mini|Sicht auf eine Kupfermine und Arbeiterunterkünften, hinter Roșia Montană mini|Die Mada-Schlucht (Cheile Măzii bzw. Madei) im Siebenbürgischen Erzgebirge Das Siebenbürgische Erzgebirge (, ) ist ein Gebirgszug im Westen Siebenbürgens und südlicher Teil des Apuseni-Gebirges in Rumänien.
Abgrenzung Das Siebenbürgische Erzgebirge wird begrenzt im Norden vom Bihor- und Muntele-Mare-Gebirge, im Osten vom Trascău-Gebirge, welches manchmal auch als Teil des Siebenbürgischen Erzgebirges betrachtet wird, im Süden vom Tal des Flusses Mureș (Mieresch), im Westen vom Zarand-Gebirge.
Beschreibung Das Siebenbürgische Erzgebirge ist ein vulkanisch beeinflusstes Gebirge und erstreckt sich bogenförmig in Ost-West-Richtung nördlich der Stadt Deva (Diemrich) und südlich von Brad (Kreis Hunedoara) und Câmpeni (Kreis Alba). Höchste Erhebung ist der hohe Gipfel Poienița (). Im Norden des Gebirges befindet sich ein Teil des historischen Motzenlandes.
Auf dem Gebiet des Siebenbürgischen Erzgebirges sind Edel- und Buntmetallerze zu finden. An den östlichen Vorbergen sind Obst- und Weingärten angelegt. Durch Abrodung der Buchenwälder sind in den Tälern und Hochregionen Weideland und Heuwiesen entstanden.
In historischer Literatur wird das „Goldseifengebirge der Umgebungen von Oláhpián“Oláhpián: ; ; ; Siebenbürgisch-Sächsisch: Bleschpien angeführt, womit ein Hügelland gemeint ist, dessen oberflächennahe Schichten aus goldführenden Sanden und Kiesen bestehen, die mit grünlichen und rötlichen Letten wechsellagern. In der Ortschaft Oláhpián bestand ein bekanntes Goldseifenwerk, in dem das Edelmetall aus Sekundärlagerstätten der Umgebung gewonnen wurde. Dieses Vorkommen war bereits den Römern bekannt.Franz Ritter von Hauer, Guido Stache: Geologie Siebenbürgens. Wilhelm Braumüller, Wien 1863, S. 246, 248–249.Carl Zerrenner: Über einige im Goldsande von Olahpian vorkommende Metalle. In: Sitzungsberichte der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Classe, Band 11 (1854), S. 462–464.
Verkehr Durch das Siebenbürgische Erzgebirge – in Nord-Süd-Richtung – verläuft der Drum național 76 (ist Teil der Europastraße 79) von Brad nach Deva über den Vălișoara-Pass (); im Norden verläuft die Nationalstraße DN 74 von Brad über den Buceș-Pass nach Abrud. Die durchs Gebirge verlaufende Bahnstrecke Deva–Brad ist inzwischen stillgelegt.
Sehenswürdigkeiten Der Buceș-Pass – auch als Pasul Vulcan bezeichnet () – zwischen den Städten Abrud (Kreis Alba) und Brad (Kreis Hunedoara). Die Naturreservate Calcarele de la Valea Mică am Bach Valea Mică – ein Zufluss des Ampoi – und das Kalksteinmassiv Piatra Bulbuci (78 m). (rumänisch)Bild des Kalksteinmassivs Piatra Bulbuci Die Basaltfelsen Detunata Goală (1169 m) und Detunata Flocoasă (1258 m) in der Nähe der Gemeinde Bucium, sowie die 300 Hektar große Narzissenwiese von Negrileasa unter dem gleichnamigen Gipfel ().H. Heltmann, G. Servatius: Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag Würzburg, 1993. ISBN 3-8083-2019-2. Im Nordosten des Gebirges die Karsthöhle Huda lui Papară. Der ca. 35 Meter hohe und 4 Meter breite Höhleneingang befindet sich auf einer Meereshöhe von . (rumänisch)
Bedeutende Erhebungen Detunata Flocoasă, Vârful Vulcan, Vârful Răchita, Vârful Fericeli, Vârful Mare,
Einige Ortschaften im Gebirge und in der Umgebung Abrud (Großschlatten) Brad (Tannenhof) Câmpeni (Topesdorf) Roșia Montană (Goldbach) Zlatna (Kleinschlatten)
Einige Flüsse im Gebirge und in der Umgebung Abrud (ung. Abrud-patak) Ampoi (ung. Ompoly) Arieș (ung. Aranyos) Băcăinți (ung. Bokaj-patak) Crișul Alb (dt. Weiße Kreisch, ung. Fehér Körös) Căian (ung. Kaján-patak) Certej Geoagiu (ung. Bózes-patak) Mureș (dt. Mieresch, Marosch, ung. Maros)
Weblinks Wilhelm Scherz: „Das Vulcan-Massiv im Muntii Metaliferi“. auf www.karpatenwilli.com
Einzelnachweise
Anmerkungen
Siebenbürgisches Erzgebirge Siebenbürgisches Erzgebirge Siebenbürgisches Erzgebirge Kategorie:Gebirge in den Karpaten