Mnichov (deutsch Einsiedl) ist eine Gemeinde im Okres Cheb in Tschechien. Geographie Geographische Lage Die Stadt liegt in Westböhmen, zehn Kilometer nordöstlich von Marienbad.

Gemeindegliederung Die Gemeinde Mnichov besteht aus den Ortsteilenhttp://www.uir.cz/casti-obce-obec/554677/Obec-Mnichov Mnichov (Einsiedl), Rájov (Rojau) und Sítiny (Rauschenbach i. Kaiserwald), die zugleich Katastralbezirkehttp://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/554677/Obec-Mnichov bilden.

Geschichte mini|links|hochkant|Kirche mini|hochkant|Rathaus mini|Brunnen Am 10. Juli 1437 wurde der Ort zur Stadt erhoben.

Jo(b)st von Einsied(e)l, Herr auf Burg Teyrzow und 1460 der Grundherrschaft Pürglitz und Kozlan, königlich böhmischer Geheimsekretär des Georg von Podiebrad, wurde später zum Ritter geschlagen, Landrichter von Prag, und ist nach 1474 verstorben. Dessen Sohn Heinrich (der Ältere) nannte sich als erster Teyrzowsky von Einsiedel.Roman von Procházka: Genealogisches Handbuch erloschener böhmischer Herrenstandsfamilien, Neustadt an der Aisch 1973, S. 312, Stammfolge Teyrzowsky von Einsiedel ( Teyrzowsky z Enzidle ) mit einer Beschreibung des Wappens, ISBN 3 7686 5002 2

1549 starb der Ort durch die Pest fast vollständig aus und musste neu besiedelt werden. 1637 erhielt die Stadt die Gerichtsbarkeit. 1727 hat Karl VI. einen Handelsweg von Eger nach Prag durch Einsiedl angeordnet. Die Eigentümer der Kohlengrube in Einsiedl Johann Dietl, Johann Hüttner und Johann Schreyer kauften 1834 die Porzellanfabrik in Chodov (Chodau). Einsiedl gehörte vor 1848 zur Grundherrschaft des Stifts Tepl, ab 1850 zum Gerichtsbezirk Tepl und kam 1888 zum Gerichtsbezirk Marienbad.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Einsiedl 1919 der neu geschaffenen Tschechoslowakei zugeschlagen.

Aufgrund des Münchner Abkommens kam der Ort 1938 zum Deutschen Reich und gehörte bis 1945 zum Landkreis Marienbad, Regierungsbezirk Eger, im Reichsgau Sudetenland.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die Tschechoslowakei die Stadt. Die deutschsprachigen Bewohner wurden in der Folgezeit größtenteils enteignet und vertrieben.

Einwohnerentwicklung Bis 1945 war Einsiedl überwiegend von Deutschböhmen besiedelt, die vertrieben wurden. + Bevölkerungsentwicklung bis 1945 Jahr Einwohner Anmerkungen 1785 k. A. 137 HäuserJaroslaus Schaller: Topographie des Königreichs Böhmen. Band 9: Pilsner Kreis, Prag 1788, S. 196–197, Ziffer 25). 1830 851 in 136 HäusernJahrbücher des böhmischen Museums für Natur- und Länderkunde, Geschichte, Kunst und Literatur. Band 2, Prag 1831, S. 203, Ziffer 14). 1837 806 in 136 Häusern,Johann Gottfried Sommer: Das Königreich Böhmen. Band 6: Pilsner Kreis, Prag 1838, S. 272, Ziffer 48). 1857 846 in 144 HäusernF. C. Watterich von Watterichsburg: Handwörterbuch der Landeskunde des Königreichs Böhmen. Prag und Leitmeritz 1862, S. 572, rechte Spalte. 1869 1074 in 143 Häusern 1880 1137 in 143 Häusern 1890 1166 in 137 Häusern 1900 1095 in 143 Häusern 1910 1004 in 132 Häusern 1921 913 davon 888 deutsche Einwohner,Genealogie-Netz Sudetenland in 129 Häusern 1930 888 in 135 Häusern 1939 710 + Einwohnerzahlen seit Ende des Zweiten Weltkriegs Jahr 1950 1961 1970 1980 1991 2001 2011 Einwohner 296 177 288 284 280 206 209

Sehenswürdigkeiten Kirche der Heiligen Peter und Paul, erbaut 1725, Klosterschule der Schwestern von Notre Dame, früher Mädcheninternat aus dem Jahr 1856, heute renoviert und als Kinderheim verwendet Kirche Himmelfahrt der Jungfrau Maria in Sítiny Kirche der Heiligen Johannes und Paul in Rájov, erbaut 1789

Wirtschaftliche Entwicklung Bereits im Mittelalter wurde im Ort Bier gebraut. Daneben gab es etliche Mühlen. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gab es im Ort eine Bierbrauerei, ein Sägewerk und Spielwarenerzeugung. 1945 und 1946 wurden die deutschsprachigen Bewohner des Ortes im Zuge der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei enteignet und zum Verlassen des Ortes gezwungen. Einsiedl wechselte den Ortsnamen und lag im Bereich der Grenzbefestigungen der Tschechoslowakei im Kalten Krieg.

Der alte Mineralwasserbrunnen Grüner Säuerling wurde für Trinkkuren genutzt und als Mineralwasser zum Versand abgefüllt. Am Rande des Ortes entstand nach einer Bohrung eine neue Werksanlage, von der die Mineralwassermarke Magnesia in den internationalen Handel kommt.Waldquelle Kobersdorf Ges.m.b.H.: Geschichte: Grüner Säuerling - Magnesias ältere Schwester. auf www.magnesia.atVšechna práva vyhrazena: Grünská kyselka. auf www.slavkovsky-les.cz (tschechisch)

Sohn des Ortes Jobst von Einsiedel (um 1420 – um 1476), königlicher Sekretär Gustav Zeidler (1839–1905), deutscher Kommunalpolitiker in Marienbad, Ehrenbürger von Einsiedl

Weblinks

Homepage tschechisch

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1437