Die 299. Infanterie-Division (299. ID) war ein militärischer Großverband der Wehrmacht.
Geschichte
Einsatzgebiete: Deutschland: Februar bis Mai 1940 Frankreich: Mai 1940 bis Juni 1941 Am 14. Mai 1940 griff die Division, zusammen mit der 76. ID und der 36. ID den Sektor Verdun an.Dominique Lormier „Comme des Lions (mai juin 1940, le sacrifice héroïque de l'armée française)“ Paris Éditeur: Calmann-Lévy 2005, ISBN 2-7021-3445-9 Abschn. 257 Ostfront, Südabschnitt: Juni 1941 bis Februar 1942 Ostfront, Zentralabschnitt: Februar 1942 bis Juli 1944in den Wehrmachtberichten vom März 1942 nach ihrem Kommandeur auch als „Division Moser“ bezeichnet Polen und Ostdeutschland: September 1944 bis Februar 1945
Aufstellung Die 299. ID wurde als Division der 8. Aufstellungswelle im Februar 1940 in Erfurt aufgestellt.
Westfeldzug Im Mai 1940 nahm die Einheit am Westfeldzug teil und kämpfte in Luxemburg, Belgien und Sedan in Frankreich.
Unternehmen Barbarossa Im Juni 1941 wurde sie an die Ostfront verlegt und war zunächst als linker Flügel der 6. Armee bei der Heeresgruppe Süd unterstellt. Nach Überschreiten des Bug marschierte die 299. ID in die Region von Dubno und durchbrach bei Nowograd Wolinskij die Stalinlinie. Die achttägigen Gefechte zwischen Schitomir und Korosten führten beim IR 530 zu insgesamt 685 Gefallenen. Bei Schuljany überschritt sie den Dnepr und nahm an der Schlacht um Kiew teil.
1942 Im Jahr 1942 kämpfte sie bei Woronesch.
Unternehmen Zitadelle Im Jahr 1943 hatte sie einen Großeinsatz in der Panzerschlacht von Kursk und in der Schlacht von Gomel.
Anfang 1944 war die 299. ID schwerpunktmäßig als Teil der 3. Panzerarmee an der Straße Orscha-Witebsk im Einsatz.
Vernichtung Die 299. ID wurde im Juli 1944 im Kessel von Minsk während des Zusammenbruchs der Heeresgruppe Mitte vernichtet.
Verwendung der Reste der Division Aus dem Divisionsstab wurde die Korps-Abteilung G gebildet, welche die Divisions-Gruppe 299 einschloss. Am 1. September 1944 wurde die 299. ID aus der Korps-Abteilung G neu aufgestellt und im März 1945 im Kessel von Heiligenbeil in Ostpreußen erneut vernichtet. Überlebende wurden in die Reichsarbeitsdienst-Division 1 „Infanterie-Division Schlageter“ in der Schlacht um Berlin aufgenommen.
Personen
+ Divisionskommandeure der 299. ID:Dienstzeit Dienstgrad Name 6. April 1940 bis 1. November 1942 Generalmajor/GeneralleutnantWilli Moser 1. November bis 5. November 1942 Generalmajor Viktor Koch 5. November 1942 bis 3. Mai 1943 Generalmajor Hans Bergen 3. Mai 1943 bis 15. Januar 1944 Generalmajor Ralph Graf von Oriola 15. Januar bis 13. März 1944 OberstPaul Reichelt 13. März bis 28. Juni 1944 Generalleutnant Ralph Graf von Oriola 28. Juni 1944 bis 31. Juli 1944 Generalmajor Hans JunckJuli 1944 bis Oktober 1944GeneralleutnantRalph Graf von Oriola 1. September 1944 bis 16. Februar 1945 Oberst Karl Göbel
+ Generalstabsoffiziere (Ia) der 299. ID:Dienstzeit Dienstgrad Name 8. Februar bis 10. Juli 1940 Major Wilhelm Meyer-Detring 10. Juli 1940 bis 4. September 1942 Major Alfred Zerbel November 1942 bis Oktober 1943 Oberstleutnant Gerd von Coelln 20. September 1943 bis 5. Juni 1944 Oberstleutnant Albert Schindler 5. Juni 1944 bis März 1945 Major Hellmut Schreiber
Auszeichnungen Insgesamt wurden 33 Angehörige der 299. ID mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und 114 mit dem Deutschen Kreuz in Gold.
Gliederung Infanterie-Regiment 528 Infanterie-Regiment 529 Infanterie-Regiment 530 Artillerie-Regiment 299 Panzerjäger-Abteilung 299 Aufklärungs-Abteilung 299 Feldersatz-Bataillon 299 Pionier-Bataillon 299 Nachrichten-Abteilung 299 Nachschubtruppen
Literatur
Weblinks (PDF; 461 kB), Nafziger Collection, Combined Armed Research Library.
Anmerkungen und Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1940 Kategorie:Aufgelöst 1945 Kategorie:Historische Organisation (Erfurt) Kategorie:Division der 8. Aufstellungswelle Kategorie:Infanteriedivision (Wehrmacht)