Papa Don’t Preach ist ein Lied von Madonna aus dem Jahr 1986, das von ihr und Brian Elliot geschrieben wurde. Es erschien auf dem Album True Blue.

Geschichte Die Aufnahmen fanden im Herbst 1985 statt. Das Lied handelt von einer schwangeren Teenagerin, die gegen den Willen ihres Vaters und ihrer Freunde weder eine Abtreibung durchführen noch das Kind zur Adoption freigeben möchte.

Elliot schrieb zunächst eine Rohfassung des Songs, und nach Madonnas Bearbeitung erhielt das Stück eine Handlung. Beim Schreiben der ersten Fassung ließ sich Elliot von einigen Schülerinnen der North Hollywood High School in Los Angeles inspirieren, vor allem von denen, die bereits als Teenager schwanger wurden. Am offenen Fenster seines Studios bekam Elliot verschiedene Diskussionen und Meinungen über Teenagerschwangerschaften von Schülerinnen der nahe gelegenen High School mit. 2009 befragte die Musikzeitschrift Rolling Stone Madonna, weswegen der Titel Papa Don't Preach ausgewählt wurde.

Der Song beginnt mit einem Streicherintro. Im Folgenden sind Rhythmus-, Akustik- und E-Gitarren, Keyboard, Drumcomputer und Streichinstrumente zu hören, das Tempo ist 116 BPM. Die Tonart ist F-Moll. Das Intro ist angelehnt an die Musik Beethovens. Das Stück belegte Platz eins der Singlecharts in den Vereinigten Staaten und Großbritannien.

Musikvideo Beim Musikvideo führte James Foley Regie, der auch die Regie zu den Videos zu Live to Tell und True Blue übernahm. Für die Kameraarbeit zeichnete Michael Ballhaus verantwortlich. Die Außenaufnahmen entstanden hauptsächlich in Staten Island, unter anderem an der Staten Island Ferry und in Ward Hill.

Im Video spielt Madonna einen Tomboy; sie trägt Jeans, eine schwarze Lederjacke und ein T-Shirt mit der Aufschrift „Italians Do It Better“ („Italiener können es besser“). Zu Beginn des Videos sieht man die Skyline von New York City, es folgten Kindheitsaufnahmen mit ihrem Vater, der von Danny Aiello dargestellt wird. Sie erblickt einen Mann, dargestellt von Alex McArthur, und verliebt sich in ihn. Beim Refrain tanzt sie in einem dunklen Raum in halblanger schwarzer Hose und einem Bustier im Stil der 50er Jahre. Um ihren Freund zu besuchen, folgt sie ihm zu seinem Arbeitsplatz, wo er als Automechaniker arbeitet, und beide verbringen nach der Arbeit den Abend zusammen. Nach dem Date findet sie heraus, dass sie schwanger ist und sagt dies nach langem Zögern ihrem Vater. Danach folgt ein Streit; am Ende versöhnen sich Madonna und ihr Vater.

Das Video wurde bei den MTV Video Music Awards 1987 mit einem Award in der Kategorie Best Female Video ausgezeichnet.

Kommerzieller Erfolg Chartplatzierungen

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Coverversionen 1986: Weird Al Yankovic (Polka Party) 1999: Ten Masked Men 2002: Kelly Osbourne 2002: Mad’House 2003: Alisha 2004: Mario Winans 2009: Glee

Weblinks

Offizielles Musikvideo zu Papa Don’t Preach auf YouTube

Einzelnachweise

Kategorie:Nummer-eins-Hit Kategorie:Popsong Kategorie:Madonna-Lied Kategorie:Lied 1986 Kategorie:Lied von Madonna