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1980 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1984 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1988 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1992 Kategorie:Olympiasieger (Dressurreiten) Kategorie:Olympiateilnehmer (Österreich) Kategorie:Europameister (Dressurreiten) Kategorie:Österreichischer Meister (Dressurreiten) Kategorie:Reiter (Österreich) Kategorie:Sportler (Oberösterreich) Kategorie:Spanische Hofreitschule Kategorie:Pferdesportfunktionär Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1956 Kategorie:Frau