Merkendorf ist ein Ortsteil der Stadt Zeulenroda-Triebes im Landkreis Greiz in Thüringen. Für den Ortsteil gibt es eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.
Geographie Der Ort liegt auf einer Bergkuppe im Thüringer Schiefergebirge oberhalb der Weidatalsperre. Angrenzende Gemeinden sind die Stadt Auma-Weidatal und Weißendorf. Zu Merkendorf gehört der eingemeindete Ort Piesigitz.
Geschichte miniatur|Der Teich im Ort
1324 wurde Merkendorf erstmals als Myrkindorf (Mischname, enthält einen altslawischen Vornamen) erwähnt. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 179 Bis zum Bau der Weidatalsperre gehörten zum Ort drei Mühlen, und zwar die Büchersmühle, die Pisselsmühle und die Holzmühle, alle an der Weida gelegen. Günter Steiniger: Mühlen im Weidatal Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010,m ISBN 978-3-934748-59-0, S. 123–139 Das Dorf hatte das Braurecht.
Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Piesigitz eingegliedert.
Bis zum 3. Januar 1996 war Merkendorf Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Weidatal, danach gehörte die Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Auma-Weidatal. Am 1. Dezember 2011 wurde Merkendorf nach Zeulenroda-Triebes eingemeindet.StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011
Religionen miniatur|Die Kirche
Seit der Reformation ist der Ort evangelisch-lutherisch geprägt. Kirchlich gehört der Ort zum Kirchspiel Göhren-Döhlen in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. 1772 wurde die Kirche eingeweiht.
Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember): 1994: 319 1995: 335 1996: 334 1997: 329 1998: 330 1999: 348 2000: 338 2001: 333 2002: 342 2003: 339 2004: 327 2005: 330 2006: 322 2007: 318 2008: 307 2009: 296 2010: 290 2013: 289 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Wappen Blasonierung: Gespalten; vorn in Silber über einem erniedrigten blauen Wellenbalken ein blaues, vierspeichiges Mühlrad; hinten in Rot ein gestürztes silbernes Schwert, auf der linken Seite mittig begleitet von einem silbernen Kelch.
Merkendorf mit dem Ortsteil Piesigitz haben ein gemeinsames Wappen. Die rechte Hälfte des Wappens zeigt ein Mühlrad und einen Bach und symbolisiert die drei Wassermühlen des Ortes. Der Bach ist der Trübebach, der unterhalb des Ortes in die jetzige Weidatalsperre fließt. Die linke Hälfte zeigt eine Klinge und einen Kelch, Symbole der heiligen Barbara, Schutzpatronin von Piesigitz unterhalb Merkendorfs.
Kultur Ein Dorffest von regionaler Bedeutung ist das seit 1989 alle zwei Jahre im Sommer stattfindende Internationale Brühtrogrennen, bei dem mit Hilfe von Brühtrögen eine Strecke über die vier Dorfteiche überwunden werden muss.
Städtefreundschaften Merkendorf unterhält freundschaftliche Beziehungen zu anderen Orten im deutschsprachigen Raum mit demselben Namen. Die folgenden Orte haben sich zum Verein Europäische Merkendorfs e. V. zusammengeschlossen: Merkendorf bei Zeulenroda-Triebes in Thüringen Merkendorf bei Bamberg in Bayern Merkendorf bei Coburg in Bayern Merkendorf bei Ansbach in Bayern Merkendorf bei Eutin in Schleswig-Holstein Merkendorf bei Feldbach in der Steiermark
Alle zwei Jahre findet ein Treffen in einem anderen Merkendorf statt, um sich auszutauschen und kulturelle Veranstaltungen von Sport bis Ortsführungen zu erleben.
Weblinks
Ortsteil Merkendorf mit Piesigitz In: Webauftritt der Stadt Zeulenroda-Triebes.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Greiz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Greiz) Kategorie:Geographie (Zeulenroda-Triebes) Kategorie:Ersterwähnung 1324 Kategorie:Gemeindeauflösung 2011