Die Vier Künste (), genauer auch die Vier Künste des Gelehrten () genannt, waren im traditionellen China das Zitherspiel (Qin), die Beherrschung des Weiqis (Qi), welches man im westlichen Kulturkreis eher unter dem japanischen Namen Go kennt, die Kalligrafie (Shu) und die Malerei (Hua), im Chinesischen daher auch unter dem schlichten Begriff Qinqi-Shuhua / Qín Qí Shū Huà () bekannt.
Darstellung aus der Mingzeit
Die Vier Künste werden oft durch berühmte Personen dargestellt, die sich in der entsprechenden Kunst besonders auszeichneten: Chinesische Musik ():Yu Boya, ein Guqin-Spieler zur Zeit der Frühlings- und Herbstannalen Weiqi ():Yi Qiu, ein Weiqi-Spieler zur Zeit der Streitenden Reiche Chinesische Kalligrafie ():Wang Xizhi, ein Kalligraphen zur Zeit der Östliche Jin-Dynastie Chinesische Malerei ():Wang Wei, ein Maler und Dichter der Tangzeit
Weblinks
Eintrag auf chinapage.com (englisch)
Einzelnachweise und Anmerkungen Die Vier Künste des Gelehrten () Das Qinqi-Shuhua / Qin Qi Shu Hua (), also die Künste in der Musik, im Weiqi, in der Kalligraphie und in der Malerei. Die Qin (), also das Musizieren mit dem Qin-Zither. Das Weiqi (), die Beherrschung des Weiqi-Spiels – im Westen meist als Go bekannt. Die Kalligraphie (), also das „Kalligraphieren“ mit dem Schreibpinsel. Die Malerei (), also die chinesische Tuschemalerei mit dem Pinsel. Yu Boya (; 387–299 v. Chr.), ein Qin-Spieler aus dem Staat Jin zur Zeit der Frühlings- und Herbstannalen (771–476 vor Chr.) Yi Qiu (), ein Weiqi-Spieler aus dem Staat Qi zur Zeit der Streitenden Reiche (475–221 vor Chr.) Wang Xizhi (; 303–361), ein Kalligraphen zur Zeit der Östliche Jin-Dynastie (317–420) – geboren gegen Ende der Westliche Jin-Dynastie (265–316). Wang Wei (; 692–761), ein Maler zur Zeit der Tang (618–907) Begriff „sì yì (四藝 / 四艺)“: online auf zdic.net, abgerufen am 4. September 2021. (chinesisch) Begriff „qin qi shu hua (琴棋書畫 / 琴棋书画)“: online auf zdic.net, abgerufen am 13. April 2018. (chinesisch)
Kategorie:Chinesische Kunst