Der Husumer Sportverein seit 1875 e. V.,Vereinsgeschichte (Website), aufgesucht am 4. Dezember 2024. vormals Husumer Sportvereinigung, ist ein Mehrsparten-Sportverein aus Husum. Er entstand aus der Verschmelzung des TSV Husum 1875 mit der LAV Husum und der o. g. Husumer SV am 1. Juli 2022 und ist nach eigener Darstellung der größte Sportverein in Nordfriesland. 2024 hat sich auch der Verein Husumer Kegler ihm angeschlossen.

Die Husumer Sportvereinigung war ein Fußball- und Tischtennisverein, entstanden 1994 durch die Fusion der Vereine Frisia Husum und Husumer Fußballverein von 1918. Die Ligamannschaft spielte von 2001 bis 2004 in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Ihre Heimspiele trägt die (jetzt: der) Husumer SV im Friesenstadion in Husum aus.

Vorgängervereine (Fußball) Unitas und Allemannia 1900–1918 Das erste Mal wurde in Husum um 1900 organisiert Fußball gespielt, denn der Husumer Turnverein von 1878 hatte für eine kurze Zeit eine Fußballabteilung, die aber nie eine Führungsrolle einnehmen konnte. Der erste Fußballverein der Stadt Unitas wurde 1906 gegründet. Mitglieder waren vorwiegend junge Kaufleute und Bankbeamte, die aus Großstädten nach Husum kamen. Sie widersetzten sich den Husumer Professoren und Chefs, die das Fußballspielen verbieten wollten. Die ersten Spiele wurden auf der „Freiheit“ (heute östlicher Teil des Schlossgartens) ausgetragen. Diese wurde später auch erste Spielstätte Frisias. 1910 gründeten auch Handwerkslehrlinge und Arbeiter einen Fußballverein. Dieser trug den Namen Allemannia.

Beide Vereine konnten bis 1914 und dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges einen Mitgliederaufschwung verzeichnen. Nun wurden fast alle Mitglieder der ersten Männermannschaft einberufen, sodass der Spielbetrieb von 16- und 17-Jährigen aufrechterhalten werden musste. Letztendlich mussten sich beide Vereine zusammentun und sich zudem noch Kräfte von der Marinestation holen. Trotz dieser Anstrengungen kam der Fußball in den letzten Kriegsjahren zum Erliegen.

Husum 18 1918–1994 Saisondaten Husum 18: 1947–1993Das deutsche Fußballarchiv 1900-heute Saison SEK Liga Platz Tore Punkte 1947/48 2 Landesliga Nord 3 38:29 20:16 1948/49 2 Landesliga 10 23:42 18:26 1949/50 2 Landesliga 9 41:52 17:27 1950/51 2 Landesliga 10 30:59 16:28 1951/52 3 Bezirksklasse Nord 2 110:48 48:8 1952/53 3 Bezirksklasse Nord 1 107:39 46:14 1953/54 3 Bezirksklasse Nord 2 110:38 48:12 1954/55 3 2. Amateurliga Nord 1 159:46 59:9 1955/56 3 2. Amateurliga Nord 10 72:80 29:33 1956/57 3 2. Amateurliga Nord 11 63:68 25:35 1957/58 3 2. Amateurliga Nord 3 83:56 35:23 1958/59 3 2. Amateurliga Nord 12 72:73 25:35 1959/60 3 2. Amateurliga Nord 2 95:39 45:15 1960/61 3 2. Amateurliga Nord 5 94:64 42:22 1961/62 3 2. Amateurliga Nord 3 100:44 46:14 1962/63 3 2. Amateurliga Nord 2 119:48 47:13 1963/64 4 2. Amateurliga Nord 2 93:41 46:16 1964/65 4 2. Amateurliga Nord 2 108:43 47:13 1965/66 3 Amateurliga 16 48:89 15:45 1966/67 4 2. Amateurliga Nord 8 48:63 28:32 1967/68 4 2. Amateurliga Nord 5 60:47 35:25 1968/69 3 Verbandsliga Nord 10 56:63 28:32 1969/70 3 Verbandsliga Nord 15 33:58 21:39 1970/71 4 Bezirksliga Nord 12 47:52 24:46 1971/72 4 Bezirksliga Nord 1 95:32 54:6 1972/73 3 Verbandsliga Nord 3 61:46 36:24 1973/74 3 Verbandsliga Nord 9 44:57 30:30 1974/75 4 Verbandsliga Nord 7 47:38 31:29 1975/76 4 Verbandsliga Nord 2 44:34 39:21 1976/77 4 Verbandsliga Nord 5 57:43 33:27 1977/78 4 Verbandsliga Nord 2 62:33 42:18 1978/79 5 Landesliga Nord 3 45:28 37:23 1979/80 5 Landesliga Nord 6 42:32 31:29 1980/81 5 Landesliga Nord 16 23:52 15:45 1981/82 6 Bezirksliga Nord 13 41:65 21:39 1982/83 6 Bezirksliga Nord 2 65:44 45:19 1983/84 6 Bezirksliga Nord 10 43:48 27:33 1984/85 6 Bezirksliga Nord 12 41:57 26:34 1985/86 6 Bezirksliga Nord 9 48:62 27:33 1986/87 6 Bezirksliga Nord 12 33:40 27:33 1987/88 6 Bezirksliga Nord 8 51:52 31:29 1988/89 6 Bezirksliga Nord 12 40:53 25:35 1989/90 7 Bezirksklasse Nord 6 52:35 33:27 1990/91 7 Bezirksklasse Nord 2 76:35 44:16 1991/92 7 Bezirksliga Nord 3 57:37 39:21 1992/93 7 Bezirksliga Nord 9 45:50 29:31 GRÜN unterlegt: AufstiegROT unterlegt: Abstieg

Erst 1918 erwog Bernhard Petersen die Gründung eines neuen Fußballvereins. Er lud ehemalige Mitglieder der Husumer Fußballvereine „Unitas“ und „Allemannia“ zum 7. Dezember 1918 ein, um einen gemeinsamen Verein zu gründen. So entstand der Husumer Fußballverein von 1918 e. V. Der Initiator Bernhard Petersen wurde sogleich auch zum Vorsitzenden gewählt und blieb dies bis zum Jahre 1947, mit kurzer Unterbrechung im Jahr 1945. Während seiner Amtszeit wurde der Verein als „Husum 18“ über die Grenzen des Landes hinaus bekannt.

Den ersten Titel holte Husum 18 1930, als die 1. Mannschaft Nordkreismeister wurde und in die Bezirksliga (2. Liga) aufstieg, in der sie auch auf Frisia (siehe unten) traf.Rendsburger Tageblatt vom 11. November 1930, S. 12 Aus späteren Jahren ist bekannt, dass der FV Husum 18, z. B. in der Saison 1937/38 der Bezirksklasse Schleswig-Holstein, am Ende mit 16:24 Punkten und 45:45 Toren, den 8. Tabellenplatz in der Staffel Nord belegte. Die zehn Staffel-Gegner dabei, waren: VfR Neumünster (1-3, 1-3), SC Comet Kiel (6-1, 0-2), Schleswig 06 (2-1, 0-2), Gut-Heil Neumünster (7-0, 0-1), LSV Schleswig (5-1, 2-3), SC Friedrichsort (1-0, 0-1), Flensburg 08 (3-2, 2-6), TSV Gaarden (2-5, 0-3), Borussia Kiel (3-0, 0-3) und B.V. 08 Rendsburg (9-3, 1-5). Während des letzten Kriegsjahres des Zweiten Weltkrieges konnte kein geregelter Spielbetrieb mehr gewährleistet werden. Die Saison wurde abgebrochen und es konnten nur noch einige, sogenannte „Gesellschaftsspiele“ durchgeführt werden.

Nach dem Krieg war es kein Problem den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Zunächst spielte der Verein 1945/46 um die Bezirksmeisterschaft im Bezirk Nord (damals höchste Spielklasse in der britischen Besatzungszone). Nach kurzer Zeit gelang sogar der Aufstieg in die Landesliga Schleswig-Holstein, der damals zweithöchsten Spielklasse in Deutschland – zuerst 1947/48 in die dreigeteilte Landesliga und dann 1948/49 in die einstaffelige Landesliga. Spielstätte war damals Tribünensportplatz am Marienhofweg. Auf diesem wurden hochkarätige Partien z. B. gegen den Eimsbütteler TV, Holstein Kiel, den Harburger TB 1865 und den Bonner SC ausgetragen. Die meisten dieser Mannschaften wurden mit Naturalien, wie z. B. einem Sack Kartoffeln oder einem Schinken bezahlt.100 Jahre Fußball in Husum Teil 3 im Stadion Echo

Besonders viele Zuschauer lockte 1948 das Spiel gegen den Südwest-Oberligavertreter TuS Neuendorf (Koblenz), denn dieser hatte mit dem späteren Nationaltorhüter Karl Adam sowie Rudi Gutendorf gleich zwei bekannte Spieler im Aufgebot. Das Spiel endete 7:2, wobei die Husumer Legende „Magge“ Sönnichsen die 1:0-Führung erzielte.100 Jahre Fußball in Husum Teil 4 im Stadion Echo Die Zuschauerzahl von 4000 wurde 1949 im Lokalderby gegen den Heider SV noch einmal übertroffen. 5000 Zuschauer, darunter 600 aus Heide, sahen das Spitzenspiel der Landesliga. Husum 18 verlor nicht nur das Spiel mit 0:1, sondern auch seinen Mittelläufer Günter Hentzschel, der sich in diesem Spiel verletzte und noch vom Krankenbett im Hockenbüller Krankenhaus von Vertretern von Victoria Hamburg in die Oberliga Nord gelockt wurde. Dieser wechselte später noch zum „großen Hamburger SV“.100 Jahre Fußball in Husum Teil 4 im Stadion Echo

1949/50 belegte der Verein unter Trainer Huber Platz zehn, dies blieb der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. In der Saison 1950/51 errang Frisia nationale Bekanntheit, denn die Mannschaft legte eine negativ Serie von zwölf Niederlagen in Folge (gebrochen am 30. Januar 1951 durch ein 1:0 über Eutin 08) und verabschiedeten sich mit nur drei Siegen in Richtung Bezirksklasse.„Legendäre Fußballvereine Norddeutschland“ von Hardy Grüne (Agon-Sportverlag)

Nach dem Abstieg aus der Landesliga wurde die Mannschaft stark verjüngt. Am 29. Juni 1952 holte die A-Jugend vor 30.000 Zuschauern im Kieler Holstein-Stadion durch ein 6:5 n. V. gegen den TSV Heiligenhafen die Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaft. Die hohe Zuschauer Zahl kam dadurch zustande, dass das Spiel als Vorspiel zum Amateur-Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz fungierte.„Legendäre Fußballvereine Norddeutschland“ von Hardy Grüne (Agon-Sportverlag) Die restlichen fünfziger Jahre waren davon geprägt den Lokalrivalen Frisia auf Abstand zu halten und sich m hochklassigen Amateurfußball Schleswig-Holsteins zu integrieren. Allerdings gelangen diese Vorhaben nur bedingt.

Die 1. Mannschaft belegte zwar Spitzenplätze in der Bezirksliga, verpasste aber ein ums andere Mal den Aufstieg in die 1. Amateurliga. Vor allem dem Sturm um Grabert (schoss 43 der 107 Saisontore) war die Teilnahme an der Aufstiegsrunde 1953, scheiterten aber an Union Neumünster. Nachdem der Lokalrivale Frisia 1959 in die Landesligaaufstieg war man nur noch die Nummer 2 in der Stadt. Zur Nummer 1 wurde man erst wieder 1965 unter Trainer Etteldorf mit einem 4:2-Sieg über Eutin 08 geschafft.100 Jahre Fußball in Husum Teil 4 im Stadion Echo Allerdings folgte nach nur zwei Jahren wieder der Abstieg. 1968 gehörte „18“ zu den Mitbegründern der neuen Landesliga Nord, die in den ersten Jahren Verbandsliga Nord hieß.

Erst in den siebziger Jahren schnupperte der Verein wieder Höhenluft. Nachdem man 1972 wieder in die Verbandsliga aufgestiegen war, holte man 1976 hinter Schleswig die Vizemeisterschaft. Aus dem Aufstieg wurde, genau wie nach dem zweiten Platz 1978, nichts. 1981 folgte dann der erneute Abstieg aus der Landesliga. Dabei blieb es bis zum Zusammenschluss mit Frisia Husum 1994.

Frisia Husum 1925–1994 Saisondaten Frisia Husum: 1947–1993 Saison SEK Liga Platz Tore Punkte 1947/48 4 Kreisliga 1948/49 4 Kreisliga 1949/50 3 Bezirksklasse Nord 11 47:68 23:29 1950/51 3 Bezirksklasse Nord 3 49:58 28:22 1951/52 3 Bezirksklasse Nord 6 68:56 31:25 1952/53 3 Bezirksklasse Nord 10 74:75 29:31 1953/54 3 Bezirksklasse Nord 10 70:69 28:32 1954/55 3 2. Amateurliga Nord 6 101:89 35:31 1955/56 3 2. Amateurliga Nord 3 123:70 42:20 1956/57 3 2. Amateurliga Nord 5 76:60 37:23 1957/58 3 2. Amateurliga Nord 8 69:68 31:29 1958/59 3 2. Amateurliga Nord 1 101:39 51:09 1959/60 2 Amateurliga 14 36:72 17:43 1960/61 3 2. Amateurliga Nord 1 118:38 52:12 1961/62 3 2. Amateurliga Nord 1 122:34 55:05 1962/63 2 Amateurliga 15 43:66 20:40 1963/64 3 Amateurliga 15 30:74 15:45 1964/65 4 2. Amateurliga Nord 3 82:38 44:16 1965/66 4 2. Amateurliga Nord 1 42:18 15:45 1966/67 4 2. Amateurliga Nord 7 48:52 29:31 1967/68 4 2. Amateurliga Nord 9 59:56 29:31 1968/69 4 Bezirksliga Nord 11 52:57 26:34 1969/70 4 Bezirksliga Nord 5 65:55 33:27 1970/71 4 Bezirksliga Nord 6 67:66 35:25 1971/72 4 Bezirksliga Nord 14 55:61 23:37 1972/73 4 Bezirksliga Nord 8 45:49 28:32 1973/74 4 Bezirksliga Nord 6 56:48 38:22 1974/75 5 Bezirksliga Nord 3 82:60 37:23 1975/76 5 Bezirksliga Nord 7 93:60 30:30 1976/77 5 Bezirksliga Nord 3 54:38 37:23 1977/78 5 Bezirksliga Nord 3 76:52 38:22 1978/79 6 Bezirksliga Nord 3 71:37 41:19 1979/80 6 Bezirksliga Nord 3 78:45 46:14 1980/81 6 Bezirksliga Nord 4 63:61 33:27 1981/82 6 Bezirksliga Nord 6 68:59 32:28 1982/83 6 Bezirksliga Nord 3 67:43 40:24 1983/84 6 Bezirksliga Nord 4 58:40 39:21 1984/85 6 Bezirksliga Nord 7 48:42 30:30 1985/86 6 Bezirksliga Nord 4 67:42 38:22 1986/87 6 Bezirksliga Nord 8 64:30 41:19 1987/88 6 Bezirksliga Nord 2 51:52 31:29 1988/89 6 Bezirksliga Nord 6 56:36 34:26 1989/90 6 Bezirksliga Nord 3 52:31 37:23 1990/91 6 Bezirksliga Nord 2 48:33 36:24 1991/92 7 Bezirksliga Nord 8 47:47 30:30 1992/93 7 Bezirksliga Nord 9 45:50 29:31 GRÜN unterlegt: AufstiegROT unterlegt: Abstieg mini|150px|Wappen Frisia Husum