miniatur|rechts|Rabah Saâdane (2009)

Rabah Saâdane (; * 3. Mai 1946 in Batna) ist ein algerischer Fußballtrainer und ehemaliger -spieler. Von 2007 bis 2010 betreute er zum wiederholten Male die Nationalelf seines Herkunftslandes, die sogenannten Fennecs („Wüstenfüchse“).Datenblatt auf africafoot.com und ausführlicher Artikel zu Saâdanes Biographie

Spielerkarriere Schon kurz nach der algerischen Unabhängigkeit spielte Saâdane – anfangs als Stürmer, später meist im Mittelfeld – in der Ligaelf der AS Batna,Artikel von einem der ältesten Fußballvereine der ehemaligen französischen Kolonie,nach (PDF; 1,5 MB) für den er rund 150 Ligabegegnungen bestritt, 1968/69 für MO Constantine, anschließend drei Jahre bei der JS El Biar und 1972/73 bei USM Blida.siehe dieses Datenblatt; die dort behauptete Spielerstation Stade Rennes ist allerdings nicht zutreffend – vgl. bspw. und Stéphane Boisson/Raoul Vian: Il était une fois le Championnat de France de Football. Tous les joueurs de la première division de 1948/49 à 2003/04. Neofoot, Saint-Thibault o. J. Saâdane soll auch mehrfach für die Juniorennationalelf sowie einmal für Algerien A gespielt haben.Angaben von der FIFA (auf PDF-Seite 16; 14,7 MB) Aufgrund der Verletzungen, die er bei einem Verkehrsunfall erlitten hatte, musste er seine Fußballstiefel bereits im Alter von 27 Jahren an den Nagel hängen. Er absolvierte im französischen Vichy erfolgreich die Trainerausbildung.Meldung und Er erhielt sogar die Lizenz, Klubs der französischen Profiliga zu trainieren,nach der FIFA-Biographie von 1986 (siehe Weblinks) wovon er allerdings keinen Gebrauch machte.

Trainerlaufbahn Nach ersten Stationen als Vereinstrainer bei JS El Biar und JSD Alger arbeitete Saâdane bis in die späten 1980er für die Fédération Algérienne de Football, wobei er für verschiedene Mannschaften zuständig war. 1979 führte er die algerische Juniorenauswahl zur U-20-Weltmeisterschaft nach Japan, wo seine Mannschaft sich erst im Viertelfinale den Argentiniern um einen gewissen Diego Maradona beugen musste.Artikel von El-Moudjahid; nach soll Saâdane dabei allerdings nicht der Hauptverantwortliche gewesen sein. Gleichzeitig war er 1979 und erneut 1982 Assistenztrainer der Fennecs, bei Algeriens erster Weltmeisterschaftsteilnahme in Spanien im Team mit Mahieddine Khalef und Rachid Mekhloufi; dabei wurde auch Saâdane eines der Opfer des deutsch-österreichischen „Nichtangriffspakts von Gijón“. Vier Jahre später führte er Algerien, diesmal als Hauptverantwortlicher, souverän durch die Afrika-Qualifikation zur Weltmeisterschaftsendrunde nach Mexiko.Hardy Grüne: Fußball-WM-Enzyklopädie 1930–2006. AGON, Kassel 2004², ISBN 3-89784-261-0, S. 330 Dort verlor sein Team allerdings gegen Brasilien und Spanien, erreichte auch gegen Nordirland nur ein Unentschieden und musste erneut nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Bereits 1980 hatte er zudem die Auswahl des Landes beim olympischen Fußballturnier ins Viertelfinale geführt,nach goal.com und das offenbar auf durchaus hohem Niveau: ein Bericht der FIFA über die drei afrikanischen Olympiateilnehmer testierte den Algeriern unter anderem „gute Vorbereitung, eine ausgewogene Spielkultur und augenfällige Entwicklung“.Paul Dietschy/David-Claude Kemo-Keimbou (Ko-Herausgeber FIFA): Le football et l'Afrique. EPA, o. O. 2008, ISBN 978-2-85120-674-9, S. 139

Anschließend trainierte Rabah Saâdane mehrere Vereinsmannschaften; mit Raja Casablanca gewann er 1988 den marokkanischen Landesmeistertitel und 1989 die Afrikameisterschaft.von der 1994/95 arbeitete er für den tunesischen Klub Étoile Sportive du Sahel, später in Saudi-Arabien und Anfang des 21. Jahrhunderts wieder in Algerien, u. a. bei USM Algier und ES Sétif, mit dem er 2007 die arabische Champions-League gewann.nach algerie360.com

Die sich im Oktober 2007 anschließende Berufung zum algerischen Nationaltrainer durch die FAF war bereits seine fünfte, nachdem er diese Funktion zwischenzeitlich zwei weitere Male (1999 sowie 2003 bis 2004) innegehabt und auch da die Fennecs bei einem Kontinentalturnier, der Afrikameisterschaft 2004, betreut hatte.nach Kurzzeitig trainierte er nebenbei auch noch die jemenitische Fußballnationalmannschaft. Die algerische Elf führte Rabah Saâdane, der aufgrund seiner ruhigen Art und der großen Erfahrung auch „Cheikh“ („Scheich“, arabisch شيخ) genannt wird,France Football: Le Guide de la Coupe du Monde 2010, S. 20, und Kicker Sonderheft: WM 2010, S. 162 2010 bis ins Halbfinale der Afrika- sowie, nach einem 1:0-Sieg im Entscheidungsspiel gegen Ägypten, auch zur Endrunde der Weltmeisterschaft in Südafrika. Vor diesem Erfolg über Ägypten motivierte er seine Spieler mit den Worten „In der Fußballgeschichte blieb vielen großen Spielern die Chance zur WM-Teilnahme verwehrt – ihr hingegen seid nur noch 90 Minuten davon entfernt.“ und fügte hinzu: „Ich selbst stehe am Ende meiner Karriere, und die möchte ich ehrenvoll abschließen […] Also gewinnt mir dieses Spiel, denn ihr seid dazu in der Lage.“beide Zitate nach von So Foot Nach dem sportlich wenig erfolgreichen Abschneiden der Fennecs in Südafrika und einer kurzen Bedenkzeit hat Saâdane gleichwohl seine Bereitschaft erklärt, den ausgelaufenen Vertrag mit der FAF zu verlängern, vom 8. Juli 2010 bei France Football und unterschrieb für eine Fortsetzung bis einschließlich der Afrikameisterschaft 2012.nach vom 18. Juli 2010 Nachdem die Nationalelf allerdings Anfang September 2010 im ersten Qualifikationsspiel gegen Tansania nur ein Remis erreicht hatte, beendete Saâdane sein Engagement am folgenden Tag vorzeitig. bei France Football vom 4. September 2010

Seit Anfang 2011 war er Nationaltrainer des JemenMeldung bei France Football vom 2. Januar 2011 und arbeitete nebenbei als Berater für den französischen Fernsehsender Canal+. Im Dezember 2013 hat Saâdane als Nachfolger von Hubert Velud die Chefcoach-Position beim algerischen Erstligisten ES Sétif übernommen. Seine Amtszeit war von vornherein bis Juli 2014 befristet und er wurde planmäßig von seinem Co-Trainer Kheïreddine Madoui abgelöst.

Als technischer Direktor der algerischen Nationalmannschaft war Saâdane ab Oktober 2017 ein Jahr in Verantwortung. Seit Jahresende 2023 ist er strategischer Berater der tansanischen Nationalelf.

Palmarès als Trainer Weltmeisterschaftsteilnehmer: 1982 (als Assistent), 1986, 2010 Olympiateilnehmer: 1980 Teilnahme an der CAN-Endrunde: 1982, 2004, 2010 Afrikameister der Vereinsmannschaften: 1989 Arabienmeister der Vereinsmannschaften: 2007 Marokkanischer Meister: 1988

Anmerkungen und Quellen

Weblinks

Biographie auf einer Seite der FIFA anlässlich der WM 1986 (Seite 83 entsprechend der 16. Seite der PDF; 14,7 MB)

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