Rhipsalis paradoxa ist eine Pflanzenart in der Gattung Rhipsalis aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton paradoxa stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚seltsam‘.Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Birkhäuser 2004, ISBN 3-540-00489-0, S. 177.
Beschreibung Rhipsalis paradoxa wächst epiphytisch in großen Büscheln mit reich verzweigten, hängenden Trieben von begrenztem Wachstum, die sich ausschließlich akroton verzweigen. Die drei- bis vierkantigen, hellgrünen Triebe weisen zickzackförmige, unterbrochene Kanten auf. Die Kantenabschnitte sind bis 5 Zentimeter lang. Die Areolen sind bewollt und ohne Borsten.
Die weißen Blüten erscheinen einzeln in der Nähe der Triebspitzen und erreichen eine Länge von bis 2 Zentimetern. Die kugelförmigen Früchte sind weiß oder rosafarben überhaucht.
Verbreitung, Systematik und Gefährdung Das Verbreitungsgebiet von Rhipsalis paradoxa reicht vom Nordosten bis in den Südosten Brasiliens.
Die Erstbeschreibung als Lepismium paradoxum durch Ludwig Georg Karl Pfeiffer wurde 1837 veröffentlicht.L. Pfeiffer: Enumeratio diagnostica Cactearum hucusque cognitarum. Berlin 1837, S. 140 (online). Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck stellte die Art 1845 in die Gattung Rhipsalis.Jos. de Salm-Dyck: Cacteae in horto Dyckensi cultae anno 1844. 1845, S. 39 (online). Weitere nomenklatorische Synonyme sind Hariota paradoxa (1891) und Hylorhipsalis paradoxa (2002).
Es werden folgende Unterarten unterschieden: Rhipsalis paradoxa subsp. paradoxa Rhipsalis paradoxa subsp. septentrionalis
Rhipsalis paradoxa wurde in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN von 2002 als „“, d. h. nicht gefährdet, eingestuft. Die Unterart Rhipsalis paradoxa subsp. septentrionalis galt 2002 als „“, d. h. stark gefährdet. Nach der Überarbeitung der Liste 2013 wird die Art als „“, d. h. als nicht gefährdet geführt und die Unterart Rhipsalis paradoxa subsp. septentrionalis aus der Liste ausgeschlossen.
Nachweise Literatur
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Rhipsalis (Kakteen) Paradoxa