miniatur|Amtsgericht Cuxhaven (2011) miniatur|Heutiges Künstlerhaus im Schlosspark und ehemaliger Sitz des Amtsgerichtes Ritzebüttel (2011) thumb|Gefängnis des Amtsgerichtes Cuxhaven an der Rückseite des Amtsgerichtes (2023) Das Amtsgericht Cuxhaven, Deichstraße 12a, ist eines von acht Amtsgerichten im Landgerichtsbezirk Stade und hat seinen Sitz im niedersächsischen Cuxhaven. Es wurde mit der Einrichtung der Landherrenschaft Ritzebüttel 1864 gegründet.
Dem Amtsgericht Cuxhaven sind im Instanzenzug das Landgericht Stade, das Oberlandesgericht Celle sowie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe übergeordnet. Das Gericht ist zentral für alle Insolvenzsachen des Landgerichtsbezirkes zuständig. Behördenleiter ist seit 2014 der Direktor des Amtsgerichtes Andreas Frank.
Gebäude Das denkmalgeschützte zweigeschossige verputzte Gebäude von 1904, Deichstraße 12A, mit einem fast mittigen neobarocken Giebelrisalit wurde auf Veranlassung des Amtsverwalters Kaemmerer im Stil des Historismus gebaut.
Das Gebäude Altes Amtsgericht von 1892 wurde unter Amtsverwalter Werner mit Genehmigung der Hamburgischen Bürgerschaft im Park von Schloss Ritzebüttel errichtet und dient heute als Künstlerhaus.
Geschichte Historisch bestand das Amt Ritzebüttel als hamburgische Verwaltungs- und Gerichtseinheit. Mit dem Provisorischen Gesetz betreffend die veränderte Organisation der Verwaltung und Rechspflege im Amt Ritzebüttel vom 22. Juni 1864 wurde die Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung umgesetzt. Für die Verwaltung entstand die Landherrenschaft Ritzebüttel und für die Rechtsprechung das Amtsgericht Ritzebüttel. Im Rahmen der Reichsjustizgesetze blieb 1879 das Amtsgericht Ritzebüttel bestehen. Instanzenzug war nun das Landgericht Hamburg und das Hanseatische Oberlandesgericht.
Im Jahr 1910 wurde das Amtsgericht Ritzebüttel in Amtsgericht Cuxhaven umbenannt.Gesetz zur Ausführung des Gerichtsverfassungsgesetzes (25. Februar 1910; Amtsblatt der freien und Hansestadt Hamburg No. 29; vgl. § 19) Digitalisat
Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz änderte sich 1937 die Situation grundlegend. Das Amtsgericht fiel an Preußen, übergeordnet waren nun das Landgericht Stade und das Oberlandesgericht Celle. Der Sprengel des Amtsgerichtes erweiterte sich um die Gemeinden Altenwalde und Franzenburg sowie die Insel Helgoland.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Amtsgericht Cuxhaven am 20. Dezember 1945 wiedereröffnet. Das niedersächsische Gesetz über die Organisation der ordentlichen Gerichte vom 16. Juli 1962 nannte für das Amtsgericht Cuxhaven als Gerichtssprengel die kreisfreie Stadt Cuxhaven sowie die Gemeinden Altenwalde, Berensch-Arensch, Franzenburg, Gudendorf, Holte-Spangen, Oxstedt und Sahlenburg.
Weblinks
Internetpräsenz des Amtsgerichtes Cuxhaven Übersicht der Rechtsprechung des Amtsgerichtes Cuxhaven Behördengeschichte beim Niedersächsisches Landesarchiv (Abteilung Stade)
Einzelnachweise
Cuxhaven Amtsgericht Cuxhaven Cuxhaven Kategorie:Bauwerk des Historismus in Cuxhaven Kategorie:Erbaut 1904 Kategorie:Baudenkmal in Cuxhaven Kategorie:Organisation (Cuxhaven) Kategorie:Gerichtsgründung 1864