Raimund Behrend (* 12. Juli 1832 in Danzig; † 1906)Kösener Korps-Listen 1910, 22, 75 war ein deutscher Gutsbesitzer und Mitglied des Reichstags des Deutschen Kaiserreichs.
Leben Behrend besuchte das Gymnasium in Schulpforta und studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1855 wurde er Mitglied des Corps Hansea Bonn. Seit 1856 war er Gutsbesitzer in Arnau, Landkreis Königsberg, das früher Theodor von Schön gehört hatte. Im Herbst 1858 wurde er in den Ständigen Ausschuss der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft für Ost- und Westpreußen gewählt.Gerhard Eisfeld: Die Entstehung der liberalen Parteien in Deutschland, Verlag für Literatur und Zeitgeschehen, Hannover 1969, Seite 23 1879 und 1882 kandidierte er erfolglos für das Preußische Abgeordnetenhaus. Von 1881 bis 1884 war er Reichstagsabgeordneter für den Reichstagswahlkreis Regierungsbezirk Königsberg 10 und die Deutsche Fortschrittspartei.Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten, 2. Auflage. Berlin 1904, S. 7 Behrend war seit 1861 mit Martha (1841–1912), der ältesten Tochter des Bankiers Rudolph Oppenheim, verheiratet. Sie hatte zwei Söhne und eine Tochter, die deutsche Schriftstellerin Dora Eleonore Behrend.
Literatur Bernd Haunfelder: Die liberalen Abgeordneten des deutschen Reichstags 1871–1918. Ein biographisches Handbuch. Aschendorff, Münster 2004, ISBN 3-402-06614-9.
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Einzelnachweise
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