Die Verbandsgemeinde Deidesheim ist eine Gebietskörperschaft im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören die Stadt Deidesheim sowie vier weitere Ortsgemeinden an: Forst an der Weinstraße, Meckenheim, Niederkirchen bei Deidesheim und Ruppertsberg. Der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Stadt Deidesheim. Die Verbandsgemeinde liegt an der Deutschen Weinstraße.

Verbandsangehörige Gemeinden Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner Deidesheim, Stadt 26,53 Forst an der Weinstraße 3,59 Meckenheim 15,06 Niederkirchen bei Deidesheim 3,78 Ruppertsberg 8,07 Verbandsgemeinde Deidesheim 57,03 (Einwohner am )

Geschichte Die Verbandsgemeinde Deidesheim wurde 1972, so wie alle Verbandsgemeinden im damaligen Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz, auf der Grundlage des „Dreizehnten Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ neu gebildet. Bis dahin bestanden die aus der Pfalz (Bayern) (1816–1946) stammenden Verwaltungsstrukturen.

mini|Rathaus der Verbandsgemeinde Das Rathaus befand sich seit Gründung der Verbandsgemeinde Deidesheim im sogenannten „Weinpalais“ in der Bahnhofstraße 5, das heute die „Tourist-Information“ beherbergt. Wegen Kapazitätsproblemen wurde ein Neubau erforderlich. Das neue Verbandsgemeinderathaus befindet sich einige Meter westlich des Deidesheimer Bahnhofs. Seine Grundsteinlegung war 1994, eingeweiht wurde es 1996. Der Architekt des Gebäudes war Gerhard Dürr aus Neustadt an der Weinstraße.

Bevölkerungsentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahlen, bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Deidesheim; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 5.569 1835 6.768 1871 7.301 1905 7.245 1939 7.665 1950 8.804 Jahr Einwohner 1961 9.368 1970 9.368 1987 10.011 1997 11.413 2005 11.762

Politik Verbandsgemeinderat

Der Verbandsgemeinderat Deidesheim besteht aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat: Wahl SPD CDU GRÜNE FDP FWG Gesamt 2024 3 12 3 1 9 28 Sitze 2019 3 11 4 1 9 28 Sitze 2014 4 13 3 1 7 28 Sitze 2009 3 12 3 1 9 28 Sitze 2004 4 13 2 – 9 28 Sitze FWG = Freie Wählergruppe Verbandsgemeinde Deidesheim e. V.

Bürgermeister Verbandsgemeindebürgermeister Deidesheim Amtszeit Name Partei 1973–1997 Stefan Gillich CDU 1998–2011 Marion Magin FWG 2012–2016 Theo Hoffmann CDU 2016–2024 Peter Lubenau CDU seit 2024 Dieter Dörr CDU

Die Verbandsgemeinde nahm am 1. Januar 1973 den Verwaltungsbetrieb auf; bereits am 7. September 1972 wurde der Bürgermeister gewählt. Die CDU hatte den Stadtbürgermeister von Deidesheim, Norbert Oberhettinger, als Kandidaten vorgesehen, dieser verzichtete allerdings. Stattdessen trat Stefan Gillich für die CDU an und wurde zum Bürgermeister gewählt. Nach fast 25-jähriger Amtszeit trat Gillich 1997 von seinem Amt zurück. Am 12. Oktober 1997 wurde Marion Magin (FWG) als seine Nachfolgerin gewählt, sie trat ihr Amt am 1. Januar 1998 an.

Magin wurde 2005 mit 57,6 % der Stimmen im Amt bestätigt, im November 2011 wurde sie vor Ablauf ihrer zweiten Amtszeit mit 81 % der abgegebenen Stimmen abgewählt. Ihr Nachfolger wurde Theo Hoffmann (CDU), er erhielt bei der Wahl am 22. April 2012 rund 84 % der Stimmen.Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Wahlergebnis der Bürgermeisterwahl vom 22. April 2012 Als Nachfolger Hoffmanns wurde am 13. März 2016 Peter Lubenau (CDU) mit 76,9 % der Stimmen gewählt.Verbandsgemeinde Deidesheim – Wahlergebnis der Bürgermeisterwahl vom 13. März 2016 Bei der Direktwahl am 5. November 2023 wurde Dieter Dörr (CDU), der als einziger Kandidat angetreten war, mit einem Stimmenanteil von 86,5 % als zukünftiger Bürgermeister der Verbandsgemeinde gewählt. Er trat sein Amt im April 2024 an.

Wappen

Kommunalpartnerschaft Seit 2002 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Byczyna in der Woiwodschaft Oppeln in Oberschlesien.

Literatur Peter Karn, Rolf Mertzenich: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Kreis Bad Dürkheim 13.1 = Stadt Bad Dürkheim, Gemeinde Hassloch, Verbandsgemeinden Deidesheim, Lambrecht, Wachenheim. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1995. ISBN 978-3-88462-119-6

Weblinks

Website der Verbandsgemeinde Deidesheim

Einzelnachweise

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