Nach der Christianisierung Islands um das Jahr 1000 gab es die beiden Bischofssitze Skálholt (seit 1056) und Hólar (seit 1106), die zunächst wie Skandinavien dem Erzbistum Bremen, ab 1104 dem Erzbistum Lund und schließlich dem Erzbistum Nidaros unterstanden.

In der Reformation wurden diese Bistümer von Rom gelöst und die Lutherische Lehre eingeführt. Schon 1536 hatte Christian III. von Dänemark und Norwegen die evangelisch-lutherische Religion für Dänemark, Norwegen und die Färöer durchgesetzt.

1800 wurde der Bischofssitz in Hólar aufgelöst und der von Skálholt nach Reykjavík verlegt. Erster Bischof von ganz Island wurde Geir Vídalín.

Die Verfassung von 1874 gewährte die vollständige Religionsfreiheit in Island. Sie bestätigte aber die evangelisch-lutherische Kirche als Staatskirche.

Bischöfe von ganz Island 1801–1823: Geir Vídalín 1824–1845: Steingrímur Jónsson 1846–1866: Helgi Guðmundsson Thordersen 1866–1889: Pétur Pétursson 1889–1908: Hallgrímur Sveinsson 1908–1916: Þórhallur Bjarnarson 1917–1939: Jón Helgason 1939–1953: Sigurgeir Sigurðsson 1954–1959: Ásmundur Guðmundsson 1959–1981: Sigurbjörn Einarsson 1981–1989: Pétur Sigurgeirsson 1989–1997: Ólafur Skúlason 1998–2012: Karl Sigurbjörnsson 2012–2024: Agnes M. Sigurðardóttir ab Sept. 2024: Guðrún Karls Helgudóttir

Siehe auch Liste der Bischöfe von Hólar Liste der Bischöfe von Skálholt

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