right|200px|Olympische Ringe Bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona wurden im Volleyball Turniere für Frauen und Männer ausgetragen.

Qualifikation Bei den Männern qualifizierten sich zwölf Mannschaften für das olympische Turnier. Spanien war als Gastgeber, die USA als Titelverteidiger gesetzt. Italien kam als amtierender Weltmeister, Kuba als Sieger des World Cup 1989. Algerien (Afrika), Japan (Asien), das Vereinte Team (Europa), Kanada (NORCECA) und Brasilien (Südamerika) qualifizierten sich über kontinentale Vorausscheidungen. Südkorea kam als Fünfter des World Cup 1991. Frankreich und die Niederlande gewannen die Turniere in Montpellier und Rotterdam im Mai 1992.

Bei den Frauen qualifizierten sich acht Mannschaften über die Platzierungen der vorhergehenden Olympischen Spiele und internationalen Meisterschaften. Qualifikationsturniere der Männer

Gruppe A in Montpellier Platz Team Sätze Siege 1. 15:4 5 2. 13:7 3 3. 11:9 3 4. 8:10 2 5. 5:13 1 6. 4:13 1 Gruppe B in Rotterdam Platz Team Sätze Siege 1. 13:5 4 2. 12:5 4 3. 13:7 3 4. 9:7 3 5. 4:12 1 6. 0:15 0

Unter den punktgleichen Siegern des Turniers in Rotterdam wurde ein Entscheidungsspiel ausgetragen, welches die Niederländer mit 3:0 gewannen.

Modus right|100px|Volleyball Bei den Männern wurden die zwölf qualifizierten Mannschaften in zwei Gruppen mit jeweils sechs Teilnehmern gelost. Die Vorrunde wurde nach dem Modus „jeder gegen jeden“ ausgetragen. Die besten vier Teams jeder Gruppe erreichten das Viertelfinale. Anschließend ging es im einfachen K.-o.-System weiter bis zum Finale.

Bei den Frauen gab es zwei Gruppen mit jeweils vier Teilnehmern. Die Gruppensieger erreichten direkt das Halbfinale, die Gruppenzweiten und -dritten spielten über Kreuz zwei weitere Halbfinalisten aus.

Die Spiele wurden vom 26. Juli bis 9. August in Barcelona ausgetragen. Die Spielstätten waren der Palau Municipal d’Esports de Barcelona, Pavelló de la Vall d’Hebron und Palau Sant Jordi.

Spielplan Männer Vorrunde In Gruppe A belegte Italien trotz der abschließenden Niederlage gegen die USA den ersten Platz vor den Amerikanern. Spanien erreichte mit drei 3:2-Siegen das Viertelfinale, für das sich auch Japan qualifizierte.

In Gruppe B dominierte Brasilien, das lediglich zwei Sätze abgab. Kuba gewann vier von fünf Spielen. Außerdem kamen das Vereinte Team der sowjetischen Nachfolgestaaten und die Niederlande ins Viertelfinale.

Gruppe A Platz Team Sätze Punkte 1. 13:5 8 2. 13:8 8 3. 11:12 6 4. 10:12 4 5. 10:12 2 6. 6:14 2 Gruppe B Platz Team Sätze Punkte 1. 15:2 10 2. 12:3 8 3. 9:8 6 4. 7:9 4 5. 3:12 2 6. 1:15 0

26. Juli Japan USA 3:1 Italien Frankreich 3:1 Spanien Kanada 3:228. Juli USA Kanada 3:2 Frankreich Japan 3:2 Italien Spanien 3:030. Juli Italien Japan 3:0 Kanada Frankreich 3:0 USA Spanien 3:21. August USA Frankreich 3:0 Italien Kanada 3:1 Japan Spanien 2:33. August Japan Kanada 3:2 Spanien Frankreich 3:2 Italien USA 1:326. Juli Niederlande Kuba 1:3 Vereintes Team Algerien 3:0 Brasilien Südkorea 3:028. Juli Kuba Algerien 3:0 Brasilien Vereintes Team 3:1 Niederlande Südkorea 3:030. Juli Südkorea Algerien 3:0 Brasilien Niederlande 3:0 Kuba Vereintes Team 3:11. August Vereintes Team Südkorea 3:0 Niederlande Algerien 3:0 Kuba Brasilien 1:33. August Vereintes Team Niederlande 3:1 Kuba Südkorea 3:0 Brasilien Algerien 3:0 Im Spiel zwischen den USA und Japan erhielt Bob Samuelson beim Stand von 2:1 Sätzen und 14:13 Punkten für Japan seine zweite Verwarnung. Damit wäre ein zusätzlicher Punkt für Japan verbunden und das Spiel mit einem 3:1-Sieg der Japaner beendet gewesen. Die Schiedsrichter übersahen jedoch diese Konsequenz, setzten das Spiel fort, und die USA gewannen schließlich mit 3:2 Sätzen. Dem nachträglichen Protest der Japaner wurde stattgegeben und das Spiel mit 3:1 für Japan gewertet.

Finalrunde Südkorea (3:1 im Platzierungsspiel gegen Kanada) belegte insgesamt den neunten Rang, Frankreich (3:0 gegen Algerien) wurde Elfter.

Im Viertelfinale am 5. August qualifizierten sich die Niederlande mit einem knappen Sieg gegen Italien (17:16 im Tiebreak) als einzige Europäer für das Halbfinale. Alle anderen Halbfinalisten kamen vom amerikanischen Kontinent. Im Halbfinale am 7. August besiegten die Brasilianer den Titelverteidiger USA, der anschließend gegen Kuba Bronze gewann. Das Finale am 9. August gegen die Niederlande gewann Brasilien in drei Sätzen.

Spielplan Frauen Vorrunde Gruppe A Platz Team Sätze Punkte 1. 8:3 4 2. 8:5 4 3. 6:5 4 4. 0:9 0 Gruppe B Platz Team Sätze Punkte 1. 9:2 6 2. 7:6 4 3. 4:8 2 4. 5:9 0

29. Juli Vereintes Team Spanien 3:0 Japan USA 3:231. Juli USA Vereintes Team 3:2 Japan Spanien 3:02. August Vereintes Team Japan 3:0 Spanien USA 0:329. Juli Brasilien Niederlande 3:1 China Kuba 1:331. Juli China Niederlande 2:3 Kuba Brasilien 3:12. August Kuba Niederlande 3:0 Brasilien China 3:2

Finalrunde Japan (3:1 im Platzierungsspiel gegen die Niederlande) belegte den fünften Platz. China (3:0 gegen Spanien) wurde Siebter.

Im Viertelfinale am 4. August setzten sich die beiden Gruppenzweiten USA und Brasilien durch. Beide Teams schieden allerdings im Halbfinale am 6. August aus. Kuba gewann das NORCECA-Duell gegen das US-Team, das sich später Bronze holte. Die Südamerikaner scheiterten am Titelverteidiger (damals Sowjetunion). Im Endspiel triumphierte Kuba über das Vereinte Team.

Medaillen Männer Platz Land Spieler 1 Amauri Ribeiro, Antônio Gouveia, Douglas Chiarotti, Giovane Gávio, Janelson Carvalho, Jorge Edson, Maurício Lima, Marcelo Negrão, Paulo André Silva, André Ferreira, Talmo Oliveira, Alexandre Ramos Samuel 2 Edwin Benne, Peter Blangé, Ron Boudrie, Henk Jan Held, Martin van der Horst, Marko Klok, Olof van der Meulen, Jan Posthuma, Avital Selinger, Martin Teffer, Ronald Zoodsma, Ronald Zwerver 3 Nick Becker, Carlos Briceno, Robert Ctvrtlik, Scott Fortune, Dan Greenbaum, Brent Hilliard, Bryan Ivie, Douglas Partie, Bob Samuelson, Eric Sato, Jeffrey Stork, Steve Timmons

Frauen Platz Land Spieler 1 Regla Bell, Mercedes Calderón, Magaly Carvajal, Marlenis Costa, Idalmis Gato, Lilia Izquierdo, Norka Latamblet, Mireya Luis, Tania Ortíz, Regla Torres, Raisa O’Farrill, Ana Ibis Fernández 2 Jewgenija Artamonowa, Jelena Batuchtina, Swetlana Korytowa, Galina Lebedewa, Tatjana Menschowa, Natalja Morosowa, Marina Nikulina, Walentina Ogijenko, Tatjana Sidorenko, Irina Smirnowa, Jelena Tschebukina, Swetlana Wassilewskaja 3 Janet Cobbs, Tara Cross-Battle, Lori Endicott, Caren Kemner, Ruth Lawanson, Tammy Liley, Elaina Oden, Kimberly Oden, Liane Sato, Paula Weishoff, Tonya Williams, Yoko Zetterlund

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