mini|300px|Adelzhausen von Süden mini|300px|Pfarrhof in Adelzhausen
Adelzhausen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dasing.
Geografie Lage Die Gemeinde liegt an der Ecknach in der Region Augsburg im östlichen Teil des Landkreises Aichach-Friedberg, rund 15 Kilometer östlich der Stadt Augsburg.
Nachbargemeinden
Gemeindegliederung Die Gemeinde hat drei Gemarkungen und neun Gemeindeteile: Adelzhausen, Pfarrdorf und Gemarkung Tremmel, Weiler Burgadelzhausen, Kirchdorf und Gemarkung Landmannsdorf, Kirchdorf Weinsbach, Einöde Heretshausen, Pfarrdorf und Gemarkung Haunsried, Einöde Irschenhofen, Dorf Michelau, Weiler
Geschichte Bis zur Gemeindegründung In Landmannsdorf befand sich zur Römerzeit ausweislich archäologischer Befunde eine Ziegelei.Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
Der Ort wurde erstmals im Jahr 782 in einer Schenkungsurkunde an das Bistum Freising als „Adalhelmshusir“ erwähnt. Adelzhausen gehörte später zum Rentamt München und zum Landgericht Aichach des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Eingemeindungen Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde am 1. April 1972 die Gemeinde Heretshausen eingemeindet. Am 1. Juli 1976 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Burgadelzhausen hinzu.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1961 853 1970 862 1987 1084 1991 1173 1995 1257 Jahr Einwohner 2000 1431 2005 1535 2010 1608 2015 1680 2019 1726
Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Gemeinde von 1117 auf 1726 um 609 Einwohner bzw. um 54,5 % – nach Mering der stärkste prozentuale Zuwachs einer Gemeinde im Landkreis im genannten Zeitraum.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus dem ersten Bürgermeister und 12 Gemeinderatsmitgliedern. Von Mai 2014 bis April 2020 wurden neun Mitglieder von der „Parteilosen Wählergemeinschaft“ und drei von der „Alternative Adelzhausen“ gestellt. Zur Gemeinderatswahl am 15. März 2020 wurde nur der Wahlvorschlag der „Parteilosen Wählergemeinschaft“ eingereicht, der seit Mai 2020 alle zwölf Gemeinderatsmitglieder der Amtszeit bis 2026 stellte.
Die Wahl zum Gemeinderat am 8. März 2026 führte zu folgendem Ergebnis:Gemeinde Adelzhausen, Gemeinderatswahl 8. März 2026, Endergebnis Parteien und WählergemeinschaftenStimmenanteilSitze Parteilose Wählergemeinschaft Adelzhausen (PWA) 88,3 % 11 Alternative für Deutschland (AfD) 11,7 % 1 Gesamt 100 % 12 Wahlbeteiligung: 74,9 % (2020: 62,3)
Bürgermeister Bürgermeister war seit Mai 2008 Lorenz Braun (Parteilose Wählergemeinschaft); er wurde bei der Wahl am 15. März 2020 für weitere sechs Jahre bis April 2026 im Amt bestätigt. Bei der Kommunalwahl 2026 trat Braun nicht mehr an. Zum neuen Ersten Bürgermeister wurde Johannes Treffler (PWG) mit einem Stimmenanteil von 82,4 % der gültigen Stimmen gewählt. Sein Mitbewerber von der AfD kam auf 17,6 %.Gemeinde Adelzhausen, Bürgermeisterwahl 8. März 2026, Vorläufiges Endergebnis
Wappen
Baudenkmäler
St.-Laurentius-Kirche in Heretshausen St.-Johannes-Gualbertus-Kirche in Weinsbach St.-Elisabeth-Kirche in Adelzhausen St.-Leonhard-Kirche in Heretshausen St.-Nepomuk-Kirche in Burgadelzhausen St.-Sebastian-Kirche in Landmannsdorf Kapelle St. Salvator an der Autobahn A8
Bodendenkmäler
Burgstall Adelzhausen Burgstall Bäckerberg
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab 2023 insgesamt 336 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Wohnort Adelzhausen gab es insgesamt 866. Damit hatte die Gemeinde um 530 Personen mehr Aus- als Einpendler.
Im Jahre 2020 existierten 31 landwirtschaftliche Betriebe. Im Jahre 2023 waren 1079 Hektar (63,7 %) der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, 379 Hektar (22,4 %) waren Wald. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche betrug 180 Hektar (10,8 %).
Verkehr Adelzhausen liegt unmittelbar an der Bundesautobahn 8 und ist über die gleichnamige Anschlussstelle leicht zu erreichen. Die Gemeinde liegt in den Bereichen der Verkehrsverbünde AVV (Zone 50) Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund. Abgerufen am 11. April 2022. und MVV (Zone 4/5) Münchner Verkehrs- und Tarifverbund. Abgerufen am 11. April 2022.. Sie wird durch die Buslinien 203 mit Dasing und Friedberg, 250 mit Aichach, X732 mit Dasing und München-Pasing angebunden.
Bildung Im Jahr 2024 gab es folgende Einrichtungen: 160 Kindergartenplätze in zwei Kindertageseinrichtungen mit 108 Kindern (davon 19 Kinder unter drei Jahren) Eine Grundschule mit elf Lehrern und 203 Schülern (Schuljahr 2023/24)
Weblinks
Homepage (PDF; 1,66 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Aichach-Friedberg Kategorie:Ersterwähnung 782 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)