Greimersburg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Cochem an.

Geographie Greimersburg liegt in der Osteifel zwischen Trier und Koblenz in Nähe der Städte Cochem an der Mosel und Kaisersesch. Zu Greimersburg gehören auch die Wohnplätze Browels-Mühle, Fahrendeierhof, Göbels-Mühle, Kaus-Höfe, Maxmehrmühle, Osters-Mühle, Schneiders-Mühle, Thönnesgens-Mühle und Weißmühle.

Geschichte

Greimersburg wurde erstmals im Jahr 1446 unter dem Namen „Greimersbeuren“ urkundlich erwähnt.Elmar Rettinger: Historisches Ortslexikon Rheinland-Pfalz. Band 1: Ehemaliger Landkreis Cochem, Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 1985. ISBN 3-515-04173-7, S. 19 (Google Books)

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Greimersburg landesherrlich zu Kurtrier und war dem Hochgericht Klotten im Amt Cochem zugeordnet. Im Trierer Feuerbuch aus dem Jahr 1563 waren 26 Feuerstellen (Haushalte) in Greimersburg (Grimmersburg) verzeichnet, 1684 waren es 22.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 117, 146.

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer annektiert, von 1798 bis 1814 gehörte Greimersburg zum Kanton Cochem im Arrondissement Koblenz des Rhein-Mosel-Departements. Munizipalräte (Greimersburger Gemeindevertreter in der Mairie Cochem) waren 1808 die Bürger Gilles, Münch und Schuwerak.Handbuch für die Bewohner vom Rhein-Mosel-Departement, Koblenz: Prefektur-Buchdruckerey, 1808, S. 60 (www.dilibri.de)

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress (1815) wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung kam die Gemeinde Greimersburg zur Bürgermeisterei Cochem im Kreis Cochem, der zum neuen Regierungsbezirk Koblenz sowie von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher, 1843, S. 36 (www.dilibri.de)

Seit 1946 ist Greimersburg Teil des Landes Rheinland-Pfalz, seit 1968 gehörte die Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Cochem-Land (seit 2009 Verbandsgemeinde Cochem) an und seit 1969 zum Landkreis Cochem-Zell.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Ortsgemeinde Greimersburg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 225 1835 470 1871 515 1905 557 1939 539 1950 501 1961 492 Jahr Einwohner 1970 585 1987 629 1997 680 2005 711 2011 692 2017 693 2022 716

Religion Greimersburg war bis zum Jahre 1728 kirchlich der katholischen Pfarrei Klotten zugeordnet. Heute bilden Greimersburg und Landkern eine Pfarrei.

Politik Gemeinderat Der Ortsgemeinderat Greimersburg besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die Wählergruppe Junglas ist mit sieben Sitzen und die Wählergruppe Mindermann mit fünf Sitzen vertreten.Greimersburg, Gemeinde- / Stadtratswahl 09.06.2024

Ortsbürgermeister Hans-Werner Junglas wurde 2012 Ortsbürgermeister von Greimersburg. Bei der Direktwahl im Juni 2024 wurde er für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.Greimersburg, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024

Der Vorgänger von Junglas als Ortsbürgermeister, der seit 2001 amtierende Paul Lauxen, hatte das Amt zum 31. Juli 2012 aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt.

Wappen

Sehenswürdigkeiten „Tal der Wilden Endert“ mit seinen ehemaligen Mühlen

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Greimersburg Liste der Naturdenkmale in Greimersburg

Weblinks

Internetpräsenz der Ortsgemeinde Greimersburg

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Cochem-Zell Kategorie:Ersterwähnung 1446