Frank Kingdon-Ward, eigentlich Francis Kingdon Ward (* 6. November 1885 in Manchester; † 8. April 1958 in Wimbledon) war ein britischer Pflanzensammler. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „“.

Leben und Wirken Frank Kingdon-Ward war ein Sohn von Harry Marshall Ward und dessen Frau Selina Mary Kingdon. Er reiste als Pflanzensammler durch den Himalaya und besuchte unter anderem Tibet, China, Burma sowie Indien. Herbrand Russell, 11. Duke of Bedford, unterstützte seine ersten Reisen finanziell. Später wurde er unter anderem von Lawrence Johnston und Lionel de Rothschild unterstütztToby Musgrave, Chris Gardner, Will Musgrave, The Plant hunters. London 1998, 212

Er brachte u. a. Rhododendren, Kamelien, Primeln, Iris, die blaue Mohnblume (Meconopsis betonicifolia) und Lilium arboricola mit nach Europa. 1952 schilderte er seine Erlebnisse im Buch Plant Hunter in Manipur.

Ehrungen Ihm zu Ehren wurde die Pflanzengattung Wardaster der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und Kingdon-Wardia aus der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) benannt.James Small, S. 230. Kingdon-Ward ist auch die Pflanzenzüchtung Pleione humilis 'Frank Kingdon Ward' gewidmet. Norman Boyd Kinnear beschrieb 1927 den Rosenschwanztrogon (Harpactes wardi). Das Typusexemplar erhielt er von Frank Kingdon-Ward, dem er auch das Artepitheton widmete.

Die Gattung Wardenia der Familie der Araliengewächse (Araliaceae) wurde dagegen zu Ehren von Charles James Hislop Warden, einem der Autoren von Pharmacographia Indica benannt.George King, S. 60. Und die Gattung Kingdonia ist zu Ehren seiner Mutter, Frau Selina Mary Ward, geb. Kingdon, der Frau von Harry Marschall Ward (1854–1906) benannt.

Die Royal Horticultural Society ehrte ihn 1934 mit der Veitch Memorial Medal.

Literatur Francis Kingdon Ward: Plant Hunting on the Edge of the World. Reprint: Theophrastus Pub., 1983, ISBN 0-913728-21-7. Francis Kingdon Ward: The Land of the Blue Poppy. Reprint: Theophrastus Pub., 1973, ISBN 0-913728-03-9. Frank Kingdon-Ward, John Whitehead (Hrsg.): Himalayan Enchantment: An Anthology. Serindia Publications, 1990, ISBN 0-906026-22-9. Charles Lyte: Frank Kingdon-Ward: The Last of the Great Plant Hunters. John Murray, 1989, ISBN 0-7195-4735-0. Michael Pollan, Tom Christopher (Hrsg.): In the Land of the Blue Poppies: The Collected Plant Hunting Writings of Frank Kingdon-Ward. Modern Library, 2003, ISBN 0-8129-6739-9. Kenneth Cox, Kenneth Storm, Ian Baker: Frank Kingdon-Ward's Riddle of the Tsangpo, Antique Collector's Club, 2004

Tim Healey, Andreas Held (Übers.): Entdecker und Abenteurer. Reihe: Unser 20. Jahrhundert. Verlag Reader’s Digest – Das Beste, Stuttgart 1999, ISBN 3-87070-830-1 (mit zahlr. Abb. – Aus dem Englischen)

Weblinks

Biographie (englisch) Biographie (englisch) From the Yangtze to the Irrawaddy (lantern lecture, London, England, 1923)

Einzelnachweise Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – https://doi.org/10.3372/epolist2022, Berlin 2022.

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