miniatur|Fabian Lenz (rechts) Fabian Lenz ist ein deutscher DJ, Techno-Musiker und Veranstalter, der auch unter seinem Künstlernamen DJ Dick bekannt war.

Lebenslauf Fabian Lenz wurde in Münster geboren, seine Eltern waren Künstler und Hippies, die ihre Kinder antiautoritär erzogen. Die Familie wohnte auf einem Kotten im Umland Münsters.Der Spiegel: Der Zauberlehrling aus Münster, 22. April 2013Die Welt: Westbam: „Techno hat Ordnung in mein Leben gebracht“ (Interview), 4. März 2015Stadtgeflüster: (Interview), 2012

Sein Vater, Otto Lenz, war Professor für Kunstpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Münster und starb in den frühen 1980er Jahren. Seine Mutter war als Kunstlehrerin tätig und malt noch heute surrealistische Werke.Deutsche Welle: Typisch deutsch. Westbam, internationaler Star-DJ, 4. Oktober 2013

Lenz hat drei Geschwister, darunter der als WestBam bekannte DJ und Musikproduzent Maximilian und Seraphina, eine bildende Künstlerin.Radio Eins rbb: (Interview in der Sendung Hörbar Rust), 4. Juni 2013

Werdegang Fabian Lenz ist seit 1984 als DJ tätig. Im folgenden Jahr gründete er mit seinem Bruder Maximilian, dem Produzenten Klaus Jankuhn, Sandra Molzahn und William Röttger das Plattenlabel Low Spirit.Thomas Mania (Hrsg.): Techno. Ein Blick zurück in die Zukunft, Telos Verlag Dr. Roland Seim M.A. Verlag für Kulturwissenschaft, Münster 2009, ISBN 978-3933060327 Eine der erfolgreichsten Künstlerinnen des neuen Labels wurde Anfang der 1990er Jahre Marusha, die zu diesem Zeitpunkt mit ihm liiert war.Kracht und rumpelt - Der Spiegel 22/1994, 30. Mai 1994

Ab 1988 veröffentlichte Lenz diverse Singles und EPs auf Low Spirit, die er meist zusammen mit Klaus Jankuhn produzierte. Als Remixer lieferte er Neubearbeitungen für Raver’s Nature (Somebody Scream, 1996) und Genlog (More Music, 1998).

Lenz hatte 1991 die Idee, den damals vor dem Aus stehenden Radiosender DT64 mit einem Rave zu unterstützen und wurde damit zum Initiator der ersten Mayday in der Halle Weißensee in Berlin.

Ende der 1990er Jahre zog sich Lenz weitgehend von der Musikproduktion und der Tätigkeit als DJ zurück. Nachdem die Berliner Loveparade 2001 nicht mehr als politische Demonstration eingestuft wurde, wurde auch die Geschäftsführung der organisierenden Love Parade GmbH ausgetauscht.Rave-Experte Celik: „Die Loveparade braucht jede Unterstützung“ bei faz.net, 12. Juli 2002 Lenz, der als Mann aus der Techno-Szene galt, wurde neuer Geschäftsführer der Love Parade GmbH, Ende 2004 trat er von diesem Posten zurück, da die Aufgabe ihn zermürbt habe: „Man trat auf der Stelle“., 24. Dezember 2004

Im Mai 2007 eröffnete er gemeinsam mit Dimitri Hegemann den ehemals an der Leipziger Straße gelegenen Berliner Techno-Club Tresor in einem ehemaligen Heizwerk an der Köpenicker Straße neu, schied jedoch nach gut einem Jahr als Kompanion aus.Berliner Zeitung: , 24. Mai 2007Tresor bekommt Bauabnahme in letzter Minute bei morgenpost.de, 26. Mai 2007

In den Jahren 2009Loveparade auf der Spree bei tagesspiegel.de, 11. Juli 2009 und 2010Leinen los für Party in der Arena bei tagesspiegel.de, 9. Juli 2010 organisierte Lenz die „Berlin, Beats & Boats“ genannte Veranstaltung, bei der Technopartys auf Ausflugdampfern stattfanden.

Zusammen mit dem Fotografen Sascha Kramer betrieb Fabian Lenz in Berlin die Trust Bar, die 2012 schloss.Pure FM: , abgerufen am 11. März 2015(030) Magazin Berlin: , abgerufen am 11. März 2015

Diskografie 1988: DJ Dick – Exzess (Low Spirit Recordings) 1990: DJ Dick – On A Mission (Low Spirit Recordings) 1991: DJ Dick – Weekend (Low Spirit Recordings) 1992: DJ Dick – No Chill Out Necessary (Low Spirit Recordings) 1992: Number 5 (mit Klaus Jankuhn) – Alright Alright (Low Spirit Recordings) 1993: DJ Dick – Lost On Mayday (Low Spirit Recordings) 1993: DJ Dick – L.O.S.T. (Low Spirit Recordings) 1993: DJ Dick – The Iron Raver (Low Spirit Recordings) 1995: DJ Dick – Sono In Coma (Low Spirit Recordings) 1995: DJ Dick – Sono In Coma (The Remixes) (Low Spirit Recordings) 1996: DJ Dick – Paraguys (Low Spirit Recordings) 1996: Number 5 (mit Klaus Jankuhn) – Untitled (Low Spirit UK Ltd) 1999: Worst Case Scenario (mit Kay Lippert) – Let Me See You M.Y.B. (Electric Kingdom) 2000: Dicktator (mit Maximilian Lenz, Klaus Jankuhn) – Weekend (Electric Kingdom)

Weblinks

Interview mit Lenz in der Frontpage 09/1994 Interview mit Lenz zur Loveparade 2003

Einzelnachweise

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