Die 181. Infanterie-Division (181. ID) war ein Großverband des Heeres der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.
Geschichte
Aufstellung Die Aufstellung der 181. Infanterie-Division erfolgte ab 1. Dezember 1939 im Wehrkreis XI (Hannover) im Raum Braunschweig.Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Siebenter Band. Die Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück 1973, ISBN 3-7648-0872-1, S. 207. Ab 12. Januar 1940 wurde sie zu einer Volldivision mit zunächst acht Infanterie-Bataillonen erweitert.
Aufstellung und Ausbildung erfolgten bis März 1940.
Unternehmen Weserübung Erstmals zum Einsatz kam die 181. ID ab 9. April 1940 während des Unternehmens Weserübung im Rahmen der Gruppe XXI bei der Besetzung von Norwegen.
Besatzungstruppe Norwegen Dort verblieb die Division als Besatzungstruppe im Verband der Armee Norwegen im Großraum Drontheim bis zum September 1943. Die 181. ID verlegte dann – jedoch nur noch mit 2 Grenadier-Regimentern und 5 Bataillonen – von Mittelnorwegen auf den Balkan.
Besatzungstruppe in Montenegro Nach der Verlegung nach Montenegro, wo sie im Verband der 2. Panzer-Armee zum Küstenschutz und zur Partisanenbekämpfung eingesetzt wurde.
Umgliederung Umgliederungen und Zuführungen brachten die 181. ID auf den Stand einer „Division neuer Art 1944“.
Rückzug von der Adria Mehr als ein Jahr lang führte die Division im Rahmen der Heeresgruppen F und E wechselvolle Kämpfe mit Partisanen-Verbänden und konnte im Wesentlichen den zugewiesenen Raum sichern. Der Rückzug der Wehrmacht aus Griechenland, Albanien und Mazedonien brachte für die 181. ID im Herbst 1944 verlustreiche Kämpfe und Rückzüge, die durch das wenig erschlossene Gelände und die Witterung zusätzlich erschwert wurden. Hierbei wurde das Füsilier-Regiment 334 im Oktober/November 1944 in Montenegro fast vollständig vernichtet und musste ab Januar 1945 wiederaufgestellt werden. Der Panzerjäger-Abteilung der Division wurden im Oktober 1944 für eine Neuausrüstung vierzehn Jagdpanzer 38 zugeteilt.Spielberger: Leichte Jagdpanzer Bd. 14 Militärfahrzeuge 1992 S. 87 Die 181. ID kämpfte bis Kriegsende 1945 in Bosnien und Kroatien.
Kapitulation Sie ergab sich im Mai 1945 an der Grenze zur Steiermark bei Celje den Tito-Partisanen und wurde in jugoslawische Kriegsgefangenschaft geführt.
+ Eingliederung und Unterstellung der 181. IDGeorg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Siebenter Band. Die Landstreitkräfte 131–200. Seite 207–210. Biblio-Verlag, Osnabrück 1973, ISBN 3-7648-0872-1, S. 208. Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Schauplatz Dezember 1939 bis März 1940 im Wehrkreis XI aufgestellt -- -- Braunschweig April bis August 1940 Gruppe XXI -- -- Norwegen September bis Dezember 1940 XXXIII Gruppe XXI -- Drontheim Januar 1941 bis August 1943 Norwegen -- September 1943 Reserve -- Oktober bis November 1943 XXI 2. Panzerarmee F Montenegro Dezember 1943 V. SS Januar bis September 1944 XXI Oktober bis Dezember 1944 E Januar 1945 LXXXXI Kroatien Februar bis März 1945 XXI April 1945 -- E Mai 1945 LXIX -- Südost Steiermark
Gliederung + Gliederungen der 181. ID1. Dezember 1939 12. Januar 1940 1. April 1944 Infanterie-Regiment 334 Infanterie-Regiment 334 Füsilier-Regiment 334 (zwei Bataillone) Infanterie-Regiment 349 Infanterie-Regiment 349 Grenadier-Regiment 363 (zwei Bataillone) -- Infanterie-Regiment 359 Grenadier-Regiment 359 (als III. Turk-Bataillon) leichte Artillerie-Abteilung 222 Artillerie-Regiment 222 -- -- Divisions-Füsilier-Bataillon 181 -- Divisions-Einheiten 222
Am 15. Oktober 1942 wurden alle Infanterie-Regimenter in Grenadier-Regimenter umbenannt.
Kommandeure Generalleutnant Peter Bielfeld – Dezember 1939 bis Januar 1940 Generalleutnant Kurt Woytasch – Januar 1940 bis März 1942 Generalleutnant Friedrich Bayer – März 1942 Generalleutnant Hermann Fischer – März 1942 bis Oktober 1944 Generalleutnant Eugen-Heinrich Bleyer – Oktober 1944 bis Kriegsende
Angaben nachSamuel W. Mitcham: German Order of Battle, Volume 1: 1st-290th Infantry Divisions in World War II. Stackpole, 2007, S. 234
Literatur
Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Siebenter Band. Die Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück 1973, ISBN 3-7648-0872-1, S. 207–211.
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1939 Kategorie:Aufgelöst 1945 Kategorie:Division der 7. Aufstellungswelle Kategorie:Infanteriedivision (Wehrmacht)