125px|rechts|Wappen der Stadt Sondershausen
Die Liste der Persönlichkeiten der Stadt Sondershausen führt chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr und geordnet in Jahrhunderten Personen auf, die
in Sondershausen geboren und/oder in dieser Stadt gestorben und/oder durch ihr Handeln in und um Sondershausen bedeutsam waren bzw. sind.
In seiner bisherigen über tausendjährigen Geschichte hat sich die Stadt Sondershausen vom geistlichen Zentrum Nordthüringens – Stift Jechaburg – über mehr als sechs Jahrhunderte als Residenz der Grafen und späteren Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen entwickelt. Der Residenzstatus brachte die Entwicklung zur Garnisonsstadt und zum Verwaltungszentrum, zur Musikstadt und Kulturzentrum hervor. Günstige natürliche Voraussetzungen und die geografische Lage entwickelten Sondershausen zur Bergstadt und zum Standort weltbekannter elektrotechnischer Produkte. Die jeweiligen Jahrhunderte brachten dementsprechend zahlreiche Forscher, Historiker, Künstler, Musiker, Sportler, Politiker und viele Persönlichkeiten aus anderen Gebieten hervor bzw. zogen sie in diese Stadt.
Ehrenbürger mini|120px|Karl von Bloedau mini|120px|Valentin E. Löscher mini|120px|Johann Günther von Schwarzburg-Sondershausen mini|120px|Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen mini|120px|Johann Karl Wezel mini|120px|Johann Günther Friedrich Cannabich mini|120px|Friedrich von Sydow mini|120px|Thilo Irmisch mini|120px|Curt Mücke mini|120px|Michael Kohl (1974) mini|120px|Günther Jahn mini|120px|Roland Paris mini|120px|Gunda Niemann-Stirnemann mini|120px|Caspar Löscher mini|120px|Johann Simon Hermstedt mini|120px|Carl Scheppig mini|120px|E. Marlitt mini|120px|Karl Günther, letzter Fürst von Schwarzburg-Sondershausen mini|120px|Max Bruch mini|120px|Cyrill Kistler mini|120px|Max Reger mini|120px|Ferdinand Menge mini|120px|Walter Kollo mini|120px|Ernst Wilhelm Borchert mini|120px|Albert Hetterle 1960 mit Inge Keller mini|120px|Ute Freudenberg
Verleihung 1848: Adolf von Wolffersdorff (1819–1901), HofjägermeisterFürstlich Schwarzb. Regierungs- und Intelligenz-Blatt vom 14. Oktober 1848, S. 438Nachruf in Der Deutsche 1901 Nr. 104. Verleihung 1877: Carl von Bloedau (1804–1886), Fürstlicher Leibarzt und Kommunalpolitiker Verleihung 1879: Friedrich Hölzer (1806–1886), Schulrat,Regierungs- und Nachrichtsblatt für das Fürstenthum Schwarzburg-Sondershausen vom 10. April 1879, S. 171. und Friedrich August Ebart (* 1806), MedizinalratRegierungs- und Nachrichtsblatt für das Fürstenthum Schwarzburg-Sondershausen vom 11. Januar 1879, S. 17f. Verleihung 1884: Wilhelm Kieser (1811–1895), Gymnasialdirektor, Landtagsmitglied Verleihung 1895: Otto von Bismarck (1815–1898), erster Reichskanzler des Deutschen Reichesaufgrund eines Vorschlags des Thüringer Städteverbands; vgl. Der Deutsche 1895 Nr. 67. Verleihung 1896: Hermann Petersen (1844–1917), Staatsminister im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen Verleihung 1897: Eduard Kobert (1814–1902), SanitätsratWilhelm May: Eduard Kobert. Ernennung des Sanitätsrates Dr. Kobert zum Ehrenbürger von Sondershausen. [Nachdruck aus 1997.] In: Wilhelm May: Ich heiße Bahn und bin bei der Post. 2011, ISBN 978-3-9811062-7-5, S. 392–395. Verleihung 1897: Otto von Wolffersdorff (1821–1911), Fürstlicher LeibarztNachruf in Der Deutsche 1911 Nr. 257.Adolf und Otto von Wolffersdorff waren Söhne des Hofjägermeisters Günther Adolf von Wolffersdorff (1790–1851) und seiner Frau Christiane geb. Bloedau, Schwester des Carl von Bloedau. (Genealogisches Taschenbuch des Uradels, 2. Band, 1893, S. 591 und 600f..) Verleihung 1899: Otto Drechsler (1837–1902), Landrat in Arnstadt, RegierungsmitgliedDer Deutsche 1899 Nr. 175Nachruf in Der Deutsche 1902 Nr. 301. Verleihung 1903: Günther Heimbürger (1835 bis nach 1904), Steuerrat und KommunalpolitikerDer Deutsche 1903 Nr. 124 und 125Abreise in Der Deutsche 1904 Nr. 232. Verleihung 1912: Hermann Toepfer (1833–1915), Schulrat und GemeinderatsmitgliedDer Deutsche 1912 Nr. 233; J. Lengemann: Hermann Töpfer. In: Sondershäuser Beiträge. Püstrich. () Heft 13, 2012. S. 7–23. Verleihung 1913: Rudolf Koch (1855–1922), Jurist und KommunalpolitikerWilhelm May: Ehrenbürger und „ihre“ Straßen. Ehre wem Ehre gebührt – Rudolf Koch. [Nachdruck aus 2002.] In: Wilhelm May: Ich heiße Bahn und bin bei der Post. 2011, ISBN 978-3-9811062-7-5, S. 281–284. Verleihung 1915: Otto Saurbier (1848–1924), KommunalpolitikerNachruf in Der Deutsche 1924 Nr. 278. Verleihung 1917: Paul von Hindenburg (1847–1934), Generalfeldmarschallgemeinsam mit 82 anderen Thüringer Städten, vgl. Der Deutsche 1917 Nr. 231. Verleihung 1922: Günther Lutze (1840–1930), Botaniker, Heimatforscher und ChronistDer Deutsche 1922 Nr. 129Nachrufe in Der Deutsche 1930 Nr. 135Nachruf in Der Deutsche 1940 Nr. 29. Verleihung 1927: Kurt Lindner (1877–1966), Unternehmer und Stadtrat Verleihung 1928: Carl Schroeder (1848–1935), Hofkapellmeister, Komponist, Gründer des Konservatoriums Verleihung 1932: Theodor Bauer (1858–1944), Ministerialbeamter und Politiker der DVP Verleihung 1933: Adolf Hitler (1889–1945), Reichskanzler, und Wilhelm Frick (1877–1946), Reichsinnenministergemeinsam mit 105 anderen Thüringer Städten, vgl. Der Deutsche 1933 Nr. 93. Hitlers – und vermutlich auch Fricks – Ehrenbürgerschaft wurde am 8. Januar 1947 gestrichen. Seitdem wurden keine neuen Ehrenbürger ernannt.Wilhelm May: Ehrenbürger und „ihre“ Straßen. [Nachdruck aus 2002.] In: Wilhelm May: Ich heiße Bahn und bin bei der Post. 2011, ISBN 978-3-9811062-7-5, S. 281–284. (hier: S. 281.)
Söhne und Töchter der Stadt Angehörige des Hauses Schwarzburg Sondershausen war Residenz der 1599 begründeten Linie Schwarzburg-Sondershausen (Grafschaft, ab 1697 Fürstentum). Hier wurden die folgenden Angehörigen dieser Dynastie geboren: Günther XL von Schwarzburg (1499–1552), Graf; ließ erstmals in seiner Grafschaft den protestantischen Glauben zu, ließ die Burganlage in Sondershausen abreißen und zu einem Renaissanceschloss umbauen Günther XLI. von Schwarzburg-Arnstadt (1529–1583), Graf, genannt „der Streitbare“ (Bellicosus) Johann Günther von Schwarzburg-Sondershausen (1532–1586), Graf, Begründer der Linie Schwarzburg-Sondershausen Wilhelm I. von Schwarzburg-Frankenhausen (1534–1598), Graf Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537–1605), Graf Günther XLII. von Schwarzburg-Sondershausen (1570–1643), Graf von Schwarzburg-Sondershausen Anton Heinrich von Schwarzburg-Sondershausen (1571–1638), Graf von Schwarzburg-Sondershausen Johann Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen (1577–1631), Graf von Schwarzburg-Sondershausen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578–1642), Graf von Schwarzburg-Sondershausen Anton Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1620–1666), Graf Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen (1647–1721), Graf, 1697 durch Kaiser Leopold in den Reichsfürstenstand erhoben; ließ das Renaissanceschloss in Sondershausen barock umbauen und machte die Stadt zu einem kulturellen Mittelpunkt Nordthüringens Anton Günther II. von Schwarzburg (1653–1716), Graf und seit 1697 Fürst von Schwarzburg August I. von Schwarzburg-Sondershausen (1691–1750), apanagierter Prinz und Begründer der Fayencenmanufaktur in Abtsbessingen Günther Friedrich Carl I. (1760–1837), Regierender Fürst von 1794 bis 1835, legte mit Einführung von öffentlichen Konzerten, Theaterbauten 1815 und 1825 und Berufung von Hermstedt zum Hofkapellmeister Grundlagen zur „Musikstadt Sondershausen“ Günther Friedrich Carl II. (1801–1889), Regierender Fürst 1835–1880, gab dem Land 1841 die 1. Verfassung, unter ihm Beginn der Industrialisierung von Sondershausen, holte Schinkelschüler Scheppig aus Berlin und beauftragte ihn mit klassizistischer Umgestaltung von Schloss und Umfeld Außerdem in Sondershausen geboren:
Bis 1700 Joachim Manard (Manhard, Manardt) (1564–1637), Chronist der Stadt Salomo Glassius (1593–1656), lutherischer Theologe Andreas Toppius (1605–1677), Landeshistoriker, Pfarrer in Tennstedt Georg Ludwig Agricola (1643–1676), Musiker Ludwig Günther Martini (1647–1719), Jurist Johann Michael von Schindler (1668–1740), Wirklicher Geheimer Rat und Generalmajor Christian Ludwig Boxberg (1670–1729), Komponist und Organist Valentin Ernst Löscher (1673–1749), Theologe und Schriftsteller August Friedrich von Minnigerode (1687–1747), Forst- und Staatsmann in Hessen-Darmstadt
18. Jahrhundert Ernst Anton Nicolai (1722–1802), Mediziner Günther Urban Anton von Lüdecke (1723–1788), führendes Mitglied der Herrnhuter Brüdergemeine Gottfried Christian Cannabich (1745–1830), evangelischer Theologe Ernst Ludwig Gerber (1746–1819), Komponist, Musikschriftsteller und Musiker Friedrich August von Kauffberg (1746–1808), Generalmajor Johann Karl Wezel (1747–1819), Dichter Carl Günther Theodor von Dewitz (1759–1817), preußischer Major und Landrat Adolf Felix Heinrich Posse (1760–1825), Rechtswissenschaftler Friedrich Carl Ludloff (1766–1824), Forstsekretär, Heimatschriftsteller und Zeitungsgründer Karl Christian Ferdinand Chop (1767–1840), deutscher Geheimrat im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen Johann Friedrich Suckow (1769–1842), Musiker Benjamin Christoph Gimmerthal (1769–1837), evangelischer Geistlicher Kaspar Friedrich von Gottschalck (1772–1854), herzogl. anhaltinisch-bernburgscher Hofrath, Schriftsteller und Autor (Meine Streifereien in den Harz 1800, Taschenbuch für Reisende in den Harz 1806, Die Ritterburgen und Bergschlösser Deutschlands 1810 (9 Bände), Almanach der Ritterorden 1817) Johann Günther Friedrich Cannabich (1777–1859), Lehrer, Pfarrer und Geograf Karl Friedrich Wilhelm von Weise (1779–1851), Kammerpräsident August Friedrich von Gottschalck (1785–1861), Generalmajor Adolf Gottschalck (1794–1855), Politiker und Landrat Karl Wurmb von Zinck (1795–1890), Schlosshauptmann von Merseburg, königlich-preußischer Generalleutnant, Ehrenritter des Johanniterordens und Fideikommissherr auf Witzschersdorf
19. Jahrhundert Friedrich Chop (1801–1875), Chef des Märzministeriums in Schwarzburg-Sondershausen Carl Gottschalck (1801–1868), deutscher Verwaltungsjurist und Politiker Ferdinand Chop (1802–1879), Richter und Politiker Carl von Bloedau (1804–1886), Geheimrat und Leibarzt Gottfried Herrmann (1808–1878), Organist und Komponist Friedrich Zahn (1812–1886), Oberhofprediger Thilo Irmisch (1816–1879), Botaniker und Heimatforscher Ludwig von Schlotheim (1818–1889), preußischer General der Kavallerie Adolf von Blumröder (1819–1894), Generalleutnant Karl Münch (1819–nach 1861), Bürgermeister von Sondershausen Georg Richard Lewin (1820–1896), Dermatologe und Hochschullehrer Günther Keyser (1820–1874), Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Sondershausen, des Landtags in Sondershausen und des Reichstags des Norddeutschen Bundes Ludwig Bloedau (1820–1870), Arzt Karl Chop (1825–1882), Rechtsanwalt, Notar, Naturforscher und Schriftsteller, Vorstand der meteorologischen Station in Sondershausen Wilhelm Bertram (1829–nach 1880), Politiker Therese Gelbke (1829–1892), Theaterschauspielerin Günther Bartel (1833–1911), Pianist, Cellist und Komponist Robert von Wurmb (1835–1911), königlich-preußischer Generalleutnant Friedrich Ludloff (1838–nach 1914), Unternehmer Max Ludloff (1839–1911), Unternehmer Carl Ludloff (1842–nach 1924), Bienenzüchter Richard Himmelstoß (1843–1938), Violinist und Konzertmeister Friedrich Pietzker (1844–1916), Lehrer, Schulbuchautor und Mathematiker Dagobert Schwabach (1846–1920), Otologe Stefanie Keyser (1847–1926), Schriftstellerin Edmund Lammert (1847–1921), Philologe Karl Häßler (1849–1914), Kapellmeister und Komponist Hermann Enkel (1850–1920), Lehrer und Autor Minna Lammert (1852–1921), Opernsängerin Johanna Amina Julie Clara Herrmann (1853–1931), Pianistin und Konzertorganisatorin Hermann von Bloedau (1853–1927), Mitglied des Deutschen Reichstags Felix Schwabach (1855–1928), preußischer Beamter und Politiker