mini|Am Alten Schlag 3: Fachwerkscheune

Trettendorf (fränkisch: Dredn-doafW. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 96. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „dredndoʳf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Roßtal im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Trettendorf liegt in der Gemarkung Weitersdorf.

Geographie Unmittelbar südlich des Dorfs entspringt der Mühlbach (im Unterlauf Schwallbach genannt), einem linken Zufluss der Schwabach. 0,5 km westlich des Ortes liegen die Waldgebiete Der Alte Schlag und Mondschein, im Norden grenzen die Stückäcker an, im Süden erhebt sich der Pfaffenberg. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Roßtal (1,8 km nördlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,5 km östlich), die nach Wimpashof (0,3 km nördlich) bzw. zur Bundesstraße 14 verläuft (0,7 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde um 1430 als „Trettendorff“ erstmals urkundlich erwähnt. Bestimmungswort des Ortsnamens ist wahrscheinlich das mittelhochdeutsche Wort „trat“ (= Brachland, Viehweide).W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 96.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Trettendorf 6 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Grundherren waren das Gotteshaus Roßtal (1 Hof), die Reichsstadt Nürnberg: Landesalmosenamt (2 Halbhöfe), Landesalmosenamt und St.-Klara-Amt (1 Halbhof) und der Nürnberger Eigenherr von Pömer (1 Halbhof, 1 Gütlein).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 177. Im Jahre 1802 gab es vier Anwesen, von denen einer ansbachisch und drei nürnbergisch waren.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 576.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Trettendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buchschwabach und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Weitersdorf zugeordnet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 235.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Trettendorf am 1. Mai 1978 nach Roßtal eingemeindet.

Baudenkmäler In Trettendorf gibt es drei Baudenkmäler: Am Alten Schlag 3: Fachwerkscheune Am Alten Schlag: Scheune und Wirtschaftsgebäude Trettendorfer Hauptstr. 5: Wohnstallhaus mit Scheune

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1997 2007 2018 2023Einwohner 37 34 47 54 49 66 84 49 47 35 37 44 39 41HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 4 5 8 7 8 10 10 11 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Christkönig (Roßtal) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Geographie (Roßtal) Kategorie:Ersterwähnung 1430