mini|hochkant|Kapelle mini|Ortseingang mini|Kleinwehrhagen auf der Neuaufnahme von 1912 mini|Kleinwehrhagen auf der Urkatasterkarte von 1846 mini|Kleinwehrhagen auf der Tranchotkarte 1803–1820
Kleinwehrhagen ist eine kleine Ortschaft der Gemeinde Selfkant im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.
Geographie Lage Kleinwehrhagen liegt im östlichen Gebiet der Gemeinde Selfkant, an der ehemaligen niederländischen Transitstraße durch den Selfkant (heutige Landesstraße 410), die von Koningsbosch nach Brunssum führt. Die Kreisstraße 15 verläuft durch den Ort. Im Süden grenzt die Bundesstraße 56n an den Ort.
Gewässer Kleinwehrhagen liegt im Einzugsgebiet des Saeffeler Bachs, welcher in den Rodebach (GEWKZ 281822)https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/wasser/pdf/Gewaesserverzeichnis%20GSK3C.xls mündet und damit letztlich zum Einzugsgebiet der Maas.
Nachbarorte
Siedlungsform Kleinwehrhagen ist ein locker bebauter Weiler.
Geschichte Ortsname 1533 bi kleinem Dwerhagen 1846 Kleinwehrhagen
Ortsgeschichte Kleinwehrhagen gehörte zum Jülicher Amt Millen. Eine sichere Unterscheidung von Großwehrhagen ist erst ab dem 16. Jahrhundert möglich. Ein Hof zu Weirhagen erscheint seit 1476 als Lehen der Mannkammer Heinsberg, ein wahrscheinlich anderer wenig später als Lehen der Mannkammer Millen. Der Ort gehörte zum Kirchspiel Höngen.
Kleinwehrhagen hatte 1828 insgesamt 133 Einwohner und bildete mit Biesen, dem Gehöft Dieck und Großwehrhagen die Gemeinde Höngen, die zum Amt Selfkant gehörte.
Vom 23. April 1949 bis zum 31. Juli 1963 stand der Selfkant und damit auch die Gemeinde Höngen mit Kleinwehrhagen unter niederländischer Auftragsverwaltung.
Mit dem Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des Selfkantkreises Geilenkirchen-Heinsberg vom 24. Juni 1969https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?print=1&anw_nr=2&gld_nr=%202&ugl_nr=2020&val=4036&ver=0&sg=0&menu=1&aufgehoben=N&keyword=&bes_id=4036 wurden die Gemeinden Havert, Hillensberg, Höngen, Millen, Süsterseel, Tüddern, Wehr (Amt Selfkant) und die Gemeinde Saeffelen (Amt Waldfeucht) zu einer neuen amtsfreien Gemeinde Selfkant.
Kirchengeschichte Die römisch-katholische Pfarre St. Lambertus Höngen war mit Bruch, Groß- und Kleinwehrhagen, eine eigenständige Kirchengemeinde. Bereit um die erste Jahrtausendwende stand in Höngen eine Kapelle, die der Pfarre Gangelt unterstand. Im Jahre 1227 erhielt Höngen das Recht einer Pfarrkirche. Nach der Zerstörung durch den Krieg wurde die jetzige Kirche 1952 geweiht.
Im Dorf steht eine kleine Kapelle. Sie ist der Königin des hl. Rosenkranzes geweiht. Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1906 und wurde von den Bewohnern gebaut. Das Grundstück war eine Stiftung des Eigentümers.
Im Zuge der zweiten Pfarrgemeindereformen im Bistum Aachen wurde die einst eigenständige katholische Pfarrgemeinde St. Lambertus Höngen im Jahr 2025 in den Pastoralen Raum Gangelt/Selfkant eingegliedert.
Politik Gemäß § 3 (1) der Hauptsatzung der Gemeinde Selfkant ist das Gemeindegebiet in Ortschaften eingeteilt. Kleinwehrhagen bildet mit Höngen eine Ortschaft und wird nach § 3 (2) von einem Ortsvorsteher in der Gemeindevertretung vertreten. Ortsvorsteherin der Ortschaft Höngen ist Ruth Deckers. (Stand 2013)
Infrastruktur Im Juni 2013 lebten in Kleinwehrhagen 103 Personen. Der Ort hat Anschluss an das Radverkehrsnetz NRW.
Sehenswürdigkeiten Katholische Pfarrkirche St. Lambertus in Höngen Kapelle der Königin des hl. Rosenkranzes
Vereine Freiwillige Feuerwehr Selfkant, Löscheinheit Höngen-Saeffelen St. Johannes Baptist Schützenbruderschaft Höngen Sozialverband VdK Deutschland – Ortsverband Selfkant betreut Kleinwehrhagen
Verkehr Autobahnanbindung BAB Streckenabschnitt Anschlussstelle Entfernung A 46 Heinsberg – Düsseldorf AS Heinsberg 15 km A 44 Aachen – Mönchengladbach AS Aldenhoven 30 km A 4 Aachen – Köln AS Weisweiler 40 km
Bahnanbindung Ab Bahnhof Geilenkirchen (ca. 15 km Entfernung) Linie Linienbezeichnung Linienverlauf Wupper-Express Aachen–Mönchengladbach–Düsseldorf–Dortmund Rhein-Niers-Bahn Aachen–Mönchengladbach–Krefeld–Duisburg
Busanbindung Der AVV bedient mit seinen Buslinien Linien 437 und 438 der WestVerkehr im öffentlichen Personennahverkehr Kleinwehrhagen.
Zudem verkehrt der Multi-Bus seit dem 9. Juni 2024 kreisweit erweitert und zu einheitlichen Bedienzeiten. Mehr Informationen gibt es bei WestVerkehr.
Linie Verlauf
Literatur Handbuch des Bistums Aachen. 3. Auflage. Kühlen, Mönchengladbach 1994, ISBN 3-87448-172-7, S. 687–690 Leo Gillessen: Die Ortschaften des Kreises Heinsberg, ISBN 3-925620-13-3, S. 244 Leo Gillessen: Zur Ortsnamen- und Siedlungskunde des südlichen Selfkantkreises, Heimatkalender 1971, S. 41–50 Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz. Nicolai, Berlin und Stettin 1830
Weblinks
Website der Gemeinde Selfkant Denkmale in der Gemeinde Selfkant Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Selfkant
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kreis Heinsberg Kategorie:Geographie (Selfkant)