Taubenhof (fränkisch: Daum-huhfW. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 96. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „daumhūf“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Seukendorf im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Taubenhof liegt in der Gemarkung Seukendorf.

Geographie Die Einöde liegt am Nordhang des Farrnbachtales und ist von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. 0,75 km nordöstlich befinden sich die Hämmerlweiher, 0,5 km östlich die Schmalhölzer. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Seukendorf zur Kreisstraße FÜ 8 (1,1 km westlich) bzw. nach Burgfarrnbach zur Kreisstraße FÜs 2 (2,2 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde in der Vetterschen Oberamtsbeschreibung von Cadolzburg aus dem Jahr 1732 als „Taubenhoff“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens leitet sich von dem Familiennamen Taube oder von der Taube ab.W. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 96.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Taubenhof 2 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg. Grundherren waren das Landesalmosenamt (1 Hof) und die Kaplanei Zirndorf mit dem Landesalmosenamt gemeinsam (1 Halbhof).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 176. 1802 gab es im Ort weiterhin 2 Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 507.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Taubenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Seukendorf zugeordnet. Es gehörte der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Seukendorf an.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 233.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 20 21 20 17 16 22 25 23 14 9HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 2 2 2 2 3 4 4 2Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannes der Täufer (Burgfarrnbach) gepfarrt, seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Katharina (Seukendorf) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Otto (Cadolzburg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Seukendorf Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Fürth Kategorie:Ersterwähnung 1732 Kategorie:Ort am Farrnbach