Die 211. Infanterie-Division war ein Großverband des Heeres der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.
Geschichte Einsatzgebiete: Deutschland: September 1939 bis Februar 1941 Frankreich: Februar 1941 bis Januar 1942 Ostfront, Zentralabschnitt: Januar 1942 bis Dezember 1944 für Neuaufstellung von der Front abgezogen: Dezember 1944
Aufstellung Der Großverband wurde als Division der 3. Aufstellungswelle im August 1939 im Wehrkreis VI (Münster) aufgestellt.
Westwall Nach Grenzsicherungsaufgaben bei Prüm in der Schnee-Eifel
Westfeldzug Der Kriegseinsatz begann für die Division im Feldzug gegen Frankreich. Nach dem Vormarsch über Reims bis Auxerre erhielt die Division den Auftrag, einen Teil der Küstensicherung in der Bretagne zu übernehmen.
Atlantikwall Nach dem Ende des Frankreichfeldzug stand die Division sehr lange an der französischen Küste.
Verlegung an die Ostfront 1942 Erst im Februar 1942 wurde sie an die Ostfront verlegt und war im Raum Brjansk bis zum Sommer 1943 im Einsatz. Danach erfolgten Abwehrkämpfe gegen die vorrückende Rote Armee bei Dorogobusch, Newel und Witebsk in Belarus. Bei Kämpfen um die polnische Festung Różan erlitt die Division schwere Verluste und musste aus der Front genommen werden.
211. Volksgrenadier-Division
Aufstellung Im Dezember 1944 wurde aus den Resten der alten 211. Infanterie-Division durch Umgliederung die 211. Volksgrenadier-Division aufgestellt.
Ungarn 1945 Ab Januar 1945 kämpften ihre Angehörigen in Ungarn.
Kapitulation Angehörige der Division gerieten im Mai 1945 im Raum Budweis in sowjetische und auch in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Kommandeure Dienstzeit Dienstgrad Name1. September 1939 bis 4. Februar 1942GeneralleutnantKurt Renner4. Februar 1942 bis 16. Juli 1943GeneralleutnantRichard Müller17. Juli bis 30. September 1943GeneralmajorJohann-Heinrich Eckhardt(mit der Führung beauftragt)1. Oktober 1943 bis 8. Mai 1945GeneralleutnantJohann-Heinrich Eckhardt
Generalstabsoffiziere (Ia) Dienstzeit Dienstgrad Name1939 bis Juli 1942OberstleutnantMichael Rossmann24. Juli 1942 bis 20. Februar 1943MajorHans-Alexander von Voss20. Februar 1943 bis 10. September 1944OberstleutnantKlaus Müller10. September bis Dezember 1944MajorValentin Meyer
Auszeichnungen Insgesamt wurden 18 Angehörige der Division mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und 73 mit dem Deutschen Kreuz in Gold.
Gliederung Infanterie-Regiment 306 „Euskirchen“ Infanterie-Regiment 317 „Köln“ Infanterie-Regiment 365 „Bonn“ Artillerie-Regiment 211 Beobachtungs-Abteilung 10 (mot.) Aufklärungs-Abteilung 211 Pionier-Bataillon 211 Nachrichten-Abteilung 211 Nachschubtruppen 211
Literatur Rudolf Grube: Unternehmen Erinnerung. Eine Chronik über den Weg und den Einsatz des Grenadier-Regiments 317 in der 211. Infanteriedivision. Verlag Gieseking, Bielefeld, 1961.
Weblinks (PDF; 461 kB), Nafziger Collection, Combined Armed Research Library. www.id211.de Homepage zu Geschichte und Weg der rheinischen 211. Infanteriedivision 1939–1945 Denkmal auf dem Ehrenfriedhof in Leverkusen-Opladen
Einzelnachweise
Kategorie:Division der 3. Aufstellungswelle Kategorie:Gegründet 1939 Kategorie:Aufgelöst 1945