Das Kastell Overbetuwe-Randwijk ist ein laut Willem J. H. Willems mit gewissen Unsicherheiten vermutetesWillem J. H. Willems: Romans and Batavians. A Regional Study in the Dutch Eastern River Area. Academisch Proefschrift ter verkrijging van de graad van doctor in de Letterencaan de Universiteit van Amsterdam. Eigenverlag, Amersfoort 1986, S. 250–252.Saskia G. van Dockum: Das niederländische Flussgebiet. In: Tilmann Bechert und Willem J. H. Willems (Hrsg.): Die römische Reichsgrenze zwischen Mosel und Nordseeküste. Theiss, Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1189-2, S. 78 f. römisches Auxiliarkastell des Niedergermanischen Limes. Das ehemalige Militärlager befand sich vermutlich auf dem Gebiet von Randwijk, einem Dorf der Gemeinde Overbetuwe in der niederländischen Provinz Gelderland.
Lage und Kastellhypothese mini|Randwijk im Verlauf des Niedergermanischen Limes Aufgrund der relativ großen Entfernung zwischen den Militärlagern in Driel und Carvo/Kesteren sowie der strategischen Bedeutung des Raumes unmittelbar um Randwijk wird dort ein weiteres Kastell vermutet. Die strategische Bedeutung ergab sich durch den Umstand, dass dort die Limesstraße von einer in Süd-Nord-Richtung verlaufenden Straßenverbindung gekreuzt wurde. Diese Straße verlief von Herveld über Zetten nach Randwijk, kreuzte bei Wageningen-Lexkesveer den Rhein und führte von dort aus weiter in die Gegend um Ede und möglicherweise bis zum Marschlager Ermelo. Ein weiteres, wenngleich schwaches Indiz liefert der Umstand, dass Orte mit dem Namenssuffix -wijk zu den ältesten niederländischen Orten überhaupt gehören.D. P. Blok: Toponymische gegevens over Merovingisch-Karolingisch Midden- en West-Nederland. In: A. Weijnen (Hrsg.): Frankisch, Merovingisch, Karolingisch. Studia Theodisca 3, Assen 1965, S. 51–62.
Funde und Befunde Die Lage des Kastells wurde bis heute nicht lokalisiert, lediglich in unmittelbarer Umgebung der Kirche von Randwijk konnten römische Kulturschichten festgestellt werden. Darüber hinausgehende Befunde sind nicht bekannt, das Lager scheint völlig erodiert zu sein. Zu dem Fundmaterial militärischer Provenienz aus und um Randwijk, das die Kastellhypothese erhärtet, zählt neben ein oder zwei Ziegelstempeln, einer Handvoll Scherben und möglicherweise sekundär verwendetem römischem Baumaterial vom gegenüberliegenden Rheinufer vor allem ein Pugio, ein römischer Militärdolch. auf cultuurwijzer.nl, einer offiziellen Webseite für das kulturelle Erbgut der Niederlande
Siehe auch Liste der Truppenlager am Niedergermanischen Limes Liste der römischen vici in Niedergermanien
Literatur Saskia G. van Dockum: Das niederländische Flussgebiet. In: Tilmann Bechert und Willem J. H. Willems (Hrsg.): Die römische Reichsgrenze zwischen Mosel und Nordseeküste. Theiss, Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1189-2, S. 78 f. Willem J. H. Willems: Romans and Batavians. A Regional Study in the Dutch Eastern River Area. Academisch Proefschrift ter verkrijging van de graad van doctor in de Letterencaan de Universiteit van Amsterdam. Eigenverlag, Amersfoort 1986, S. 250–252.
Weblinks Overbetuwe (Randwijk) auf cultuurwijzer.nl, einer offiziellen Webseite für das kulturelle Erbgut der Niederlande, (niederländisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Römische Befestigungsanlage (Germania inferior) Kategorie:Archäologischer Fundplatz in den Niederlanden Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa Kategorie:Overbetuwe Kategorie:Bauwerk in Gelderland Kategorie:Geographie (Gelderland) Kategorie:Befestigungsanlage im Königreich der Niederlande Kategorie:Römisches Bauwerk in den Niederlanden