Ust-Omtschug () ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Magadan (Russland) mit Einwohnern (Stand ).

Geographie Die Siedlung liegt inmitten der südöstlichen Ausläufer des Suntar-Chajata-Gebirges, das in der Umgebung eine Höhe von über erreicht, bei der Mündung des linken Zuflusses Omtschug in den Kolyma-Nebenfluss Detrin. Vom Oblastverwaltungszentrum Magadan ist Ust-Omtschug etwa 180 Kilometer Luftlinie in nordwestlicher Richtung entfernt.

Ust-Omtschug ist Verwaltungszentrum des Rajons Tenkinski.

Geschichte Der Ort entstand ab 1939 im Zusammenhang mit der Erschließung von Gold- und Zinnvorkommen in der Umgebung.

Von 1949 bis 1956 befand sich in Ust-Omtschug die Verwaltung des Tenka-Straflagers (TenLag) der Dalstroi-Verwaltung im System des Gulag mit bis zu 18.000 Häftlingen, die im Bergbau und der Forstwirtschaft eingesetzt waren.

1953 wurde der Status einer Siedlung städtischen Typs verliehenUst-Omtschug auf der Webseite des Geographischen Instituts der RAN (russisch) und der Ort Verwaltungszentrum des neu geschaffenen Rajons Tenkinski.Rajon Tenkinski im regionalen Informationsportal kolyma.ru (russisch)

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1959 5.943 1970 8.223 1979 8.535 1989 11.343 2002 4.867 2010 3.914 2021 2.572Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur Ust-Omtschug ist logistisches Zentrum für die im Gebiet ansässigen Bergbauunternehmen (vorwiegend Gold, daneben Silber). Außerdem werden Forst- und Landwirtschaft für den lokalen Bedarf betrieben.

Die Siedlung liegt an einer Regionalstraße, die im 180 Kilometer entfernten benachbarte Rajonverwaltungszentrum Palatka von der Fernstraße R504 Kolyma (dem früheren Kolymatrakt) abzweigt und weiter nach Nordwesten führt, wo sie nach weiteren gut 300 Kilometern die R504 westlich von Sussuman wieder erreicht.

Bildergalerie

Persönlichkeiten Von 1949 bis 1953 lebte die deutsche Literaturwissenschaftlerin Trude Richter während ihrer Verbannung in Ust-Omtschug.

Einzelnachweise

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