mini|hochkant=1.4|Karte von Berlin-Lichtenberg(aus: OpenStreetMap) mini|Straßensystem in Lichtenberg und den angrenzenden Orten, 1905
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Lichtenberg enthält alle Straßen und Plätze sowie einige sonstige öffentlich zugängliche Anlagen im amtlichen Ortsteil Berlin-Lichtenberg (Bezirk Lichtenberg). Die Grenzen wurden anlässlich der Neuordnung der Ortsteile im Bezirk im Jahr 2002 neu festgelegt. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung Bestandteil der Gesamtübersicht Listen der Straßen und Plätze in Berlin.
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Überblick Der Ortsteil und damit sein Wegenetz bestehen aus unterschiedlich gewachsenen Bereichen: der alte Dorfkern um den Loeperplatz, das Industriegebiet um die damalige Rittergutstraße (seit 1960: Josef-Orlopp-Straße), das sich zwischen der Bornitzstraße und der Herzbergstraße erstreckt. In der gleichen Zeit, um die Wende zum 20. Jahrhundert, entwickelten sich die Bereiche um die neuen kommunalen Einrichtungen wie dem Amtsgericht am Roedeliusplatz (volkstümlich nach den vergebenen Straßennamen als Wagner-Viertel bezeichnet), dem Rathaus Lichtenberg, dem Städtischen Krankenhaus sowie dem Stadtpark Lichtenberg und um die Friedhöfe wie dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde.
Das beschriebene Straßennetz grenzt im Nordwesten an die Bereiche Fennpfuhl sowie im Norden an Alt-Hohenschönhausen, im Osten an Marzahn (Grenze bildet die Mitte der Rhinstraße), im Süden an Friedrichsfelde, im Südwesten an Rummelsburg und im Westen an Friedrichshain.
Für die infrastrukturelle Entwicklung von Lichtenberg spielten die Gemeindevorsteher und späteren Bürgermeister Oskar Ziethen sowie Gustav Kielblock, Waldemar Atzpodien und die Gutsbesitzerfamilie Roeder eine wichtige Rolle. Eine Reihe von neuen Straßen entstand in den 1970er Jahren mit der Errichtung des Wohngebietes Frankfurter Allee Süd auf der Fläche der früheren Kolonie Friedrichsberg, dem Bereich südlich der Frankfurter Allee bis zu den Bahndämmen mit Anschluss an die Victoriastadt. Diese Straßen wurden überwiegend nach Widerstandskämpfern der Schulze-Boysen/Harnack-Gruppe benannt. In den 2010er Jahren wurden südlich der Bornitzstraße und östlich der Kriemhildstraße Brachflächen zu Bauland umgewidmet und es entstanden rund 10 neue Straßen. Deren Namen passen sich weitestgehend an die vorhandenen in der Umgebung an.
Der Ortsteil Lichtenberg hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 10365, 10367 und 10369.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAlbert-Hößler-Straße () 365 Albert Hößler (1910–1942), Widerstandskämpfer align=right Die Albert-Hößler-Straße verläuft zwischen Harnack- und Coppistraße. Sie entstand beim Bau des Wohnviertels Frankfurter Allee Süd. 140pxAlfred-Jung-Straße () 310 (im Ortsteil) Alfred Jung (1908–1944), Widerstandskämpfer align=right Sie verläuft zwischen der Scheffelstraße im Süden und der Paul-Junius-Straße im Norden. Nur der südliche Abschnitt der Straße liegt im Ortsteil. Die Kreuzung mit der Storkower Straße bildet die Grenze zum Nachbarortsteil Fennpfuhl.
Bevor das Gebiet ‚Lichtenberg-Nord‘ bebaut und einige Straßenzüge verändert wurden, verlief hier die Woerdenstraße. Markantes Bauwerk ist das von der Organisation Volkssolidarität getragene Seniorenheim ‚Alfred Jung‘ (Hausnummer 17; unteres Bild). Am Haus mit der Nummer 5 befindet sich eine Gedenktafel für den Widerstandskämpfer Max Brunnow.Hans-Rainer Sandvoß: Widerstand 1933–1945. Widerstand in Friedrichshain und Lichtenberg. Herausgeber Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, 1998, , S. 330–332. Am südlichen Ende der Straße, Adresse Scheffelstraße 6, gab es jahrzehntelang die historische Kiezkneipe ‚Biernoth‘. 140px140pxAlfredstraße () 270 Alfred, männlicher Vorname align=right Sie verbindet die Frankfurter Allee mit der Fanningerstraße und setzt sich als Schottstraße fort. Hier befindet sich das bereits in den 1930er Jahren errichtete Berliner Frauengefängnis (Hausnummern 11/12). Nach 1990 wurde es mit weiteren Frauengefängnissen aus anderen Berliner Bezirken zur Justizvollzugsanstalt für Frauen Berlin zusammengelegt und ist gleichzeitig deren Hauptstandort. 140px|Alfredstraße Allee der Kosmonauten () 800 (im Ortsteil) Kosmonaut, russische Bezeichnung für Weltraumfahrer align=right Die Allee liegt an ihrem westlichen Ende nur zu einem sehr geringen Teil auf Lichtenberger Gebiet. Sie verläuft zunächst in einem kurzen Stück von Süd nach Nord, dann knickt sie in West-Ost-Richtung ab, überquert die nördliche Grenzgrabenbrücke und wechselt an der Kreuzung mit der Rhinstraße in den Ortsteil Marzahn.
Der Name wurde vom Ost-Berliner Magistrat zur Ehrung des ersten deutschen Kosmonauten Sigmund Jähn und seines sowjetischen Kommandanten Waleri Bykowski bei einem Besuch der beiden feierlich vergeben. 140px|Allee der Kosmonauten 63Alzeyweg () 100 Volker von Alzey, Figur des Nibelungenlieds align=right Die Straße verläuft im Wohngebiet „Nibelungenpark“ östlich parallel neben der Kriemhildstraße und verbindet die beiden Arme des Nibelungenrings. 140px|Alzeyweg bei der Fertigstellung im Februar 2015Am alten Lokschuppen () 20 (im Ortsteil) Lokschuppen des Bahnhofs Lichtenbergalign=right Die neu gewidmete Straße bildet den Verbindungsweg von der Buchberger Straße zum S-Bahnhof Nöldnerplatz. Früher wurde er umgangssprachlich Schwarzer Weg genannt, weil er nicht gepflastert, sondern mit Schotter belegt war. Der größte Teil des Weges liegt im Ortsteil Rummelsburg 140pxAm Gutspark () 50Gutspark Lichtenberg align=right Am Gutspark auf berlin.kauperts.de, abgerufen am 4. März 2018. Die Straße zweigt von der Bornitzstraße nordwärts ab, umfasst neun Hausnummern, an ihrem Ende führt ein Fußweg weiter in den entsprechenden Park. Die zwei- bis dreigeschossigen Mehrfamilienhäuser entstanden durch einen privaten Investor, der auch für die Namensgebung der Erschließungsstraße sorgte. 140pxAm Herzbergteich ()140 Herzbergteich, in der Nähe gelegener Teichalign= right Die Stichstraße zweigt von der Allee der Kosmonauten (AdK) ab und führt in ein neu angelegtes Wohngebiet mit einigen Ein- und Mehrfamilienhäuschen. Der namengebende Teich befindet sich südlich der AdK.140pxAm Stadtpark () 50 (Straße)340 (Fußweg)Stadtpark Lichtenberg align=right Die Straße beginnt im Süden an der Straße Parkaue, durchquert als unbefestigter Fußweg den Stadtpark Lichtenberg und setzt sich dann im Norden bis zur Scheffelstraße fort. Eine um 1946 vorgesehene Einbeziehung in die Parkaue erfolgte nicht. Die viergeschossigen Wohnhäuser beiderseits der Straße wurden um 1912 bis 1915 erbaut und bilden einen begrünten Innenhof. Vor der Bebauung hieß der Verkehrsweg Straße 68. 140px|Am StadtparkAm Wasserwerk () 870 Zwischenpumpwerk Lichtenberg, umgangssprachlich „Wasserwerk“ align=right Der Verkehrsweg wurde in den 1990er Jahren im Verlauf der früheren Straße 19a als befestigte Verbindungsstraße zwischen der Landsberger Allee im Norden und der Herzbergstraße im Süden angelegt. An ihr befinden sich keine Wohnbauten, dafür einige Lagerplätze und Betriebszufahrten. 140px|Am WasserwerkAtzpodienstraße ()270 Waldemar Atzpodien (1834–1910), Besitzer des Lichtenberger Amtsgutes und Kommunalpolitiker. Er engagierte sich beim Ausbau der Gemeinde Lichtenberg zu einer eigenständigen Stadt. align=right Im Adressbuch der Berliner Vororte 1896 noch nicht und 1897 erstmals enthalten: Die Süd-Nord-Verbindung zwischen Frankfurter Allee und Gotlindestraße wird von der Fanningerstraße und der Rüdigerstraße gequert. Der Verkehrsweg wurde in den 1890er Jahren als Privatweg (an der Frankfurter Chaussee) angelegt. In der DDR-Zeit befand sich unter der Hausnummer 9/11 das Berliner Bezirksinstitut für Blutspende- und Transfusionswesen. In der Atzpodienstraße 19 steht die Grundschule auf dem lichten Berg, in der nach der Montessoripädagogik unterrichtet wird. Im südlichen Bereich der Straße (Hausnummern 45/46) ist die frühere katholische Gemeindeschule von 1893/94 als Baudenkmal erhalten (siehe Bild). Nach 1945 war das Gebäude Verwaltungsstandort (Fachabteilungen des Rates des Stadtbezirks Lichtenberg). Nach denkmalgerechter Sanierung wurde es 2006 als Restaurant und Bildungs- und Veranstaltungszentrum „Alte Mensa“ neu eröffnet. 140px|AtzpodienstraßeBidenswinkel () 110 Biden, althochdeutsch oder plattdeutsch für ‚beide‘ oder ‚zwei‘ align=right Bidenswinkel auf berlin.kauperts.de, abgerufen am 19. April 2019. Die Erschließungsstraße, südlich von der Bornitzstraße abgehend, entstand durch weitere Bebauung des früheren Friedhofsgeländes an der Gotlindestraße. Die offizielle Anbringung des Straßenschildes erfolgte erst am 3. März 2010. (PDF; 236 kB) 140px|Bidenswinkel von der Bornitzstraße aus gesehenBleckmannweg () 220 Karl Bleckmann (auch Carl Bleckmann) (1864–1920), Architekt und Kommunalpolitiker, Lichtenberger Stadtrat von 1908 bis 1912, danach Mitglied des Magistrats von Berlin align=right Er ist eine Sackgasse, in östlicher Richtung von der Rudolf-Reusch-Straße abzweigend. Zuvor war der Weg am Südrand eines alten Friedhofs namenlos. 140pxBornitzstraße () 1280 + 60 (quer über den Loeperplatz) Friedrich Alexander Bornitz (1809–1876), Theologe.von 1851 bis zu seinem Tod erster Pfarrer der selbstständigen evangelischen Kirchengemeinde zu Lichtenberg align=right mit Nachträgen, darunter der Hinweis alte Benennung: Krugstege, neue Benennung: Bornitzstraße. Sie verläuft in West-Ost-Richtung von der Möllendorffstraße zur Siegfriedstraße. Vor der amtlichen Benennung hieß der Verkehrsweg ab dem Dorfanger Krugstege, vermutlich nach dem Zugang zum Dorfkrug. Sie wurde in den späten 1990er Jahren als asphaltierte Straße mit beiderseitigem Radfahrstreifen ausgebaut. In der Bornitzstraße 13 ist als Baudenkmal ein Mietshaus von 1893 erhalten. Zwei moderne Gebäude – ein vorkragender Turm und ein Kombibau – sind erwähnenswert. Das Haus mit dem geschwungenen Turm ist ein von mehreren kleinen Unternehmen genutztes Bürohaus, der Kombibau ist die Lichtenberger Werkstatt für Behinderte. Die in den vergangenen Jahren vorgenommene Neubebauung mit Wohnvillen wird fortgesetzt – das Bezirksamt Lichtenberg und der Senat von Berlin haben im November 2012 Teilflächen am Rande eines Tennisclubs an einen Investor verkauft. Die fünf Tennisplätze sollen aber erhalten bleiben.Nachrichten. Lichtenberg; Berliner Zeitung (Printausgabe), 19. November 2012, S. 19. Bemerkenswert ist, dass das Bezirksamt im Jahr 2023 eine größere Fläche an der Bornitzstraße 101 gekauft hat, um hier langfristig einen landeseigenen Gewerbehof entstehen zu lassen. Die Planung wurde der Firma Wista Projektmanagement GmbH übertragen. Dieser Gewerbehof soll Handwerkerbetrieben, Kleingewerbetreibenden, Manufakturen und vor allem Start-ups eine langfristige Standortsicherheit bieten. Realisierungstermine sind noch nicht vereinbart worden.Bernd Wähner: Planung für Gewerbehof läuft. In: Berliner Woche, Ausgabe Alt-Hohenschönhausen, Falkenberg, Malchow, Neu-Hohenschönhausen und Wartenberg; 16. Dezember 2023, S. 1. 140px|Bornitzstraße (diagonal), von links nach rechts verläuft die Ruschestraße 140px|BürohausBuchberger Straße ()1235 Buchberg, 469 m hoher Berg im Wienerwald in Österreich align=right Die Straße verläuft von der Frankfurter Allee im Bogen bis zur Schulze-Boysen-Straße. Bei der Erstanlage gegen Ende des 19. Jahrhunderts hieß sie Eckertstraße. An ihr befinden sich das Hauptpostamt Lichtenberg (oberes Bild), Gebäude der Telekom (unteres Bild), einige Logistikunternehmen und ein Lebensmitteldiscounter. Bis zur Anlage des Wohngebietes Frankfurter Allee Süd in den 1970er Jahren hieß der Westteil der Straße Oberweg. 140px 140pxBürgerheimstraße