mini|Josef Petzval mini|Josef Petzval 1854, Zeichnung von Adolf Dauthage mini|hochkant|Grab von Josef Petzval am Wiener Zentralfriedhof
Jozef Maximilián Petzval (* 6. Januar 1807 Spišská Belá (dt. Zipser Bela, ung. Szepesbéla); † 17. September 1891 in Wien), auch unter seinem deutschen Namen Joseph Maximilian Petzval oder ungarischen Namen Petzval József Miksa bekannt, war ein ungarndeutscher Mathematiker.
Leben Petzval studierte und unterrichtete später an der Universität von Pest (Teil des späteren Budapest). 1832 wurde er promoviert. 1837 nahm er einen Lehrstuhl für Mathematik an der Wiener Universität an. Er war Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften seit 1851 und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA) seit 1873.
Petzvals bekannteste Leistung ist das Porträtobjektiv von Petzval, das nach 150 Jahren immer noch eine gewisse Bedeutung hat. Er leistete grundlegende Arbeiten zur Theorie der Abbildungsfehler optischer Systeme. Einige zentrale Begriffe dieses Felds sind später nach ihm benannt worden: Die Petzval-Fläche ist die im Allgemeinen gekrümmte Bildfläche eines unkorrigierten optischen Systems, ein Rotationsparaboloid. Bei Einhaltung der Petzval-Bedingung ist die Petzval-Fläche eben. Auf die Entwicklungen Petzvals geht auch das lichtstarke Landschaftsobjektiv Orthoskop zurück. In der Mathematik arbeitete er unter anderem an Anwendungen der Laplace-Transformation.
Schriften Bericht über die Ergebnisse einiger dioptrischen Untersuchungen (Pest, 1843) Integration der linearen Differentialgleichungen (I.-II., Wien, 1853–59) Bericht über optische und dioptrische Untersuchungen (Sitzungsberichte, Wien, 1857)
Ehrungen Petzvals Geburtshaus in Spišská Belá ist heute ein ihm gewidmetes Museum. Der Mondkrater Petzval wurde 1970 von der IAU offiziell nach Josef Maximilian Petzval benannt. Der Petzval-Gletscher in der Antarktis ist nach Petzval benannt.
Literatur Manuela Fellner, Anton Holzer, Elisabeth Limbeck (Hrsg.): Die Schärfung des Blicks : Joseph Petzval: das Licht, die Stadt und die Fotografie. Ausstellungskatalog Technisches Museum Wien, 2003, ISBN 3-902183-07-1.
https://www.academia.edu/6313483/Josef_Petzval_1807-1891_and_the_early_development_of_astrophotography o.N.: Photographische Reliquien. In: Richard Neuhauss (Hrsg.): Photographische Rundschau, 9. Jg., Wilhelm Georg Knapp, Halle/S., 1895, S. 47ff., Anmerkungen zu dem Artikel: S. 91ff. Dr. Josef Petzval (Todesanzeige mit kurzer Lebensbeschreibung). In: Photographische Rundschau. 5. Jg., 1891, Knapp, Halle/S., S. 347. Ludwig Schrank: Dr. Josef Petzval. In: Photographische Correspondenz. Bd. 28 (1891), Nr. 373, S. 497f. (Digitalisat).
Weblinks
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Einzelnachweise
Kategorie:Mathematiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Physiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Optiker Kategorie:Fotopionier Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater Kategorie:Zipser Sachse Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Person (Österreich-Ungarn) Kategorie:Geboren 1807 Kategorie:Gestorben 1891 Kategorie:Mann