Die Tiroler Liga ist die vierthöchste Spielklasse im österreichischen Herrenfußball. Der Bewerb wird vom Tiroler Fußballverband ausgerichtet. Der Tiroler Meister ist für die Regionalliga Tirol startberechtigt, die drei Letztplatzierten steigen in die Landesliga ab.

Geschichte 1909–1938 Anfänge und Tiroler A-Klasse (1. Spielklasse in Tirol)

Saison Meister Turnier 1909 Fußball Innsbruck 1910 Tiroler SK Qualifikationsturnier 1919/20 Qualifikation für Tiroler A-Liga 1920/21 Tiroler A-Klasse 1920/21 Innsbrucker Turnverein 1922 Innsbrucker Turnverein 1922/23 SV Innsbruck 1923/24 SV Innsbruck 1924/25 SV Innsbruck 1925/26 SV Innsbruck 1927 Innsbrucker AC 1928 FC Veldidena 1928/29 Innsbrucker AC 1929/30 Innsbrucker AC 1930/31 Innsbrucker AC 1931/32 SV Hötting 1932/33 Innsbrucker AC 1933/34 SV Hötting 1934/35 Innsbrucker SK 1935/36 Innsbrucker AC 1936/37 Innsbrucker AC 1937/38 Innsbrucker SK

Bereits 1909 wurde ein Turnier zwischen Tirol und Vorarlberg ausgetragen. Bei diesem Turnier nahm Fußball Innsbruck mit zwei Mannschaften teil, die dritte Mannschaft aus Tirol war eine Realschülerauswahl. Der Teilnehmer aus Vorarlberg war der FC Lustenau. 1910 hat sich nur der Tiroler SK aus Innsbruck für ein Turnier interessiert und daher wurde ein Turnier gar nicht ausgetragen.

1919/20 entschied man sich, in der Saison 1920/21 eine Meisterschaft auszutragen. Innsbrucker SV, FC Wacker Innsbruck und FC Rapid Innsbruck waren dafür automatisch qualifiziert. Die anderen acht Mannschaften nahmen an einem Qualifikationsturnier teil, das waren: ATuS Innsbruck, FC Germania Innsbruck, Innsbrucker SV II, Rapid Innsbruck II, Studenten FC Innsbruck (Mittelschüler), FC Wacker Innsbruck II, FC Wacker Innsbruck III und FC Veldidena.

In der Saison trug man die Meisterschaften mit fünf Mannschaften aus, allerdings spielten auch die zweiten Mannschaften des Innsbrucker SV und des FC Rapid Innsbruck mit. Schon im nächsten Jahr waren zweite Mannschaften in der A-Liga nicht teilnahmeberechtigt und man spielte mit vier Mannschaften, denn der FC Veldidena stieg von der B-Liga auf. Ab 1925/26 spielte man mit fünf Vereinen, Aufsteiger waren AC Tirol und ATV Pradl. Ab der Saison 1930/31 spielte man mit sieben Vereinen, SV Hötting, SC Lichtwerke und erster Verein außerhalb von Innsbruck SV Kufstein. In der nächsten Saison spielten nur wieder vier Vereine, doch ab der Saison 1932/33 bis 1937 waren es wieder sieben Teilnehmer. In dieser Zeit wurde eine zweite Spielklasse in Oberland und Unterland eingeführt.

Die ersten Meisterschaften gewann der SV Innsbruck oder Mannschaften, die aus diesem Umkreis kamen. Der Innsbrucker AC konnte 1927 zum ersten Mal den Turniersieg erreichen, weitere folgen bis 1937. FC Veldidena war der Gewinner der Saison 1928. Der SV Hötting, der sich in den 1930er Jahren mit dem Innsbrucker SK zusammenschloss, errang die Meisterschaft in der Saison 1931/32.

1938–1945 Tiroler Kreisliga (Fußball in der Kriegszeit)

Saison Meister Tiroler Kreisliga 1938/39 FC Wacker Innsbruck (zu wenig Runden) 1939/40 Abbruch der Meisterschaft 1940/41 FC Wacker Innsbruck (inoffiziell) 1941/42 Reichsbahn SG Innsbruck (zu wenig Runden) 1942/43 Gebirgs-Artillerie Hall (zu wenig Runden) 1944 SV Innsbruck (inoffiziell) 1944/45 keine Meisterschaft ausgetragen

Durch den Krieg wurde die Tiroler Fußballmeisterschaft sehr eingeschränkt ausgetragen. Sechsmal wurde sie entweder abgebrochen oder überhaupt nicht ausgetragen, davon dreimal wurde der Meister nicht anerkannt, da zu wenig Runden ausgetragen werden konnten. Nur in der Saison 1940/41 (FC Wacker Innsbruck) und 1944 (SV Innsbruck) wurde der Meister inoffiziell anerkannt.

1946 Meister-Playoff (1. Spielklasse in Tirol)

Saison Meister Meister-Playoff 1946 Innsbrucker AC

1946 wurde der Tiroler Meister durch drei verschiedene Turniere ausgetragen. Der Meister von Innsbruck (Innsbrucker AC), Oberland (ATV Landeck/Zams) und Unterland (FC Wörgl) ermittelten in einem Meister-Playoff in einer Hin- und Rückrunde den Tiroler Landesmeister, das der Innsbrucker AC gewann.

1946–1950 Tiroler Landesliga (1. Spielklasse in Tirol)

Saison Meister Tiroler Landesliga 1946/47 SV Innsbruck 1947/48 Innsbrucker SK 1948/49 SC Kufstein 1949/50 Polizei SV Innsbruck

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch in der Tiroler Landesliga, die inoffiziell eine von den zweiten österreichischen Spielklassen war, wieder Fußball mit zehn Mannschaften gespielt. Aus Innsbruck spielten alle Innsbrucker Vereine, die im Qualifikationsturnier 1946 vertreten waren, mit, das waren Innsbrucker AC, Innsbrucker SK, SK Rot-Weiß Innsbruck, Polizei SV Innsbruck, SV Hall und SV Innsbruck, aus dem Oberland ATV Landeck und SV Reutte und aus dem Unterland FC Wörgl und SK Kufstein. Bis 1949 spielten in der A-Klasse zehn Vereine. Für die Saison 1950/51 gab es eine umfangreiche Reform, die auch die Saison 1949/50 betraf. In dieser Saison fanden erstmals in ganz Österreich Relegationsspiele statt und man konnte als westösterreichischer Verein in die Staatsliga A oder in die Staatsliga B aufsteigen. Daher nahmen in der Tiroler Landesliga nur jene Vereine teil, die es sich finanziell leisten konnten, aufzusteigen. Die Meister in dieser Zeit waren altbekannte Namen, wie Innsbrucker AC, SV Innsbruck und Innsbrucker SK. Aber auch Vereine wie SC Kufstein und PSV Innsbruck konnten erstmals den Meisterschaftstitel erringen.

1950–1960 Tiroler Landesliga (3. Spielklasse)

Saison Meister Tiroler Landesliga 1950/51 SV Hall 1951/52 ESV Austria Innsbruck 1952/53 SV Wattens 1953/54 SV Innsbruck 1954/55 SC Schwaz 1955/56 SV Hall 1956/57 Innsbrucker AC 1957/58 FC Wacker Innsbruck 1958/59 SV Landeck 1959/60 SC Kufstein

Vor der Saison 1949/50 wurde in Österreich eine Ligareform durchgeführt, die Tauernliga wurde als zweite Spielklasse eingezogen. Die Arlbergliga wurde ein Jahr später, 1950/51, gegründet, und somit war die Tiroler Landesliga eine der dritten Spielklassen in Österreich. Die besseren Vereine Tirols, die zuvor in der Landesliga gespielt hatten, spielten nun in der Arlbergliga. Deswegen scheinen jetzt viele andere Vereine auf der Siegerliste auf, die zuvor keinen Titel gewonnen hatten: SV Hall, ESV Austria Innsbruck, SV Wattens, SC Schwaz, FC Wacker Innsbruck, SV Landeck und SC Kufstein.

1960–1974 Tiroler Landesliga (3. Spielklasse)

Saison Meister Tiroler Landesliga 1960/61 Innsbrucker AC 1961/62 SV Innsbruck 1962/63 SV Hall 1963/64 Innsbrucker SK 1964/65 SV Hall 1965/66 SC Schwaz 1966/67 SC Kufstein 1967/68 SC Kundl 1968/69 Innsbrucker AC 1969/70 ESV Austria Innsbruck 1970/71 SV Hall 1971/72 SV Innsbruck 1972/73 SC Kufstein 1973/74 SV Hall

1960/61 wurde die Arlbergliga in Regionalliga West umbenannt. Die Tiroler Landesliga blieb die dritte Spielklasse und es nahmen zwölf Mannschaften teil. Bis inklusive der Saison 1973/74 gewannen Innsbruck AC (2×), SV Innsbruck (2×), SV Hall (4×), Innsbrucker SK, SC Schwaz, SC Kufstein (2×), SC Kundl und ESV Austria Innsbruck die Meisterschaft.

1974–1977 Tiroler Landesliga (3. Spielklasse)

Saison Meister Tiroler Landesliga 1974/75 SPG Innsbruck 1975/76 SPG Amateure Wattens 1976/77 SPG Amateure Wattens

In der Saison 1974/75 wurde die Bundesliga als neue erste Spielklasse eingeführt. Die Nationalliga, die bisher als erste Klasse fungiert hatte, war die neue zweite Spielklasse. Die Alpenliga wurde abgeschafft. Dadurch blieb die Tiroler Liga die dritte Spielklasse.

Der SV Innsbruck beschloss wegen finanzieller Probleme zusammen mit dem Innsbrucker SK eine Spielgemeinschaft einzugehen, die in der Saison 1974/75 auch den Meistertitel holte. Der ESV Austria Innsbruck trat 1976 dieser Spielgemeinschaft bei und spielte unter dem Namen SPG RAIKA Innsbruck. Auch eine zweite Spielgemeinschaft war erfolgreich: Die SPG Amateure Wattens holte gleich zweimal den Titel.

1977–1983 Tiroler Landesliga (4. Spielklasse)

Saison Meister Tiroler Landesliga 1977/78 SV Absam 1978/79 SC Schwaz 1979/80 SK Rum 1980/81 SC Kufstein 1981/82 SV Hall 1982/83 SV Hall

Mit der Wiedereinführung der Alpenliga in der Saison 1977/78 als dritte Spielklasse, die in der Saison 1980/81 in Regionalliga West umbenannt wurde, avancierte die Tiroler Landesliga zur vierten Spielklasse. Die Teilnehmeranzahl wurde auf 14 aufgestockt. So wie Anfang der 1950er Jahre veränderte sich die Namen der Sieger und viele Vereine konnten ab nun den Titel in der höchsten Tiroler Liga feiern: SV Absam, SC Schwaz, SK Rum, SC Kufstein und SV Hall (2×).

1983–1992 Tiroler Liga (4. Spielklasse)

Saison Meister Tiroler Liga 1983/84 SVg Mayrhofen 1984/85 SV Fügen 1985/86 SV Axams 1986/87 SV Haiming 1987/88 SV Axams 1988/89 SC Kundl 1989/90 SV Fügen 1990/91 SK Rum 1991/92 SV Wörgl

Die höchste Spielklasse in Tirol hieß nun Tiroler Liga, die mit 14. Mannschaften ausgetragen wurde. In der Siegerliste tauchen immer wieder neue Namen auf: SVg Mayrhofen, SV Axams (2×), SV Haiming, SC Kundl, SV Fügen, SK Rum und SV Wörgl.

1992–1996 Tiroler Regionalliga (3. Spielklasse)

Saison Meister Tiroler Regionalliga 1992/93 SV Wörgl 1993/94 SC Kundl 1994/95 SV Hall 1995/96 SK Rum

Von 1992 bis 1996 wurde statt der Regionalliga West, die in Salzburg, Tirol und Salzburg ausgespielt wurde, drei Ligen in diesen Bundesländern in der 3. Leistungsstufe eingeführt. Die ersten zwei bzw. drei Mannschaften der drei Ligen spielen in der Aufstiegsgruppe Regionalliga West in einem Frühjahrsdurchgang um einen Aufstiegsplatz für die 2. Division. Die restlichen sieben bzw. acht Mannschaften spielen zur gleichen Zeit in der Tiroler Regionalliga um den Tiroler Meistertitel. Meister wurden SV Wörgl (2×) SV Kundl, SV Hall und SK Rum.

1996–2008 Tiroler Liga (4. Spielklasse)

Saison Meister Tiroler Liga 1996/97 SV Kirchbichl 1997/98 SVG Reichenau 1998/99 SVG Jenbach 1999/2000 SV Axams 2000/01 SV Hall 2001/02 SK Rum 2002/03 SV Axams telesystem Tirol Liga 2003/04 SV Wörgl II 2004/05 WSG Wattens 2005/06 Innsbrucker AC 2006/07 SC Kundl 2007/08 SC Schwaz

Die höchste Tiroler Spielklasse nannte sich wieder Tiroler Liga, wurde mit 16 Mannschaften ausgespielt und die Sieger heißen: SV Kirchbichl, SVG Reichenau, SVG Jenbach, SV Axams (2×), SV Hall, SK Rum und SV Wörgl. Ab der Saison 2003/04 wurde ein Sponsor für die Tiroler Liga gewonnen, telesystem tirol. Die weiteren Gewinner lauten: WSG Wattens, Innsbrucker AC, SC Kundl und SC Schwaz.

2008–2019 UPC Tirol Liga (4. Spielklasse)

Saison Meister UPC Tirol Liga 2008/09 FC Wacker Innsbruck II 2009/10 SPG Reichenau/Union Innsbruck II 2010/11 SV Hall 2011/12 SVG Reichenau 2012/13 SC Schwaz 2013/14 FC Kitzbühel 2014/15 SVG Reichenau 2015/16 SV Wörgl 2016/17 FC Kitzbühel 2017/18 SVG Reichenau 2018/19 SV Hall

Ab der Saison 2008/09 übernahm UPC das Sponsoring der Tiroler Liga. In dieser Saison gewann der neu gegründete FC Wacker Innsbruck. Danach konnten sich die Spielgemeinschaft der Reichenau und der Union Innsbruck und 2011 der SV Hall den Gewinn der Tiroler Liga freuen. Die SVG Reichenau, die die Spielgemeinschaft mit Union auflöste, gewann nochmals 2012 und 2015. Dazwischen waren der SC Schwaz und FC Kitzbühel erfolgreich. In der Saison 2015/16 wurde der SV Wörgl als Sieger gefeiert. 2017 wiederholte der FC Kitzbühel den Meister, 2018 die SVG Reichenau und 2019 wieder der SV Hall.

Seit 2019–2023 Tiroler Regionalliga (3. Spielklasse)

Saison Meister Tiroler Regionalliga 2019/20 kein Meister 2020/21 FC Kitzbühel tt.com Regionalliga Tirol 2021/22 SC Imst 2022/23 SPG Silz/Mötz