mini|Lage der Verbandsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim mini|296px|Verwaltung der ehemaligen Verbandsgemeinde Die Verbandsgemeinde Hettenleidelheim war eine Gebietskörperschaft im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehörten fünf eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz war in der namensgebenden Gemeinde Hettenleidelheim.
Zum 1. Januar 2018 wurde die Verbandsgemeinde Hettenleidelheim aufgelöst, die zugehörenden Gemeinden wurden der neuen Verbandsgemeinde Leiningerland zugeordnet.
Verbandsangehörige Gemeinden Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner Altleiningen 11,47 1.740 Carlsberg 7,03 3.455 Hettenleidelheim 5,07 3.013 Tiefenthal 4,21 842 Wattenheim 12,53 1.526 Verbandsgemeinde Hettenleidelheim 40,31 10.576 (Einwohner am 31. Dezember 2015)
Geschichte Die Verbandsgemeinde Hettenleidelheim wurde 1972, so wie alle Verbandsgemeinden im damaligen Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz, auf der Grundlage des „Dreizehnten Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ neu gebildet. Bis dahin bestanden die aus der Pfalz (Bayern) (1816–1946) stammenden Verwaltungsstrukturen.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim zum Zeitpunkt ihrer Auflösung; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 4.370 1835 5.277 1871 6.178 1905 6.123 1939 6.634 1950 7.785 Jahr Einwohner 1961 8.328 1970 9.221 1987 9.846 1997 10.926 2005 11.096 2015 10.576
Politik Verbandsgemeinderat Der Verbandsgemeinderat Hettenleidelheim bestand aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:Wahlband Kommunalwahlen 2014 auf wahlen.rlp.de Wahl SPD CDU GRÜNE FDP LINKE FWG WG AH WG CH Gesamt 2014 9 11 1 – – 4 2 1 28 Sitze 2009 9 10 – 1 1 5 2 – 28 Sitze 2004 9 11 – – – 6 2 – 28 Sitze FWG = Freie Wählergruppe Leiningerland e.V. WG AH = Wählergruppe Dennhardt Altleiningen-Höningen WG CH = Freie Wählergruppe Carlsberg-Hertlingshausen e.V.
Bürgermeister Erster Bürgermeister der neu gegründeten Verbandsgemeinde wurde der damalige Ortsbürgermeister von Hettenleidelheim, Werner Mittrücker (CDU), der dieses Amt von 1972 bis 1980 ausübte.
Von 1980 bis 2008 führte Helmut Rüttger (CDU) 28 Jahre lang die Verwaltung als Bürgermeister und prägte die Entwicklung der Region maßgeblich.
Ab 2008 übernahm Karl Meister (FWG) das Amt des Bürgermeisters und führte bis zur Auflösung und Fusion die Verbandsgemeinde.
Wappen Die Blasonierung des Wappens lautet: „In goldenem Schildbord, durch ein durchgehendes silbernes Kreuz geviert, oben rechts in Blau ein rotbewehrter silberner Adler, oben links in Rot fünf schwebende goldene griechische Kreuze 2:1:2, unten rechts in mit goldenen Kreuzen bestreutem schwarzem Feld ein schräggestellter silberner Schlüssel, mit dem Bart nach unten gekehrt, unten links in Schwarz ein wachsender rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe.“
Das Wappen wurde 1985 von der Bezirksregierung in Neustadt genehmigt. Der Adler und die Kreuze stehen für die Leininger, der Schlüssel für das Hochstift Worms und der Löwe für die Kurpfalz. In deren Herrschaftsbereichen lagen die Gemeinden bis zur Französischen Revolution.
Literatur Georg Peter Karn, Ulrike Weber: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Kreis Bad Dürkheim 13.2 = Stadt Grünstadt, Verbandsgemeinden Freinsheim, Grünstadt-Land und Hettenleidelheim. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2006: ISBN 978-3-88462-215-5.
Einzelnachweise
Hettenleidelheim Kategorie:Pfälzerwald Hettenleidelheim Kategorie:Aufgelöst 2017