Grastrup-Hölsen ist Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Bad Salzuflen im Kreis Lippe in Deutschland.
Geographie Lage Der Ortsteil liegt rund viereinhalb Kilometer südöstlich der Salzufler Innenstadt, zwischen den anderen Ortsteilen Retzen im Osten, Holzhausen im Südwesten und Ehrsen im Nordwesten. Im Nordosten liegt der Hünderser Berg.
Gliederung Zu Grastrup-Hölsen gehören die Dörfer Grastrup (), Hölsen () und Hölserheide (), die Weiler Hölsersundern (), Hünderserberg (), Quentsiek (), Sassenholz () Stallhaus () und Uekermann an der Bega () sowie der „Lehhof“ () und das „Gut Hündersen“ ()
Gewässer Durch Grastrup-Hölsen fließt die von Barntrup über Lemgo kommende Bega, die südlich von Salzuflen in die Werre mündet. Sie nimmt hier den von Norden zufließenden Rhienbach und Sudbach auf. Die Bega im Bereich Grastrup-Hölsen ist Teil des Landschaftsschutzgebietes Beganiederung.
Geschichte Ein 13 Zentimeter langes Steinbeil und eine aus Feuerstein gefertigte, etwa zehn Zentimeter lange Spitzklinge mit Kantenretusche sind Zeugen einer Besiedlung schon während der Jungsteinzeit im Gebiet des heutigen Bad Salzufler Ortsteils Grastrup-Hölsen.Elke Treude: „Spuren ur- und frühgeschichtlicher Besiedlung im Raum Bad Salzuflen“ in „Bad Salzuflen - Epochen der Stadtgeschichte“, Seiten 18 bis 40
Bis zur Eingemeindung nach Bad Salzuflen am 1. Januar 1969 war Grastrup-Hölsen eine selbstständige Gemeinde im Kreis Lemgo.
Namen Hölsen wird 1088 als Huteleshusen und Hittelhusen erstmals schriftlich erwähnt. Weitere belegte Namen sind Hudelshusen, Hydelshusen und Hidelshuisen (1223), Hodeleshusen (1252), Hodelsen (1354, im Detmolder Standesamt), Hoedelzen (1379), Holdessenn (1403), Hodelsen (1411), Hoddelsen (1492), Holßenn (1590, im Landschatzregister), Höelsen (1615, im Salbuch ; 1758), Hoelsen (1618, im Landschatzregister) und Höelßen (1646).
Die älteste schriftliche Erwähnung von Grastrup als Gravestorp stammt von 1316. Weitere belegte Namen sind Grasvestorpe (1334; 1502), Grauestorpe (1363), Grawestorpe (1488, im Landschatzregister), Grastroppe (1535), Grastrup (1545, im Landschatzregister), Grastrupf (1584, im Lemgoer Bürgerbuch), Grawesdorff (1613, im Lemgoer Bürgerbuch), Grasdorf (1615, im Salbuch), Graßtrup (1617) sowie Grastorf im Jahr 1806.Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Lippe. (= Westfälisches Ortsnamenbuch Band 2). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89534-842-6, S. 177, 241. (PDF)
Einwohnerentwicklung Jahr 1807 1835 1848 1855 1860 1867 1871 1885 1895 1905 1910 1939 1961 1968 1991 2006 2012 2016 Einwohner 466 598 748 744 748 770 709 714 698 690 618 661 997 1019 856 1019 789 792
Kultur und Sehenswürdigkeiten Religion Der Ortsteil ist überwiegend evangelisch-reformiert und gehört zu den Kirchengemeinden Sylbach und Retzen. Die Katholiken des Ortsteils gehören zur Gemeinde St. Kilian in Schötmar.
Baudenkmäler mini|Gut Hündersen Folgende Bauwerke in Grastrup-Hölsen sind in der Denkmalliste der Stadt Bad Salzuflen eingetragen; Grundlage für die Aufnahme war das Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW): Schmiede, Liemer Straße 3 (Denkmalnummer: 25 / Aufnahme: 1987) Haus, Lemgoer Straße 94 (70 / 1988) Haus, Lemgoer Straße 97 a (116 / 1991) Haus, Lemgoer Straße 90 a (196 / 1994) Hofanlage Gut Hündersen, Liemer Straße 26 – 26 c (197 / 1993) Hofanlage Meyer zu Hölsen, Sylbacher Straße 340 (199 / 1997)
Persönlichkeiten Albrecht Tasche (1872–1951), in Grastrup geboren; deutscher Jurist und Landrat
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Bad Salzuflen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Lippe) Kategorie:Gemeindeauflösung 1969 Kategorie:Ersterwähnung 1088