thumb|(v. l. n. r.) Dorothea Moritz, Lothar Lambert, Ulrike Schirm (2011) Ulrike Schirm, geborene Ulrike Wolter, (* 20. Mai 1945 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin und Filmkritikerin.
Leben Die Tochter des Gymnasiallehrers Kurt Wolter und der freien Journalistin Irmgard Wolter wuchs in Westberlin auf und begann nach dem Abitur an der Freien Universität Berlin ein Studium im Fachbereich Germanistik/Theaterwissenschaft, unterbrach das Studium für ein Semester an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg und kehrte 1974 zurück nach Berlin. Ihr Interesse an Alternativer Medizin veranlasste sie zu einer Heilpraktikerausbildung.
Schon während ihrer Schulzeit nahm sie bei der Opernsängerin Hildegard Blumer Gesangsstunden und wurde von ihr im Rollenspiel unterrichtet. So setzte sich ihre künstlerische Ambition Ende der 1970er Jahre durch und sie wurde Mitbegründerin eines Privattheaters (Hexenprozess) in einer Altbauwohnung in Charlottenburg. Bei einer der Aufführungen zur sogenannten „Schwarzen Messe“ lernte sie den Undergroundfilmer Lothar Lambert kennen. Es entwickelte sich eine Freundschaft, die zur Zusammenarbeit bei mehreren Filmen führte, in denen sie Hauptrollen übernahm und unter dem Künstlernamen „Ulrike S.“ bekannt wurde. Im Offtheaterbereich stand sie nicht nur auf der Bühne, sondern schrieb auch Stücke wie das Zweipersonenstück Warten auf Clodot und Blöff.
Aufgrund persönlicher Differenzen distanzierte sie sich von Lothar Lambert und begann als Filmkritikerin und Schauspielcoach zu arbeiten. 2008 inszenierte sie zusammen mit der Schwulenberatung Berlin eine Modenschau mit Laienmodels unter dem Motto Gay But Not Gray, die im Deutschen Theater stattfand. Seitdem leitet sie temporär ehrenamtlich Schauspielworkshops. Sie ist Vorstandsmitglied im Berliner Film- und Fernsehverband und schreibt für das monatlich erscheinende Bulletin Filmkritiken.
1966 wurde ihr Sohn Christoph Wellemeyer in erster Ehe geboren, der als Jugendlicher ebenfalls in Lamberts Filmen mitwirkte. Nach der zweiten Scheidung behielt sie den Nachnamen Schirm.
Filmografie 1978: Tiergarten 1979: Die Alptraumfrau 1980: Kreuzberg Ahoi 1981: Fucking City 1982: Die Liebeswüste 1983: Paso Doble 1983: Fräulein Berlin 1983/1984: Der Beginn aller Schrecken ist Liebe 1984: Gestatten Bestatter 1984: Der Sexte Sinn 1985: Drama in Blond 1985: Der Himmel über Berlin 1985: High Speed 1986: Praxis Bülowbogen 1987: Kismet. Kismet 1988: Kalt in Kolumbien 1989: Kobay der Muttermann 1990: Die Perle 1992: Killing Mom 1994: Die andere Hand 1997: Vom Luxus der Liebe 2002: Gefangen 2003: Kalter Sommer 2004: The Raspberry Reich 2006: Krieg der Frauen 2006: Die Mauer – Berlin ’61 2005: Breathful 2007: vierzig.grad.fieber 2012: Puppe, Icke & der Dicke
Theater 1987: Fluch der hungernden Klasse, Transformtheater Berlin 1989: Eine Frau ohne Bedeutung, Ratibor Theater Berlin 1992: Warten auf Clodot, Theater im Checkpoint 1996: Blöff, Cafe Theater Schalotte 2002: Präludium 1 Compilation ‚Culten‘, Saalbau Neukölln 2004: Loriot quer, Coupétheater Berlin
Stücke Warten auf Clodot, 1992 Blöff, 1995
Regie Kuba Libre und Eierlikör, 2012
Weblinks
Ulrike Schirm als Grunzke tratscht Kino auf Youtube https://ulriketratschtkino.wordpress.com
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