Wolfgang Weimar (* 28. Juni 1922 in Flensburg; † 17. Mai 1993) war ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1963 bis 1972 Mitglied des Landtags von Schleswig-Holstein.
Ausbildung und Beruf Weimar schloss das Gymnasium in Flensburg mit dem Abitur ab. In den Jahren 1940 bis 1945 war er Soldat und kehrte kriegsversehrtIn seinem Projekt Geschichten von hier IV: Was uns bleibt zitiert der Regisseur Frank Abt Auszüge aus den unveröffentlichten Kriegstagebüchern von Wolfgang Weimar Opa, warum? (). aus dem Zweiten Weltkrieg zurück. Er studierte 1942 und 1945 bis 1948 an der Universität Kiel Philologie, Geschichte, Erdkunde und Latein, wurde 1948 mit der Dissertation Der Aufbau der Pfarrorganisation im Bistum Lübeck während des Mittelalters zum Dr. phil. promoviert, bestand 1949 das erste Staatsexamen. 1950 absolvierte er erfolgreich das zweite Staatsexamen und begann seine Tätigkeit im Höheren Schuldienst des Landes Schleswig-Holstein. 1953 wurde er Studienrat, 1963 Oberstudienrat. Von 1959 bis 1969 war er Fachleiter für Geschichte und politische Bildung am Studienseminar Flensburg. 1972 wurde Weimar Oberstudiendirektor des Alten Gymnasiums in Flensburg.
Politik mini|Wahlplakat von 1971 Weimar trat 1954 in die Junge Union und die CDU ein. Von 1959 bis 1961 war er Landesvorsitzender der Jungen Union Schleswig-Holstein. Er war zeitweise Mitglied des schleswig-holsteinischen CDU-Landesvorstandes.
Von 1959 bis 1962 war er Ratsherr der Stadt Flensburg. Am 31. Dezember 1962 rückte er für einen ausscheidenden Abgeordneten in den Schleswig-Holsteinischen Landtag nach. Bei der folgenden Landtagswahl im Jahr 1967 wurde er als Direktkandidat im Wahlkreis 1 (Flensburg-West) wieder in den Landtag gewählt. Weimar war vom 19. Juni 1967 bis zum 24. Mai 1971 Parlamentarischer Vertreter des Kultusministers im Landtag. Auch bei der Wahl 1971 wurde er, diesmal über die CDU-Landesliste, wieder zum Landtagsabgeordneten gewählt, schied aber bereits am 25. August 1972 aus dem Landtag aus. Vom 28. Juni 1971 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Landtag war er Parlamentarischer Vertreter des Finanzministers.
Er war zudem als Vorsitzender des Landes- und Mitglied des Bundeskulturausschusses der CDU.
1980 wurde er als Ministerialdirektor Leiter der Abteilung Gymnasium im Schleswig-Holsteinischen Kultusministerium.
Privates Wolfgang Weimar war evangelisch, verheiratet, lebte in Flensburg und hatte drei Kinder.
Schriften Politische Generationen in Deutschland (= Schriftenreihe der Akademie Sankelmark. Neue Folge, Band 24). Sankelmark 1973. Geschichte des Gymnasiums in Schleswig-Holstein. Möller, Rendsburg 1986, ISBN 3-87550-068-7. Quellen zur Geschichte Schleswig-Holsteins. Band 3: Von 1920 bis zur staatlichen Neuordnung nach dem Zweiten Weltkrieg (= IPTS-Beiträge für Unterricht und Lehrerbildung. Band 16). 2. Auflage. Schmidt & Klaunig, Kiel 1986, ISBN 3-88312-216-5.
Literatur Weimar, Wolfgang. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1318.
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Einzelnachweise und Anmerkungen
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